Fleischkonsum & Darmkrebsrisiko

Zuletzt geändert: 27.07.2016

Verarbeitetes Fleisch erhöht Darmkrebsrisiko

Bereits seit längerem ist bekannt, dass ein übermäßiger Verzehr von Fleisch das Krebsrisiko erhöhen kann. Im Jahr 2007 hatte der WCRF (World Cancer Research Fund) im Sinne der Krebsvorsorge einen reduzierten Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch empfohlen. Dies wurde auch in den offiziellen österreichischen Ernährungsempfehlungen - der so genannten "Österreichische Ernährungspyramide" - berücksichtigt. Demnach sollten pro Woche maximal drei Portionen fettarmes Fleisch oder fettarme Wurstwaren (1 Portion ist ca. ein Handteller, oder 300–450 Gramm pro Woche) konsumiert werden. Rotes Fleisch und Wurstwaren sollten eher selten auf dem Speiseplan stehen.

Allerdings liegt die durchschnittliche Aufnahme von Wurst und Fleischwaren laut Österreichischem Ernährungsbericht klar über den Empfehlungen. Demgegenüber steht ein zu niedriger Konsum von Lebensmitteln wie Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Fisch und Hülsenfrüchten. (Österreichischer Ernährungsbericht 2012).


Internationale Krebsforschungsagentur bestätigt Zusammenhang

Eine aktuell veröffentlichte Neubewertung der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC) stuft nach der Bewertung von über 800 Studien den Zusammenhang für Wurst und Fleischwaren (Würstel, Schinken und anderes verarbeitetes Fleisch) mit Darmkrebs nun als gesichert ein. Für rotes Fleisch (Rind, Kalb, Schwein, Schaf, Ziege, Pferd) gilt der Zusammenhang für Darmkrebs als wahrscheinlich. Die Datenlage ist diesbezüglich jedoch begrenzt. Weitere Forschung ist erforderlich.

Für die Entstehung von krebserregenden oder vermutlich krebserregenden Stoffen wird unter anderem die Zubereitung von Fleisch und Wurstwaren verantwortlich gemacht. Schädliche Stoffe können sich zum Beispiel beim Grillen, Braten, Räuchern, Trocknen oder Pökeln bilden.

Die Arbeitsgruppe des IARC kommt zum Schluss, dass das Darmkrebsrisiko je 50 Gramm täglich konsumiertes verarbeitetes Fleisch um 18 Prozent steigt. Bei einer Hochrechnung gemäß der jährlichen Darmkrebsneuerkrankungsrate in Österreich (Statistik Austria 2012: 3,6 % bei Männern; 2 % bei Frauen) würde dies folgendes bedeuten: In Österreich erkranken pro Jahr statistisch gesehen 36 von 1.000 Männern bis zu ihrem 75. Lebensjahr an Darmkrebs. Würden diese 1.000 Männer täglich zusätzlich 50 Gramm verarbeitetes Fleisch verzehren, würden demnach 42 Männer an Darmkrebs erkranken. Bei Frauen würden jährlich 24 anstelle von 20 an Darmkrebs erkranken.

Anzumerken ist jedoch, dass bei der Entstehung vieler ernährungsabhängiger Erkrankungen ein Zusammenspiel vieler Faktoren eine große Rolle spielt. Neben Fehlernährung sind Umweltfaktoren, aber auch Vererbung und das sonstige gesundheitsrelevante Verhalten (Rauchen, Alkoholkonsum, Bewegungsmangel etc.) von Bedeutung.

Quellen & Links

Bereits seit längerem ist bekannt, dass ein übermäßiger Verzehr von Fleisch das Krebsrisiko erhöhen kann. Im Jahr 2007 hatte der WCRF (World Cancer Research Fund) im Sinne der Krebsvorsorge einen reduzierten Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch empfohlen. Dies wurde auch in den offiziellen österreichischen Ernährungsempfehlungen - der so genannten "Österreichische Ernährungspyramide" - berücksichtigt. Demnach sollten pro Woche maximal drei Portionen fettarmes Fleisch oder fettarme Wurstwaren (1 Portion ist ca. ein Handteller, oder 300–450 Gramm pro Woche) konsumiert werden. Rotes Fleisch und Wurstwaren sollten eher selten auf dem Speiseplan stehen.

Allerdings liegt die durchschnittliche Aufnahme von Wurst und Fleischwaren laut Österreichischem Ernährungsbericht klar über den Empfehlungen. Demgegenüber steht ein zu niedriger Konsum von Lebensmitteln wie Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Fisch und Hülsenfrüchten. (Österreichischer Ernährungsbericht 2012).


Internationale Krebsforschungsagentur bestätigt Zusammenhang

Eine aktuell veröffentlichte Neubewertung der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC) stuft nach der Bewertung von über 800 Studien den Zusammenhang für Wurst und Fleischwaren (Würstel, Schinken und anderes verarbeitetes Fleisch) mit Darmkrebs nun als gesichert ein. Für rotes Fleisch (Rind, Kalb, Schwein, Schaf, Ziege, Pferd) gilt der Zusammenhang für Darmkrebs als wahrscheinlich. Die Datenlage ist diesbezüglich jedoch begrenzt. Weitere Forschung ist erforderlich.

Für die Entstehung von krebserregenden oder vermutlich krebserregenden Stoffen wird unter anderem die Zubereitung von Fleisch und Wurstwaren verantwortlich gemacht. Schädliche Stoffe können sich zum Beispiel beim Grillen, Braten, Räuchern, Trocknen oder Pökeln bilden.

Die Arbeitsgruppe des IARC kommt zum Schluss, dass das Darmkrebsrisiko je 50 Gramm täglich konsumiertes verarbeitetes Fleisch um 18 Prozent steigt. Bei einer Hochrechnung gemäß der jährlichen Darmkrebsneuerkrankungsrate in Österreich (Statistik Austria 2012: 3,6 % bei Männern; 2 % bei Frauen) würde dies folgendes bedeuten: In Österreich erkranken pro Jahr statistisch gesehen 36 von 1.000 Männern bis zu ihrem 75. Lebensjahr an Darmkrebs. Würden diese 1.000 Männer täglich zusätzlich 50 Gramm verarbeitetes Fleisch verzehren, würden demnach 42 Männer an Darmkrebs erkranken. Bei Frauen würden jährlich 24 anstelle von 20 an Darmkrebs erkranken.

Anzumerken ist jedoch, dass bei der Entstehung vieler ernährungsabhängiger Erkrankungen ein Zusammenspiel vieler Faktoren eine große Rolle spielt. Neben Fehlernährung sind Umweltfaktoren, aber auch Vererbung und das sonstige gesundheitsrelevante Verhalten (Rauchen, Alkoholkonsum, Bewegungsmangel etc.) von Bedeutung.

Quellen & Links

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