FAQ Coronavirus

Zuletzt geändert: 14.10.2021

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Impfung

Warum wird der COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca weiterhin in Österreich eingesetzt?

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat bestätigt, dass weiterhin unverändert ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis für den Einsatz des COVID-19-Impfstoffs von AstraZeneca besteht, wie auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekräftigt hat. Auch das Nationale Impfgremium spricht sich in Anlehnung an die Beurteilung der EMA dafür aus, dass das Impfprogramm unter Berücksichtigung der epidemiologischen Situation und der verfügbaren Impfstoffe unverändert fortgesetzt wird. Die Vorteile des Impfstoffes bei der Bekämpfung der immer noch weit verbreiteten Bedrohung durch COVID-19, welche selbst zu Gerinnungsproblemen führen und tödlich verlaufen kann, überwiegen weiterhin gegenüber dem Risiko von Nebenwirkungen. Es gibt keine Hinweise auf ein Problem in Zusammenhang mit einzelnen Chargen des Impfstoffes oder mit bestimmten Herstellungsstandorten. Personen, die mit einem COVID-19-Impfstoff, insbesondere von AstraZeneca, geimpft werden, sollen auf ein mögliches Risiko für thromboembolische Ereignisse (Blutgerinnsel)/ Thrombopenie (Verminderung von Blutplättchen) hingewiesen werden.

Welche vermuteten Nebenwirkungen in zeitlicher Nähe zu Impfungen mit dem COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca wurden bisher gemeldet?

Im zeitlichen Zusammenhang mit COVID-19-Impfungen wurde in sehr seltenen Fällen eine bestimmte Form thrombo-embolischer Ereignisse (Gerinnungsstörungen) in Europa beobachtet. Bei Frauen unter 60 Jahren besteht nach der Impfung gegen COVID-19 ein Signal für ein sehr geringes Risiko (geringer als 1:100.000) für eine seltene Form von Gerinnungsstörungen mit Blutgerinnsel, worauf vor der Impfung hingewiesen werden soll. Hierbei handelt es sich um Blutgerinnsel in den großen Venen im Gehirn, eine sogenannte Sinusvenenthrombose, die vereinzelt auch mit einer Abnahme der Blutplättchen einherging. Eine entsprechende Warnung wurde in die Produktinformation des Impfstoffs aufgenommen.

Nicht jedes Krankheitszeichen, das im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung auftritt, ist auch auf die Impfung zurückzuführen. Wenn Impfstoffe an sehr viele Personen verabreicht werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass nach einer Impfung Beschwerden auftreten, die nicht durch die Impfung, sondern durch andere Ursachen, wie eine zeitgleich oder kurz danach aufgetretene andere Erkrankung, ausgelöst wurden.

Der wöchentlich aktualisierte Bericht über die Meldungen vermuteter Nebenwirkungen steht auf der Website des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) als Download zur Verfügung.

Wie wird überwacht, ob ein Impfstoff sicher ist?

In Österreich erfasst das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) alle vermuteten Nebenwirkungen von Arzneimitteln und Impfstoffen, die in Österreich aufgetreten sind und von Angehörigen der Gesundheitsberufe oder von Patient*innen gemeldet werden. In Österreich können Nebenwirkungen von Patient*innen sowie deren Angehörigen freiwillig direkt an das BASG gemeldet werden. Ärzt*innen, Apotheker*innen und andere Angehörige von Gesundheitsberufen sind gesetzlich verpflichtet, Nebenwirkungen zu melden.

Nach erfolgter Bearbeitung und Begutachtung werden die Daten gemäß den geltenden europäischen Gesetzen und Richtlinien an die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) weitergeleitet. Die Daten stehen damit den für diese Zulassungen verantwortlichen nationalen Arzneimittelbehörden und auch allen anderen europäischen Arzneimittelzulassungsbehörden zur laufenden Überwachung der Sicherheit zur Verfügung.

In enger Zusammenarbeit mit dem EU-Behördennetzwerk wird das Nutzen-Risiko-Verhältnis aller zugelassenen Arzneimittel laufend überwacht. Der Ausschuss für Risikobewertung in der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) analysiert alle Aspekte, die für die Sicherheit und Wirksamkeit eines Impfstoffs relevant sind. Gegebenenfalls werden neue Nebenwirkungen in die Fach- und Gebrauchsinformation des jeweiligen Impfstoffs aufgenommen oder andere Maßnahmen gesetzt, um eine sichere und wirksame Anwendung zu gewährleisten.

Kann man für die zweite Impfdosis einen anderen COVID-19-Impfstoff bekommen, wenn man bei der ersten Dosis den von AstraZeneca bekommen hat?

Laut Empfehlung des Nationalen Impfgremiums ist bei den derzeit verfügbaren Impfstoffen für einen vollständigen initialen und nachhaltigen Impfschutz eine komplette (2-teilige) Impfserie mit dem gleichen Impfstoff laut Fachinformation erforderlich. Es wird empfohlen, die Impfserie im vorgesehenen Intervall abzuschließen. Die Verwendung unterschiedlicher Impfstoffe bei Dosis 1 und 2 ist weder vorgesehen noch empfohlen. Derzeit liegen zum Einsatz unterschiedlicher Impfstoffe im Rahmen der Erstimmunisierung keine Daten vor.

Laut Anwendungsempfehlungen des Nationalen Impfgremiums kann in Ausnahmefällen, etwa bei schweren Nebenwirkungen nach der 1. Dosis, ein Impfstoffwechsel für die 2. Dosis in Erwägung gezogen werden. Bei Eintreten einer Schwangerschaft nach der 1. Dosis mit dem Impfstoff von AstraZeneca, soll in Absprache mit dem behandelnden Arzt bzw. der behandelnden Ärztin ein Impfstoffwechsel in Erwägung gezogen werden. Bei einem solchen wird den verantwortlichen Ärztinnen und Ärzten empfohlen, die diesbezügliche Aufklärung inkl. der ausdrücklichen Begründung sowie Zustimmung der zu impfenden Person explizit zu dokumentieren.

Worauf müssen diejenigen achten, die mit dem COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca geimpft worden sind?

Wie bei der Einnahme nach anderen Medikamenten sollten Personen darauf hingewiesen werden, nach COVID-19-Impfungen ihren Gesundheitszustand zu beobachten. Bei Nebenwirkungen, die mehr als drei Tage nach erfolgter Impfung anhalten  oder neu auftreten (z. B. Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit/Erbrechen, Luftnot, akute Schmerzen in Brustkorb, Abdomen oder Extremitäten, Beinschwellungen), sollte sicherheitshalber eine weitere ärztliche Diagnostik zur Abklärung von thromboembolischen Ereignissen (Blutgerinnsel)/Thrombopenie (Verminderung von Blutplättchen) erfolgen.

Gibt es Personen- oder Risikogruppen für die der COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca nicht geeignet ist?

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es nicht genug Daten, um einzelne Gruppen mit erhöhtem Risiko (abseits der in der Produktinformation gelisteten) zu benennen. Momentan ist daher für alle von der Zulassung abgedeckten Gruppen ein positives Nutzen-Risiko-Profil gegeben. Eine Neigung oder Vorgeschichte zu Thrombo-Embolien ist kein Ausschlussgrund für eine Impfung.

Sollen vorbeugende Maßnahmen gegen mögliche Nebenwirkungen nach Impfungen mit dem COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca gesetzt werden?

Vom vorbeugenden Einsatz gerinnungshemmender Medikamente (z. B. Acetylsalicylsäure, niedermolekulares Heparin etc.) wegen einer COVID-19-Impfung wird ausdrücklich abgeraten. Eine bestehende Gerinnungsmedikation sollte selbstverständlich beibehalten werden.

Kann man vor oder nach einer COVID-19-Impfung Schmerzmittel einnehmen?

Laut Anwendungsempfehlungen des Nationalen Impfgremiums kann vorbeugend Paracetamol etwa 6 Stunden nach der Impfung eingenommen werden – gegebenenfalls wiederholt alle weiteren 6 Stunden für die folgenden 24 bis 48 Stunden. Es ist davon auszugehen, dass dabei die Wirkung der Impfung nicht beeinträchtigt wird. Bitte besprechen Sie in jedem Fall mit Ihrer Ärztin bzw. mit Ihrem Arzt, ob die Einnahme von Paracetamol für Ihre individuelle Situation geeignet ist.

Ist man nach einer COVID-19-Impfung nicht mehr ansteckend?

Die Impfung bietet nach derzeitigem Wissensstand einen Individualschutz vor einer Erkrankung an COVID-19. Erste Untersuchungen lassen erkennen, dass Personen nach einer COVID-19-Impfung weniger ansteckend sind. Wie stark das Risiko, dass man noch ansteckend sein kann, durch eine Impfung reduziert wird, steht noch nicht fest und dürfte auch vom Impfstoff sowie von der infizierenden SARS-CoV-2-Variante abhängig sein.

Muss jedes Jahr ein neuer COVID-19-Impfstoff entwickelt werden – wie bei der Grippeimpfung?

Das hängt im Wesentlichen davon ab, ob und wie sich das Corona-Virus im Lauf der Zeit verändert: Derzeit geht man davon aus, dass sich dieses Virus langsamer verändert als Influenza-Viren, konkret vorhersagen kann man das aber nicht. Daher werden Veränderungen (Mutationen) des SARS-CoV-2 Virus genau beobachtet, damit man rechtzeitig erkennen kann, ob eine Anpassung des Impfstoffes erforderlich ist.

Wie lange wird der COVID-19-Impfschutz anhalten?

Wie lange der Impfschutz bestehen bleibt, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht vollständig geklärt. Deshalb werden auch nach der Zulassung Studien durchgeführt, um herauszufinden, wie lange der Schutz durch den jeweiligen Impfstoff anhält.

Daten aus Israel und England lassen darauf schließen, dass bei Personen höheren Alters und bei Personen mit bestimmten Vorerkrankungen bzw. Immunsuppression die Schutzwirkung gegen die Delta-Variante nicht in allen Fällen 9 Monate lang in vollem Ausmaß gegeben ist. Gleichzeitig zeigen die Daten aus Israel und England, dass durch Drittimpfungen Infektionen, Impfdurchbrüche und damit verbundene Krankenhausaufenthalte reduziert werden können. Alle in der EU zugelassenen Impfstoffe sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur für die primäre Immunisierung und nicht für eine weitere Dosis zugelassen, weshalb es sich bei einer weiteren Dosis um eine off-label Anwendung handelt.

Garantiert eine Impfung einen hundertprozentigen Schutz vor einer Erkrankung?

Nein, keine Impfung garantiert hundertprozentigen Schutz. Auch kein anderes Arzneimittel kann jeder Patientin/jedem Patienten eine hundertprozentige Wirksamkeit garantieren.

Können Impfstoffe bei Älteren, Geschwächten, Kranken anders wirken als bei Gesunden?

Ja, das ist möglich: Bei älteren Menschen altert auch das Immunsystem, das dadurch oftmals schwächer auf den Impfstoff reagiert als bei jüngeren Menschen. Daher sind bei älteren Menschen die Zeitspannen zwischen Auffrischungsimpfungen oft kürzer oder sie brauchen, wie z. B. bei Grippeimpfstoffen, einen „stärkeren“ Impfstoff.

Auch bei Patientinnen und Patienten mit geschwächtem Immunsystem oder bei Patientinnen und Patienten, die Medikamente einnehmen müssen, die das Immunsystem schwächen können, kann ein Impfstoff weniger wirksam sein. Wenn Sie der Ansicht sind, dass ihr Immunsystem sehr schwach ist, halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.

Mit welchen Nebenwirkungen kann man rechnen? Wie häufig werden Nebenwirkungen erst nach der Zulassung entdeckt?

Bei Impfstoffen sind lokale Reaktionen an der Einstichstelle (z. B. Rötungen, Schmerzen) und Allgemeinreaktionen wie Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Temperaturerhöhung, Fieber und Unwohlsein allgemein bekannt. Das kann zwar unangenehm sein, diese Nebenwirkungen sind aber in der Regel harmlos und verschwinden nach wenigen Tagen. Sie zeigen, dass das menschliche Immunsystem auf den Impfstoff reagiert.

Sehr seltene Nebenwirkungen können erst festgestellt werden, wenn ein Impfstoff zugelassen und in einer wesentlich größeren Population, als dies in klinischen Studien möglich ist, verwendet wird. Daher werden Impfstoffe auch nach der Zulassung weiter überwacht. Die Hersteller können verpflichtet werden, Langzeitstudien nach erfolgter Zulassung durchzuführen, deren Ergebnisse sie den Behörden auch vorlegen müssen. Absolute Sicherheit kann aber kein Arzneimittel und kein Impfstoff garantieren.

Kann eine Impfstoff-Zulassung auch wieder aufgehoben werden?

Ja, in sehr seltenen Fällen werden Zulassungen für Impfstoffe wieder aufgehoben, wenn sich die Datenlage oder das Nutzen-Risiko-Verhältnis wesentlich ändert (z. B. es treten häufig bisher unbekannte und schwere Nebenwirkungen auf). Wird die Zulassung aufgehoben, muss der Impfstoff unverzüglich vom Markt genommen werden.

Wenn Nicht-EU-Länder Impfstoffe vor der EU zulassen, beeinflusst das die europäischen Zulassungsbehörden?

Nein, die unabhängige sowie kritische Bewertung von Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit eines Impfstoffs bleibt immer durch europäische Zulassungsbehörden gewährleistet. Unabhängig davon, ob ein Impfstoff bereits in anderen Teilen der Welt zugelassen wurde, gibt es eine Zulassung in der EU nur, wenn das vorliegende Nutzen-Risiko-Verhältnis positiv ist, somit der Nutzen die eventuellen Risiken überwiegt.

Können COVID-19-Impfstoffe, die in Nicht-EU-Ländern zugelassen wurden, auch in der EU zugelassen werden?

Ein Hersteller, dessen Impfstoff bereits in einem Nicht-EU-Land zugelassen wurde, kann auch bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) einen Antrag auf Zulassung stellen. Voraussetzung dafür ist, dass der Hersteller einen Unternehmenssitz in der EU hat. Wo der Impfstoff produziert wird, spielt keine Rolle. In jedem Fall gelten bei der Zulassung durch die EMA und für die Überwachung der Anwendung dieselben strengen Kriterien bezüglich Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit, wie bei Impfstoffen, die zuerst in der EU zugelassen werden.

Übertragung

Sind die Mutationen des Virus gefährlicher?

Viren verändern sich ständig durch Mutation, Untersuchungen des Erbguts des SARS-CoV-2-Virus haben gezeigt, dass es etwa alle zwei Wochen zu einer derartigen Mutation kommt. Die meisten neu auftretenden Mutationen haben keinen Einfluss auf die Ausbreitung des Virus oder die Schwere der Erkrankung. Einige Mutationen oder Kombinationen von Mutationen können allerdings dem Virus einen Vorteil verschaffen, wie z. B. eine erhöhte Übertragbarkeit oder die Fähigkeit, sich der Immunantwort des Wirts zu entziehen. Derzeit stehen drei so genannte „Variants of Concern“ im Fokus der Öffentlichkeit: B.1.1.7, die „britische Variante“; B.1.351, die „südafrikanische Variante“ und P1, die „brasilianische Variante“. Diese Varianten sind leichter übertragbar und sind in einigen Regionen der Welt zum vorherrschenden SARS-CoV-2-Virus-Typ geworden. So werden z. B. im Osten Österreichs bereits 80 bis 90 Prozent der Neuinfektionen durch B.1.1.7. verursacht. Die erhöhte Übertragbarkeit führt zu einer höheren absoluten Anzahl von Infektionen und erhöht somit die Wahrscheinlichkeit schwerer Fälle. Zudem wird von einer erhöhten Sterblichkeit von Erkrankungen durch B.1.1.7 ausgegangen.

Was versteht man unter Clustern?

Als Cluster bezeichnet man in der Epidemiologie Häufungen von Fällen innerhalb eines bestimmten Zeitraums in einer bestimmten Region. Besteht dieser zeitliche und räumliche Zusammenhang, spricht man bereits ab zwei Fällen von einem Cluster.

Wie ansteckend sind Infizierte, die nie Symptome zeigen?

Unter asymptomatisch Infizierten versteht man Personen, die das Virus zwar in sich tragen, aber keinerlei Symptome aufweisen. Mittlerweile geht man davon aus, dass rund 20 Prozent der Infizierten in diese Gruppe fallen. Für eine Weiterverbreitung der Infektion spielen asymptomatisch Infizierte aber eine untergeordnete Rolle. Zu unterscheiden davon sind so genannte präsymptomatisch Infizierte: Sie sind bereits ein bis zwei Tage vor Auftreten von Symptomen kontagiös (= ansteckend).

Wie gefährlich sind Aerosole, z. B. Verbreitung über Klimaanlagen?

Die Übertragung von SARS-CoV-2 erfolgt hauptsächlich über Tröpfchen, z. B. beim lauten Sprechen, lautem Singen oder durch Husten oder Niesen. Eine Übertragung kann in bestimmten Situationen auch über die noch kleineren Aerosole (feinste luftgetragene Flüssigkeitspartikel) erfolgen, die längere Zeit in der Luft schweben können, z. B. wenn viele Personen in nicht ausreichend belüfteten Innenräumen zusammenkommen.

Was sind Superspreader und Superspreading-Events?

Unter einem Superspreading-Event versteht man ein Ereignis, bei dem eine Person deutlich mehr Menschen ansteckt als das im Schnitt der Fall ist. Studien haben gezeigt, dass rund 20 Prozent der Infizierten den Großteil der Ansteckungen verursachen. Allerdings scheint das Setting, d. h. Ort und Zeitpunkt der Ansteckung (geschlossene Räume, schlechte Durchlüftung, Aktivitäten wie lautes Sprechen, Schreien oder Singen) eine größere Rolle bei der Entstehung eines Superspreading-Events zu haben. Schließlich spielt auch die Empfänglichkeit der Menschen eine Rolle: Bei vielen älteren Personen oder Personen mit Vorerkrankungen ist das Risiko, dass ein derartiges Event auftritt, größer als beispielsweise bei Kindern.

Welche Rolle spielen Kinder bei der Übertragung?

Im Gegensatz zu Infektionskrankheiten wie Masern, Mumps oder Röteln, bei denen kleine Kinder als Hauptübertragungsquelle gelten, spielen Kinder bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 nur eine untergeordnete Rolle.

Kann ich mich über Lebensmittel oder Wasser mit dem neuartigen Coronavirus infizieren?

Nein: Von Fleisch, Wurst, Eiern, Obst, Gemüse, Wasser usw. geht keine Gefahr durch das neuartige Coronavirus aus. Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass sich Menschen über herkömmliche Lebensmittel bzw. über Trinkwasser/Leitungswasser oder Oberflächenwasser mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel bekannt.

Vom Genuss von rohem Fleisch oder Blut von Wildtieren wie Schlangen, Fledermäusen etc. wird aber dringend abgeraten.

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Fragen und Antworten zum Thema

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit

Kann ich mich beim Einkaufen anstecken?

Beim Kontakt mit anderen Menschen ist immer ein Restrisiko vorhanden, dass es zu einer Ansteckung kommen kann. Dieses Risiko ist beim Einkaufen aber so klein, dass es keinen Grund gibt, nicht einkaufen zu gehen. Wichtig ist, Abstand zu anderen Menschen zu halten, v. a. auch an der Kassa (mindestens 2 m).

Kann das Virus von Haustieren übertragen werden?

Es gibt nach wie vor keine Hinweise darauf, dass Haustiere wie Hunde und Katzen eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen. Natürliche Infektionen wurden von Nerzen aus Nerzfarmen in den Niederlanden und Dänemark gemeldet, die sich wahrscheinlich über das betreuende Personal infizierten. Bei der Covid-19-Pandemie ist die Übertragung von Mensch zu Mensch ausschlaggebend für die Verbreitung. Tierhalter, die am Coronavirus erkrankt sind oder die sich womöglich mit dem Coronavirus infiziert haben, sollten zum Schutz des Tieres den Kontakt so gering wie möglich halten bzw. vor und nach dem Kontakt gründlich die Hände mit Seife waschen.

Coronaviren bei Schweinen sind vor allem als Durchfall-Erreger schon lange bekannt, z. B. die Epizootische Virusdiarrhoe (EDV, auch PED = porcine Epidemic Diarrhea genannt) oder die Transmissible Gastroenteritis (TGE), die weltweit bei Schweinen aller Altersklassen auftritt.

In China wurde 2018 erstmals eine weiteres Corona-Virus beim Schwein beschreiben, das Swine Acute Diarrhoea Syndrome Coronavirus (SADS-CoV). Dieses Virus tritt vor allem als Durchfallerreger bei Schweinen, v. a. bei jungen Ferkeln, in Erscheinung. Genetische Analysen deuten darauf hin, dass auch dieses Coronavirus möglicherweise ursprünglich von Fledermäusen stammt. Ausbrüche bei Schweinen wurden bisher ausschließlich aus China berichtet.

In einer jüngst veröffentlichten Studie wurde gezeigt, dass SADS-CoV unter Laborbedingungen (Zellkultur) auch menschliche Lungen- und Darmzellen infizieren kann. Bei weiteren Versuchen mit immunschwachen oder immunkompetente Mäusen kam es allerdings nicht zu einer nennenswerten Virusvermehrung oder gar Krankheit.

Weltweit ist auch kein einziger Fall bekannt, dass sich ein Mensch mit diesem Virus infiziert hätte.

Friedrich-Loeffler-Institut: Welche Rolle spielen Haus- und Nutztiere? (PDF)

Welttiergesundheitsorganisation (OIE): FAQ Coronavirus und Heimtiere (auf Englisch)

Besteht ein Risiko durch den Hausmüll?

Nein. Abfälle, die in Haushalten anfallen und mit dem Corona-Virus verunreinigt sein könnten (z. B. Taschentücher), stellen kein höheres Infektionsrisiko dar. Gebrauchte Taschentücher sollten in „reißfesten" Kunststoffsäcken gesammelt werden und verschlossen in die Restmülltonne geworfen werden.

Kann das Coronavirus durch Handelswaren übertragen werden?

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Handelswaren (z. B. Spielzeug) ein Risiko darstellen. Wie lange genau das Virus auf Oberflächen bleibt, ist derzeit noch unklar. Wenn man in die Hand hustet oder niest und dann eine Türklinke anfasst oder sein Telefon anfasst und weiterreicht, kann das Virus theoretisch so übertragen werden. Aufgrund der geringen Umweltstabilität von Coronaviren ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importiere Waren Quelle einer Infektion sein könnten.

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Fragen und Antworten zum Thema

Erkrankung

Wie ansteckend ist dieses neuartige Coronavirus?

Die Mensch-zu-Mensch-Übertragung stellt den wichtigsten Infektionsweg dar. Neben den Sekreten des Atmungstraktes und Speichel könnten auch Ausscheidungen (Harn, Stuhl) und Körperflüssigkeiten (Blut, Rippenfellflüssigkeit, Gelenkspunktate, usw.) infektiös sein. Die Übertragung des Virus von einer kontagiösen Person auf eine andere ist bereits 1 bis 2 Tage vor Symptombeginn möglich. Die Übertragung durch Personen, die zwar infiziert und kontagiös waren, aber gar nicht erkrankten (asymptomatische Übertragung), ist ebenfalls möglich, spielt nach derzeitigem Wissensstand jedoch eine untergeordnete Rolle.

Wie lange ist die Inkubationszeit?

Die Inkubationszeit (Zeitraum zwischen Ansteckung und Beginn von Krankheitssymptomen) beträgt bis zu 14 Tage, im Mittel 5 bis 6 Tage.

Wie äußert sich die Krankheit?

Infektionen von Menschen mit gewöhnlichen Coronaviren sind meist mild und asymptomatisch. Häufige Anzeichen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sind u. a. Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden. Es kann auch zu Geruchs- und Geschmacksverlust, Durchfall und Erbrechen kommen. In schwereren Fällen kann die Infektion eine Lungenentzündung, ein schweres akutes Atemwegssyndrom, Nierenversagen und sogar den Tod verursachen. Es gibt auch milde Verlaufsformen (Symptome einer Erkältung) und Infektionen ohne Symptome.

Sind von COVID-19 Genesene immun?

Diese Frage kann derzeit noch nicht abschließend geklärt werden. Man geht davon aus, dass wie bei klassischen Coronaviren eine Immunität entsteht, allerdings ist nicht klar, wie lange diese Immunität anhält. Es gibt vereinzelt Berichte, dass sich Personen ein zweites Mal infiziert haben (nach milden Krankheitsverläufen).

Wie lange bleiben COVID-19 Patienten ansteckend?

Wie lange nach dem Beginn der Symptome Patienten ansteckend bleiben, ist noch nicht endgültig geklärt. Die in der Routinediagnostik verwendeten Tests (PCR) eignen sich zum Nachweis einer SARS-CoV-2 Infektion, nicht aber für die Beurteilung der Kontagiosität, d.h. zur Klärung der Frage, ob der Patient noch ansteckend ist.

Die Ausscheidung vermehrungsfähiger Viren wurde in einer Studie mit neun Patienten untersucht: Es konnte gezeigt werden, dass vermehrungsfähige Viren im Rachen bis zum vierten und im Sputum (aus den Atemwegen abgehustetes Sekret) bis zum achten Tag nach Symptombeginn enthalten sind.

Nach derzeitigem Wissensstand ist daher nach Ablauf von 14 Tagen nach Symptombeginn und bei zumindest 48 Stunden bestehender Symptomfreiheit (ausgenommen ist leichter Reizhusten) davon auszugehen, dass der Patient nicht mehr ansteckend ist.

Literatur: Woelfel R, Corman VM, Guggemos W, Seilmaier M, Zange S, Mueller MA, et al. Virological assessment of hospitalized cases of coronavirus disease 2019. MedRxiv. 2020
https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/hcp/faq.html

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText5

Wie gefährlich ist dieses neuartige Coronavirus?

Wie gefährlich der Erreger ist, ist noch nicht genau abzusehen. Momentan scheint die Gefährlichkeit des neuen Coronavirus deutlich niedriger als bei MERS (bis zu 30 Prozent Sterblichkeit) und SARS (ca. 10 Prozent Sterblichkeit) zu sein. Man geht derzeit beim neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) von einer Sterblichkeit von ca. 0,3  Prozent aller infizierten Personen aus. Allerdings ist die Sterblichkeit von Land zu Land teilweise sehr unterschiedlich und variiert nach Altersgruppen. Bei unter 25-Jährigen liegt die Sterblichkeit bei fast Null, bei 25 bis 50-Jährigen unter 0,1 % und bei über 65-Jährigen je nach Risikofaktoren zwischen 1 und 10 %, in Ausnahmefällen sogar noch höher [www.nature.com/articles/d41586-020-02483-2].

Zählen Schwangere zur Risikogruppe?

Allgemein gilt, dass auf Grund der physiologischen und immunologischen Umstellungen während der Schwangerschaft eine erhöhte Empfänglichkeit für Infektionen nicht ganz ausgeschlossen werden kann.

Nach derzeitigem Kenntnissstand weisen über 85 % der schwangeren Frauen mit COVID-19 nur leichte oder mittelschwere Symptome, ähnlich  einer  Erkältung oder eines grippalen Infektes auf. Schwere Verlaufsformen mit Auftreten von Lungenentzündungen oder anderen  Komplikationen, die eine Versorgung im Krankenhaus nötig machen, sind nach derzeitigem Kenntnisstand selten. Die Wahrscheinlichkeit  für die  Aufnahme auf eine Intensivstation und die Notwendigkeit einer Beatmung ist aber bei Schwangeren mit COVID-19 im Vergleich zu Nicht-Schwangeren mit COVID-19 um den Faktor 2-3 erhöht, das ist etwa vergleichbar mit der Situation bei Influenza.

Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe

Wenn keine anderen medizinischen Gründe vorliegen, ist ein normaler Geburtsvorgang möglich. Auch das Stillen ist prinzipiell möglich, weil es unwahrscheinlich ist, dass das Virus über die Muttermilch übertragen wird.

Wie unterscheiden sich COVID-19 und Grippe hinsichtlich gesundheitlicher Beeinträchtigungen?

Im Gegensatz zur Grippe treten Folgeschäden bei Covid 19 relativ häufig auf. Wie lange diese Schäden anhalten, kann man derzeit noch nicht sagen. Betroffen sind Lunge, aber auch Leber, Niere und zentrales Nervensystem.

Wie wird die Krankheit behandelt?

Die Behandlung erfolgt symptomatisch, d. h. durch Linderung der Krankheitsbeschwerden wie z. B. durch Gabe fiebersenkender Mittel.

Vorbeugung

Wie kann man sich vor Coronaviren schützen?

Folgende Maßnahmen werden empfohlen:

  • Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich mit Wasser und Seife oder einem alkoholhaltigen Desinfektionsmittel
  • Bedecken Sie Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch (nicht mit den Händen), wenn Sie husten oder niesen
  • Vermeiden Sie direkten Kontakt zu anderen Menschen (Mindestabstand 2 m)
  • Impfung

Österreichische Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin (ÖGHMP):
Empfehlung: Ich bin gefährdet. Wie schütze ich mich? Mein Gegenüber ist gefährdet. Wie schütze ich mein Gegenüber?

Können Mundschutzmasken und Mund-Nasen-Schutz schützen?

Gesundheitsministerium: FFP2-Masken, MNS und Abstandspflicht

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sieht im Einsatz von Gesichtsmasken in Innenräumen eine Möglichkeit, die Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung durch infizierte Personen, die noch keine Symptome entwickelt haben, zu verringern. Es gibt zunehmende Evidenz, dass ein hoher Anteil von Übertragungen bereits vor dem Auftreten von Krankheitssymptomen erfolgt.

ECDC: Using face masks in the community - Reducing COVID-19 transmission from potentially asymptomatic or pre-symptomatic people through the use of face masks 

ÖGHMP: Österreichische Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin

Robert-Koch-Institut: Epidemiologisches Bulletin 19/2020

Mit wieviel Grad muss die Wäsche gewaschen werden, damit Corona-Viren absterben?

Selbst bei den niedrigsten Temperaturen von Waschmaschinen (30 °C  für Wolle, Feinwäsche) führt die Beigabe von Waschmittel zum verlässlichen "Absterben" des neuartigen SARS-Coronarivurs-2. Dieses neue SARS-CoV-2 gehört zu den behüllten Viren und deshalb gegenüber Umwelteinflüsse sehr empfindlich (die Hülle ist die empfindliche Struktur).

Wie lange überdauert das SARS-CoV-2 Virus außerhalb des Körpers?

Coronaviren reagieren sehr empfindlich auf Umwelteinflüsse. Unter Laborbedingungen können sie Stunden bis mehrere Tage auf glatten Oberflächen überleben. Es gibt allerdings keine Belege, dass Türklinken, Haltegriffe, Geldscheine oder ähnliches bislang bei der Übertragung eine wichtige Rolle gespielt haben; direkter persönlicher Kontakt (länger als 15 Minuten, Abstand unter 2 Meter) stellt derzeit den bedeutendsten Übertragungsweg dar.

Brauche ich ein Desinfektionsmittel, um mich zu schützen?

Für gesunde Menschen, bei denen keinerlei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht, sind herkömmliche Seife zum Händewaschen und herkömmliche Reinigungsmittel zum Putzen völlig ausreichend. Coronaviren sind behüllte Viren, das bedeutet, ihre Hülle wird durch Seife schnell zerstört und somit das Virus inaktiviert. Desinfektionsmittel sollten daher nur von Menschen und Institutionen verwendet werden, bei denen eine Desinfektion aus medizinischen Gründen notwendig ist.

Welche Desinfektionsmittel sind geeignet?

Grundsätzlich reicht bei Desinfektionsmaßnahmen im Zusammenhang mit Coronaviren die Verwendung von Desinfektionsmitteln mit einer Wirksamkeit gegen behüllte Viren. Für eine SARS-CoV-2 wirksame Hände- oder Flächendesinfektion empfiehlt die AGES daher die Verwendung von Desinfektionsmitteln, die als „begrenzt viruzid“ ausgelobt werden. Die Verwendung von Produkten mit der Auslobung „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ ist für eine gegenüber SARS-CoV-2 wirksame Desinfektion nicht erforderlich.

Quellen: Verbund für Angewandte Hygiene e.V.,
https://www.ecdc.europa.eu/sites/default/files/documents/novel-coronavirus-guidance-environmental-cleaning-non-healthcare-facilities.pdf

Anforderungen an Alkohol zur Herstellung von Desinfektionsmitteln

Worauf sollte bei der Ernährung während der Ausgangsbeschränkungen geachtet werden?

Hamsterkäufe in Supermärkten können zu übermäßigem Lebensmittelkonsum führen. In Kombination mit wenig Bewegung in Zeiten von Coronavirus steigt dadurch das Risiko für Übergewicht. Mit ein paar einfachen Tipps, können Sie sich auch weiterhin gesund ernähren und außerdem mithelfen Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.

Vermeiden Sie Lebensmittelverschwendung und machen Sie einen Plan: Die Versorgung mit Lebensmitteln in Österreich ist trotz der aktuellen Coronavirus-Situation gesichert. Es ist daher nicht nötig besonders große Mengen an Lebensmitteln zu kaufen. Bevor Sie einkaufen gehen, machen Sie sich eine Einkaufsliste und prüfen Sie, was noch an Vorräten vorhanden ist. Mit dem Online Tool www.lebensmittellupe.at können Sie bereits zu Hause oder auf dem Weg zum Supermarkt die Nährwerte der gewünschten Produkte vergleichen. Um Lebensmittelabfälle zu vermeiden, verwenden Sie zuhause zuerst frische und weniger lang haltbare Zutaten. Falls Sie zu viel gekocht haben, frieren Sie die Reste für eine weitere Mahlzeit ein.

Ernähren Sie sich ausgewogen und kochen Sie, wenn möglich, selbst: Die richtige Ernährung ist wichtig für die Gesundheit, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie das Wohlbefinden. Wer jetzt viel Zeit zu Hause verbringt, kann die Zeit nutzen um sich bewusster zu ernähren. Süßigkeiten, Mehlspeisen, Fastfood-Produkte, Snacks, Knabbereien und Limonaden sollten selten konsumiert werden. Basis der täglichen Ernährung bilden neben Getränken (bevorzugt Wasser), Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Getreide und Erdäpfel. Auch Milch- und Milchprodukte können jeden Tag gegessen werden, genauso wie 1 - 2 Esslöffel pflanzliche Öle, Nüsse und Samen. Fisch, Fleisch, Wurst und Eier stehen aber schon seltener, nämlich jede Woche aber nicht jeden Tag auf dem Speiseplan. Verwenden Sie Kräuter und Gewürze und weniger Salz.

Mehr Tipps zur ausgewogenen Ernährung für Erwachsene bietet die Ernährungspyramide

Viele Informationen rund ums Essen in Schwangerschaft und Stillzeit sowie für Babys und Kinder bis 10 Jahre bietet das Programm "Richtig essen von Anfang an!"

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Sollte ich im Umgang mit Lebensmitteln während der Coronavirus-Situation etwas beachten?

Generell ist es bei der Zubereitung von Lebensmitteln immer wichtig, allgemeine Hygieneregeln zu befolgen, um Lebensmittelkontaminationen und durch Lebensmittel übertragene Krankheiten zu vermeiden. Zu den wichtigsten Grundsätzen gehören:

  • Hände, Küche und Geschirr sauber halten
  • Rohes Fleisch, Geflügel, Eier, Milch und Milchprodukte, Fisch und Meerestiere und davon austretende Flüssigkeiten unbedingt von Essfertigem z.B. Salat, Gemüse oder fertig gegarten Speisen trennen. Für die Zubereitung separate Küchenutensilien (z. B. Kochlöffel, Schneidbrett, Messer) und Arbeitsflächen verwenden.
  • Leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Geflügel, Milch und Milchprodukte, Fisch und Meerestiere sollten konstant kühl gelagert werden, am besten im Kühlschrank bei 1 - 5 ° C.
  • Insbesondere leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Geflügel, Eier, Milch und Milchprodukte, Fisch oder Meerestiere, abkochen bzw. durchgaren: die meisten Keime in einem Lebensmittel werden durch Erhitzen auf über 70 °C für 2 Minuten abgetötet.
  • Verdorbene Lebensmittel nicht mehr essen

Weitere Tipps zur Lebensmittelsicherheit, gibt’s hier: www.ages.at/themen/ages-schwerpunkte/sichere-lebensmittel/so-bleibt-dein-lebensmittel-sicher/

Helfen Nahrungsergänzungsmittel gegen das Coronavirus?

Nein, Nahrungsergänzungsmittel können COVID-19 Erkrankungen weder verhindern noch wirksam lindern oder heilen. Derzeit liegen keine aussagekräftigen Studien vor, die einen erwiesenen Schutz vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 beziehungsweise einer COVID-19-Erkrankung durch die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten zeigen.

Grundsätzlich trägt Vitamin D neben anderen Vitaminen und Mineralstoffen zur korrekten Funktion des Immunsystems bei. Eine Vitamin-D-Supplementierung ist dann empfehlenswert, wenn eine ausreichende Versorgung über die körpereigene Produktion von Vitamin D durch Sonnenbestrahlung (UVB-Lichtexposition) und über die Ernährung nicht möglich ist. Sie sollte jedoch unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle des Blutspiegels erfolgen.

Im Gegensatz zu Arzneimitteln dienen Nahrungsergänzungsmittel nicht zur Heilung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten, sie dürfen daher auch keine pharmakologische Wirkung haben. Nahrungsergänzungsmittel dienen zur Ergänzung der normalen Ernährung, in dem sie dem Körper Vitamine, Mineralstoffe und andere Stoffe zuführen. Kranke Personen sollten den Verzehr von Nahrungsergänzungsmitteln immer mit dem behandelnden Arzt absprechen.

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