Neue Züchtungstechniken

Zuletzt geändert: 25.02.2016

In der Europäischen Union wird diskutiert, ob Pflanzen, die aus der Anwendung neuer Züchtungstechniken hervorgehen, als „gentechnisch veränderter Organismus" (GVO) gemäß den einschlägigen EU-Rechtsvorschriften zu definieren sind. Die Einstufung der Pflanzen als GV/nicht-GV ist die entscheidende Frage im Hinblick auf die praktischen Auswirkungen der Anwendung der neuen Techniken in der Pflanzenzüchtung, die Risikobewertung, den Nachweis und die Rückverfolgbarkeit.

Fallen neue Techniken der Pflanzenzüchtung unter die Regelungen für GVO – oder doch nicht? In welchem Umfang müssen mögliche Risiken der Pflanzen und der daraus hergestellten Produkte bewertet werden? Welche Herausforderungen gibt es für Behörden? Kann man noch eindeutige Grenzen zwischen GVO und traditionell gezüchtete Pflanzen ziehen? Wo fängt Gentechnik an, wo hört sie auf, und wann ist es schon Synthetische Biologie? Gibt es schon "Designerpflanzen"?

Expertinnen und Experten der AGES haben diese Fragestellungen in drei Forschungsprojekten (Cisgenetik Report, Neue Pflanzenzüchtungsmethoden, Synthetische Biologie) umfassend beleuchtet. Eines lässt sich zusammenfassend sagen: Eine einfache Antwort auf die brennende Frage nach der Einordnung gibt es tatsächlich nicht, dazu sind die Faktoren zu vielschichtig.

In den Berichten finden sich neben den technischen Grundlagen "Grüner Gentechnik", den Anwendungsmöglichkeiten, Vergleichen zur traditionellen Pflanzenzüchtung und Risikobewertungsansätzen. Es geht dabei nicht um eine Klassifizierung der Züchtungsansätze, sondern darum, Chancen zu nutzen und mögliche Risiken zu erkennen. Die Studien bieten dazu die Diskussionsgrundlage.

Bericht Cisgenetik

Der erste Bericht (erschienen 2012) behandelt Techniken, die schon weit entwickelt sind: Cisgenetik, Intragenetik, Zink-Finger-Nukleasen (ZFN), Oligonukleotid-gerichtete Mutagenese (ODM) und Agroinfiltration. Alle neuen Techniken haben gemeinsam, dass ausschließlich pflanzeneigene oder auf herkömmliche Weise einkreuzbare Gene verwendet bzw. verändert werden.

Cisgenesis - A report on the practical consequences of the application of novel techniques in plant breeding

Neue Pflanzenzüchtungsmethoden

Im zweiten Bericht (erschienen 2013) wird auf weitere Techniken eingegangen, die noch im Forschungsstadium sind oder hauptsächlich für Spezialanwendungen in der Züchtung relevant sind: RNA-abhängige DNA Methylierung (RdDM), Umkehrzüchtung (Reverse breeding) und Veredelung (auf GV-Unterlage).

Die Entscheidung, ob Pflanzen, die durch neue Techniken der Pflanzenzüchtung hergestellt werden, als gentechnisch veränderte Organismen (GVO) oder nicht-GVO eingestuft werden, hat Konsequenzen, die für Gesetzgebung und den Markt relevant sind.

Studie: New plant breeding techniques

Synthetische Biologie

Die dritte Studie (erschienen 2014) konzentriert sich auf Fragen, die im Zusammenhang mit Synthetischer Biologie auftreten. Der Bericht gibt einen Überblick über den aktuellen Status von Definitionen und zeigt den konzeptionellen Rahmen der synthetischen Biologie mit der Vielfalt von Akteuren, Hintergründen und Ansätzen.

Ausgehend vom derzeitigen Stand der Wissenschaft und Technik sowie einer Abschätzung von Anwendungsmöglichkeiten werden Ansätze zur Risikobewertung und des Risikomanagements diskutiert. Der Bericht schließt mit Empfehlungen zum Handlungsbedarf.

Studie: Synthetic Biology

In der Europäischen Union wird diskutiert, ob Pflanzen, die aus der Anwendung neuer Züchtungstechniken hervorgehen, als „gentechnisch veränderter Organismus" (GVO) gemäß den einschlägigen EU-Rechtsvorschriften zu definieren sind. Die Einstufung der Pflanzen als GV/nicht-GV ist die entscheidende Frage im Hinblick auf die praktischen Auswirkungen der Anwendung der neuen Techniken in der Pflanzenzüchtung, die Risikobewertung, den Nachweis und die Rückverfolgbarkeit.

Fallen neue Techniken der Pflanzenzüchtung unter die Regelungen für GVO – oder doch nicht? In welchem Umfang müssen mögliche Risiken der Pflanzen und der daraus hergestellten Produkte bewertet werden? Welche Herausforderungen gibt es für Behörden? Kann man noch eindeutige Grenzen zwischen GVO und traditionell gezüchtete Pflanzen ziehen? Wo fängt Gentechnik an, wo hört sie auf, und wann ist es schon Synthetische Biologie? Gibt es schon "Designerpflanzen"?

Expertinnen und Experten der AGES haben diese Fragestellungen in drei Forschungsprojekten (Cisgenetik Report, Neue Pflanzenzüchtungsmethoden, Synthetische Biologie) umfassend beleuchtet. Eines lässt sich zusammenfassend sagen: Eine einfache Antwort auf die brennende Frage nach der Einordnung gibt es tatsächlich nicht, dazu sind die Faktoren zu vielschichtig.

In den Berichten finden sich neben den technischen Grundlagen "Grüner Gentechnik", den Anwendungsmöglichkeiten, Vergleichen zur traditionellen Pflanzenzüchtung und Risikobewertungsansätzen. Es geht dabei nicht um eine Klassifizierung der Züchtungsansätze, sondern darum, Chancen zu nutzen und mögliche Risiken zu erkennen. Die Studien bieten dazu die Diskussionsgrundlage.

Bericht Cisgenetik

Der erste Bericht (erschienen 2012) behandelt Techniken, die schon weit entwickelt sind: Cisgenetik, Intragenetik, Zink-Finger-Nukleasen (ZFN), Oligonukleotid-gerichtete Mutagenese (ODM) und Agroinfiltration. Alle neuen Techniken haben gemeinsam, dass ausschließlich pflanzeneigene oder auf herkömmliche Weise einkreuzbare Gene verwendet bzw. verändert werden.

Cisgenesis - A report on the practical consequences of the application of novel techniques in plant breeding

Neue Pflanzenzüchtungsmethoden

Im zweiten Bericht (erschienen 2013) wird auf weitere Techniken eingegangen, die noch im Forschungsstadium sind oder hauptsächlich für Spezialanwendungen in der Züchtung relevant sind: RNA-abhängige DNA Methylierung (RdDM), Umkehrzüchtung (Reverse breeding) und Veredelung (auf GV-Unterlage).

Die Entscheidung, ob Pflanzen, die durch neue Techniken der Pflanzenzüchtung hergestellt werden, als gentechnisch veränderte Organismen (GVO) oder nicht-GVO eingestuft werden, hat Konsequenzen, die für Gesetzgebung und den Markt relevant sind.

Studie: New plant breeding techniques

Synthetische Biologie

Die dritte Studie (erschienen 2014) konzentriert sich auf Fragen, die im Zusammenhang mit Synthetischer Biologie auftreten. Der Bericht gibt einen Überblick über den aktuellen Status von Definitionen und zeigt den konzeptionellen Rahmen der synthetischen Biologie mit der Vielfalt von Akteuren, Hintergründen und Ansätzen.

Ausgehend vom derzeitigen Stand der Wissenschaft und Technik sowie einer Abschätzung von Anwendungsmöglichkeiten werden Ansätze zur Risikobewertung und des Risikomanagements diskutiert. Der Bericht schließt mit Empfehlungen zum Handlungsbedarf.

Studie: Synthetic Biology

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