Europäische Faulbrut

Melissococcus plutonius

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Zuletzt geändert: 04.06.2018
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Die Europäische Faulbrut (EFB) ist eine Erkrankung der Bienenbrut, die durch das Bakterium Melissococcus plutonius  hervorgerufen wird. Das Bakterium (frühere Bezeichnung Streptococcus pluton) bildet eine Kapsel. Diese Kapsel ist vergleichsweise weniger widerstandsfähig als die Spore von Paenibacillus larvae, dem Erreger der Amerikanischen Faulbrut.

Die Infektion der Larve erfolgt über das Futter und ist bis zu einem Alter von 48 Stunden möglich. Der Erreger vermehrt sich im Mitteldarm der Larve. Normalerweise stirbt die Brut noch im Rundmadenstadium ab. Es kommt zu einer bräunlich-schwarzen Verfärbung und einer Umwandlung der Larve in eine breiige, manchmal wässrig körnige Masse (in Ausnahmefällen fadenziehend), die danach zu einem glatten, glänzenden, locker sitzenden Schorf eintrocknet.

Falls die Made aber überlebt, ist die schlüpfende Biene zwergenhaft ausgebildet. Die Verlaufsform der Erkrankung kann leicht bis schwer sein. Die Trachtverhältnisse beeinflussen den Infektionsverlauf.
In manchen Ländern, z. B. der Schweiz und Großbritannien, ist die Europäische Faulbrut ein großes Problem. In Österreich tritt sie derzeit eher selten auf.

Die Europäische Faulbrut (EFB) ist eine Erkrankung der Bienenbrut, die durch das Bakterium Melissococcus plutonius  hervorgerufen wird. Das Bakterium (frühere Bezeichnung Streptococcus pluton) bildet eine Kapsel. Diese Kapsel ist vergleichsweise weniger widerstandsfähig als die Spore von Paenibacillus larvae, dem Erreger der Amerikanischen Faulbrut.

Die Infektion der Larve erfolgt über das Futter und ist bis zu einem Alter von 48 Stunden möglich. Der Erreger vermehrt sich im Mitteldarm der Larve. Normalerweise stirbt die Brut noch im Rundmadenstadium ab. Es kommt zu einer bräunlich-schwarzen Verfärbung und einer Umwandlung der Larve in eine breiige, manchmal wässrig körnige Masse (in Ausnahmefällen fadenziehend), die danach zu einem glatten, glänzenden, locker sitzenden Schorf eintrocknet.

Falls die Made aber überlebt, ist die schlüpfende Biene zwergenhaft ausgebildet. Die Verlaufsform der Erkrankung kann leicht bis schwer sein. Die Trachtverhältnisse beeinflussen den Infektionsverlauf.
In manchen Ländern, z. B. der Schweiz und Großbritannien, ist die Europäische Faulbrut ein großes Problem. In Österreich tritt sie derzeit eher selten auf.

Symptome

Am Symptombild sind auch andere Bakterien in von Fall zu Fall variierendem Ausmaß beteiligt, wie z .B. Streptococcus faecalis, Paenibacillus alvei und Achromobacter eurydice. Dadurch kann es zu einem unterschiedlichen Aussehen bzw. einer unterschiedlichen Geruchsentwicklung bei der abgestorbenen Brut kommen.

Mögliche Symptome sind ein lückenhaftes Brutnest, abgestorbene Brut sowohl in offenen als auch in gedeckelten Zellen.

Vor der Verdeckelung: Made schlaff, Körpersegmentierung kaum sichtbar, Made liegt etwas seitlich verdreht in Zelle. Am hinteren, blinden Darmende schimmert ein schmutzig gelblicher Klumpen durch die Haut (lässt sich durch Auseinanderziehen der Madenhaut mit zwei Pinzetten herauspräparieren); breiige, braune Masse (in der Regel nicht fadenziehend bei Streichholzprobe).

Nach der Verdeckelung: Zelldeckel eingesunken, häufig löchrig, kann auch teilweise oder vollständig fehlen; schwarzer, lackartiger Überzug auf der Innenseite des Zelldeckels, der große Mengen an Bakterien enthält; eingetrockneter Schorf mit glatter, glänzender Oberfläche, liegt locker am Zellboden (lässt sich leicht als Schuppe mit Pinzette aus Zelle heben).

Übertragung

In abgestorbenen Maden und im Kot der Larven befindet sich massenhaft die Dauerform des Erregers Melissococcus plutonius, die durch Putz- und Ammenbienen im Stock stark verbreitet bzw. an die Brut über das Futter weitergegeben wird.

Die Übertragung von Volk zu Volk erfolgt durch die Bienen selbst (Verflug, Räuberei, Kontakt mit Bienenkot z. B. an Wassertränke).

Die Übertragung kann auch durch den Imker erfolgen (Kauf von Wabenmaterial und Geräten mit Erregerbelastung, Verfütterung von Fremdpollen, Austausch von Waben zwischen gesunden und kranken Völkern, Vereinigung kranker mit gesunden Völkern).

Vorbeugung

Die Möglichkeiten sind eingeschränkt: Vorsicht beim Erwerb von Völkern und Gerätschaften walten lassen; gesunde, starke Völker halten (schwach überwinterte Völker sind anfälliger); kein Zuhängen von Futter- oder Pollenwaben bei Verdacht auf EFB im Betrieb; Auffüttern nur mit Zucker oder Futtersirup; keinen Honig verfüttern; Tränke vor Verkotung schützen; separater Quarantänestand für eingefangene Fremdschwärme sowie neu zugekaufte Völker. Gute Frühjahrstrachten sind günstig für die Widerstandsfähigkeit bzw. Selbstheilungskraft eines Volkes.

Für eine medikamentöse Therapie stehen in Österreich keine zugelassenen Medikamente zur Verfügung. Deshalb ist das Kehrschwarmverfahren das Mittel der Wahl für eine Bekämpfungsmaßnahme.


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