Kalkbrut

Ascosphaera apis

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Zuletzt geändert: 18.04.2017
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Die Kalkbrut ist eine ansteckende Erkrankung der Bienenbrut durch den parasitischen Pilz Ascosphaera apis OLIVER & SALTOIR.

Die Infektion der Bienenlarven erfolgt durch die Pilzsporen über die Haut oder über das Futter. Die Sporen sind sehr widerstandsfähig und auch noch nach 15 Jahren infektiös. Sporen können auf Waben und Futtervorräten überleben.

Die Kalkbrut ist eine ansteckende Erkrankung der Bienenbrut durch den parasitischen Pilz Ascosphaera apis OLIVER & SALTOIR.

Die Infektion der Bienenlarven erfolgt durch die Pilzsporen über die Haut oder über das Futter. Die Sporen sind sehr widerstandsfähig und auch noch nach 15 Jahren infektiös. Sporen können auf Waben und Futtervorräten überleben.

Symptome

Die Sporen keimen im Darm der Larven aus und durchwachsen als Myzel (Pilzfäden) den gesamten Körper, eine weiße Mumie entsteht. Wenn weibliche und männliche Pilzfäden verschmelzen, werden kugelige Fruchtkörper (Sporangien) gebildet und die Kalkbrutmumie bekommt ein graugrünes Aussehen. In den Sporangien befinden sich Ballen von männlichen und weiblichen Sporen, die beim Platzen der Fruchtkörper ins Freie gelangen.

Wenn nur die weibliche oder die männliche Pilzform in einer Larve zu finden ist, dann bleiben die Mumien weiß, da keine Fruchtkörper gebildet werden können. Zunächst werden vereinzelt Larven durch Sporen infiziert. Maden und Vorpuppen sind anfällig. Befallene offene Brut wird von den Bienen anfänglich schnell entfernt. Wenn es dem Pilz gelingt Sporen auszubilden, befällt er in immer rascherer Folge weitere Bienenlarven. Die Lückenhaftigkeit der Brut nimmt zu. In der Folge sinkt die Volksstärke.

Wenn sich die Umweltbedingungen bessern, ist eine Selbstheilung des Volkes möglich und die Symptome klingen ab.

Übertragung

Die Übertragung erfolgt einerseits von Volk zu Volk (Verflug, Räuberei), andererseits durch den
Imker (Zugabe von Brutwaben mit infizierten Maden, Zugabe von sporenbelasteten Waben und Bienen, kontaminierte Geräte und Beuten, Verfütterung von sporenbelastetem Pollen oder Honig).

Vorbeugung

Strenge Zuchtauslese und Sorgfalt bei der Königinnenaufzucht: nur kalkbrutfreie Völker als Zucht- und Pflegevölker bzw. zum Füllen der Begattungskästchen verwenden.

Junge leistungsfähige Königin, Honig oder Honigwaben aus Kalkbrut befallenen Völkern nicht verfüttern, ausreichende Futterversorgung, Vermeiden von feuchten, kühlen Standorten, Varroabefall möglichst niedrig halten.

Derzeit steht in Österreich kein zugelassenes Medikament zur Verfügung.


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