Überwachung

Zuletzt geändert: 13.03.2017

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind Organismen, deren Erbanlagen mittels gentechnischer Methoden gezielt verändert werden. Es werden Genabschnitte übertragen, um z. B. Pflanzen bestimmte Eigenschaften zu vermitteln, die mit traditioneller Züchtung nicht zu erreichen sind (z. B. Einführung einer Herbizid-Toleranz oder Resistenz gegenüber Viruserkrankungen, Schadinsekten und Pilzbefall). Gentechnisch veränderte Pflanzen werden auch als GV-events (abgeleitet vom Transformationsereignis im Zuge der Herstellung) oder GV-Linien (abgeleitet aus der Kreuzung der pflanzlichen Elternlinien) bezeichnet.

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Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind Organismen, deren Erbanlagen mittels gentechnischer Methoden gezielt verändert werden. Es werden Genabschnitte übertragen, um z. B. Pflanzen bestimmte Eigenschaften zu vermitteln, die mit traditioneller Züchtung nicht zu erreichen sind (z. B. Einführung einer Herbizid-Toleranz oder Resistenz gegenüber Viruserkrankungen, Schadinsekten und Pilzbefall). Gentechnisch veränderte Pflanzen werden auch als GV-events (abgeleitet vom Transformationsereignis im Zuge der Herstellung) oder GV-Linien (abgeleitet aus der Kreuzung der pflanzlichen Elternlinien) bezeichnet.

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Saatgut

Überwachung von gentechisch verändertem Saatgut

Neben den Zulassungskriterien der EU sind im Bereich Saatgut nationale Bestimmungen in Kraft. Die für Saatgut relevanten Regelungen schließen einen Anbau von gentechnisch veränderten Sorten in Österreich aus.

Ein jährlicher Monitoring-Plan wird zur Überprüfung der Regelungen bezüglich des Saatgutes ausgeführt. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei die Untersuchung des Saatgutes im Nationalen Referenzlabor für GVO, wo mit Hilfe von spezifischen Analyseverfahren auf das Vorhandensein von gentechnisch veränderten Samen getestet wird. Für diese Kontrolluntersuchungen darf der Wert etwaiger gentechnisch veränderter Sorten einen Wert von 0,1 % nicht überschreiten. Dieser Grenzwert wird für zugelassene und nicht zugelassene GVO angewandt. Die Ergebnisse dieses Monitorings werden jährlich auf der Homepage des Bundesamtes für Ernährungssicherheit (BAES) veröffentlicht.

Zur Reduzierung des Untersuchungsaufwandes erfolgt zu Beginn auch bei Saatgutuntersuchungen ein GVO-Screening. Nicht durch das Screening erfasste gv-Linien werden mit event-spezifischen Verfahren analysiert.

Anbausaison 2014/2015: Untersuchungsparameter für Mais, Soja und Raps

UntersuchungsparameterScreening-ElementeEvent-spezifische Verfahren
Mais35S/NOS-duplex Mais-REN-00038-3(LY038), Mais-DAS-40278-9
Sojabohne35S/NOS-duplex, CTP2-CP4EPSPS-Gensequenz, pat-GensequenzSoja-DP-305423-1, Soja-BPS-CV127-9, Soja-MON-87701-2, Soja-MON-87708-9, Soja-MON-87769-7
RapsCTP2-CP4EPSPS-Gensequenz, bar-Gensequenz, pat-GensequenzRaps-DP-073496-4

 

BAES: Gentechnikfreiheit bei Saatgut - Monitoringberichte

 

 

Futtermittel

Für das Inverkehrbringen von Futtermittel, die GVO enthalten, sind in der Europäischen Union genaue Kennzeichnungsrichtlinien vorgesehen. Futtermittel, die zugelassene GVO enthalten oder aus zugelassenen GVO hergestellt werden, müssen gekennzeichnet werden. Das gilt nicht für Futtermittel, die maximal 0,9 Prozent gentechnisch verändertes Material einer Kulturart enthalten, sofern dieses Vorkommen zufällig und technisch unvermeidbar erfolgte (Art. 12 der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003).

Gentechnisch veränderte Futtermittel dürfen auch ohne Zulassung in der Europäischen Union in Verkehr gebracht werden, sofern sie den Kriterien der Verordnung (EG) Nr. 619/2011 entsprechen. Voraussetzung dafür ist eine dementsprechende Beurteilung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und ein maximaler Anteil von 0,1 %. Für alle anderen nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen existiert kein Schwellenwert. Selbst Spuren solcher GVO in Futtermittelmitteln oder in aus ihnen hergestellten Produkten werden nicht toleriert. Der Grund für diese Regelung ist der Schutz der Verbraucher vor einer Inverkehrbringung von Produkten welche ein mögliches Gesundheitsrisiko darstellen.

Für die Produktion von Futtermittel aus biologischer Landwirtschaft sind GVO generell verboten, für zufällige bzw. unvermeidbare Beimengungen von GVO wird ein Gehalt von höchstens 0,9 Prozent toleriert.

Die Kontrolle der Futtermittel in Österreich auf nicht zugelassene GVO betreffen vor allem die Kennzeichnung von Soja, Mais und Raps. Auf Basis eines risikobasierten Kontrollplans wird die Probenzahl für die GVO-Untersuchungen jährlich angepasst. Des Weiteren erfolgen im Anlassfall Kontrollen auf gentechnisch veränderten Reis, Leinsamen, Kartoffel, Zuckerrüben und Baumwolle.

Untersuchungen von Futtermittel auf GVO zwischen 2010 bis 2014

JahrAnzahl der UntersuchungenBeanstandungen
201031020
201131521
201267726
201348516
20142521

 

 

 

Lebensmittel

Für das Inverkehrbringen von Lebensmitteln, die GVO enthalten, sind in der Europäischen Union genaue Kennzeichnungsrichtlinien vorgesehen. Lebensmittel, die zugelassene GVO enthalten oder aus zugelassenen GVO hergestellt werden oder Zutaten enthalten, die aus zugelassenen GVO hergestellt werden, müssen gekennzeichnet werden. Das gilt nicht für Lebensmittel, die maximal 0,9 Prozent gentechnisch verändertes Material enthalten, sofern dieses Vorkommen zufällig und technisch unvermeidbar erfolgte (Art. 12 der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003).

Für nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen existiert kein Schwellenwert. Selbst Spuren solcher GVO in Lebensmitteln oder in aus ihnen hergestellten Produkten werden nur toleriert, wenn eine Sicherheitsbewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vorliegt. Der Grund für diese Regelung ist der Schutz der Verbraucher vor einer Inverkehrbringung von Produkten, die ein mögliches Gesundheitsrisiko darstellen.

Für die Produktion von Lebensmitteln aus biologischer Landwirtschaft sind GVO generell verboten, für zufällige bzw. unvermeidbare Beimengungen von GVO wird ein Gehalt von höchstens 0,9 Prozent toleriert.

Die Kontrollen der Lebensmittelaufsicht in Österreich auf nicht zugelassene GVO betreffen vor allem die Kennzeichnung von Soja und Mais. Des Weiteren erfolgen im Anlassfall Importkontrollen und Marktkontrollen von Reis und Papaya.

Für das Inverkehrbringen von Lebensmitteln, die GVO enthalten, sind in der Europäischen Union genaue Kennzeichnungsrichtlinien vorgesehen. Lebensmittel, die zugelassene GVO enthalten oder aus zugelassenen GVO hergestellt werden oder Zutaten enthalten, die aus zugelassenen GVO hergestellt werden, müssen gekennzeichnet werden. Das gilt nicht für Lebensmittel, die maximal 0,9 Prozent gentechnisch verändertes Material enthalten, sofern dieses Vorkommen zufällig und technisch unvermeidbar erfolgte (Art. 12 der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003).

Für nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen existiert kein Schwellenwert. Selbst Spuren solcher GVO in Lebensmitteln oder in aus ihnen hergestellten Produkten werden nur toleriert, wenn eine Sicherheitsbewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vorliegt. Der Grund für diese Regelung ist der Schutz der Verbraucher vor einer Inverkehrbringung von Produkten, die ein mögliches Gesundheitsrisiko darstellen.

Für die Produktion von Lebensmitteln aus biologischer Landwirtschaft sind GVO generell verboten, für zufällige bzw. unvermeidbare Beimengungen von GVO wird ein Gehalt von höchstens 0,9 Prozent toleriert.

Die Kontrollen der Lebensmittelaufsicht in Österreich auf nicht zugelassene GVO betreffen vor allem die Kennzeichnung von Soja und Mais. Des Weiteren erfolgen im Anlassfall Importkontrollen und Marktkontrollen von Reis und Papaya.

Schwerpunktaktionen GVO in Lebensmitteln 2008 bis 2014

JahrSchwerpunktAnzahl
Aktionsproben
Anzahl
beanstandet
2008Mais1111
Soja880
Reis1010
2009Mais871
Soja1261
Reis310
2010Mais410
Soja823
Reis360
Leinsamen453
2011Mais930
Soja780
Reis751
2012Mais750
Soja650
Reis730
Papaya450
2013Mais520
Soja580
Reis1040
Papaya321
2014Mais670
Soja641
Reis800
Papaya 431
2015Mais650
Soja690
Reis730
Papaya441
2016Soja730
Reis660
Papaya502

Links: Informationsseite GVO der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)

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