Die Welt ist nicht keimfrei...

Zuletzt geändert: 10.11.2016

Mikroorganismen - die ersten Lebensformen

Unsere Umwelt ist nicht keimfrei: Mikroorganismen gibt es seit 3,8 Milliarden auf der Erde. Sie kommen überall vor und bilden 70 Prozent der lebenden Materie (Biomasse) auf unserem Planeten. Auf und in jedem Menschen leben 10 bis 100 Mal mehr Mikroorganismen als der Mensch Körperzellen besitzt.

Die Haut- und Schleimhautflora des Menschen sowie der durch Bakterien gebildete „Säuremantel“ von Haut und Schleimhäuten haben eine wichtige Schutzfunktion gegen Infektionen. In der Umwelt erfüllen Mikroorganismen ebenfalls wesentliche Funktionen. Beispielsweise wird organisches Material (von Pflanzen oder Tieren) von Mikroorganismen wieder in kleinste Bauteile zerlegt – Kläranlagen würden ohne sie nicht funktionieren. Schließlich werden Bakterien und Pilze auch in der Lebensmittelproduktion bewusst eingesetzt, beispielsweise bei der Herstellung von Käse und Joghurt, der Reifung von Würsten oder der alkoholischen Gärung (Wein, Bier).

Angesichts der immensen Zahl an Arten von Mikroorganismen gibt es vergleichsweise wenige Keime, die Krankheiten verursachen können. Ihre Auswirkungen sind aber viel unmittelbarer sichtbar: Infektionen verantworteten 2008 in den Entwicklungsländern 34 Prozent aller Todesfälle. In den Industrieländern sind es dagegen nur etwa zwei Prozent.

Lebensmittel und Keime

Da Mikroorganismen überall vorkommen, fehlen sie auch in der Tierhaltung und im Ackerbau nicht: Rohmilch weist nach dem Melkvorgang, auch wenn sie unter optimalen Bedingungen gewonnen wurde, tausende Bakterien pro ml auf, darunter vereinzelt auch Krankheitserreger. Darum sollte Milch auch nur nach Erhitzung getrunken werden. Auf Pflanzen sind geringe Verunreinigungen durch Erde – in der eine Vielzahl von Mikroorganismen enthalten ist – kaum vermeidbar. Fleisch enthält an der Oberfläche immer geringe Mengen an Mikroorganismen. Lebensmittel werden zwar auf einem sehr hohen Sicherheitsstandard hergestellt, sind aber meist nicht „absolut“ frei von Mikroorganismen, außer z. B. in sterilisierten Gebinden wie Konservendosen oder nach Bestrahlung (dieses Verfahren ist in Europa aber meist nicht gestattet).

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Unsere Umwelt ist nicht keimfrei: Mikroorganismen gibt es seit 3,8 Milliarden auf der Erde. Sie kommen überall vor und bilden 70 Prozent der lebenden Materie (Biomasse) auf unserem Planeten. Auf und in jedem Menschen leben 10 bis 100 Mal mehr Mikroorganismen als der Mensch Körperzellen besitzt.

Die Haut- und Schleimhautflora des Menschen sowie der durch Bakterien gebildete „Säuremantel“ von Haut und Schleimhäuten haben eine wichtige Schutzfunktion gegen Infektionen. In der Umwelt erfüllen Mikroorganismen ebenfalls wesentliche Funktionen. Beispielsweise wird organisches Material (von Pflanzen oder Tieren) von Mikroorganismen wieder in kleinste Bauteile zerlegt – Kläranlagen würden ohne sie nicht funktionieren. Schließlich werden Bakterien und Pilze auch in der Lebensmittelproduktion bewusst eingesetzt, beispielsweise bei der Herstellung von Käse und Joghurt, der Reifung von Würsten oder der alkoholischen Gärung (Wein, Bier).

Angesichts der immensen Zahl an Arten von Mikroorganismen gibt es vergleichsweise wenige Keime, die Krankheiten verursachen können. Ihre Auswirkungen sind aber viel unmittelbarer sichtbar: Infektionen verantworteten 2008 in den Entwicklungsländern 34 Prozent aller Todesfälle. In den Industrieländern sind es dagegen nur etwa zwei Prozent.

Lebensmittel und Keime

Da Mikroorganismen überall vorkommen, fehlen sie auch in der Tierhaltung und im Ackerbau nicht: Rohmilch weist nach dem Melkvorgang, auch wenn sie unter optimalen Bedingungen gewonnen wurde, tausende Bakterien pro ml auf, darunter vereinzelt auch Krankheitserreger. Darum sollte Milch auch nur nach Erhitzung getrunken werden. Auf Pflanzen sind geringe Verunreinigungen durch Erde – in der eine Vielzahl von Mikroorganismen enthalten ist – kaum vermeidbar. Fleisch enthält an der Oberfläche immer geringe Mengen an Mikroorganismen. Lebensmittel werden zwar auf einem sehr hohen Sicherheitsstandard hergestellt, sind aber meist nicht „absolut“ frei von Mikroorganismen, außer z. B. in sterilisierten Gebinden wie Konservendosen oder nach Bestrahlung (dieses Verfahren ist in Europa aber meist nicht gestattet).

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