Lebensmittelsicherheit

Für die Lebensmittelsicherheit in Österreich sorgen hohe Qualitätsstandards und ein dicht geknüpftes Netz von Kontrollen, das bei den Erzeugern beginnt und bei EU-weiten Überwachungsprogrammen endet.

Lebensmittel, die in Supermärkten, Gasthäusern oder andere Verkaufsstellen angeboten werden, unterliegen der Kontrolle durch die Lebensmittelaufsicht der Bundesländer. Nach einem risikobasierten Kontrollplan werden diese Unternehmen von den zuständigen österreichischen Behörden überprüft und beprobt. Die AGES unterstützt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und die Länder mit fachlichem Knowhow bei der Erstellung der Proben- und Revisionsplanung.

Jedes Jahr werden in Österreich circa 30.000 Lebensmittelproben von der AGES und den Lebensmitteluntersuchungsanstalten der Bundesländer (Wien, Kärnten, Vorarlberg) untersucht. Die Gutachten dieser Labors werden an die Behörden der Bundesländer übermittelt. Im Jahr 2013 waren von insgesamt 31.333 untersuchten Lebensmittelproben 0,4 Prozent gesundheitsschädlich.

Produktrückrufe und Produktwarnungen

Die AGES stellt Informationen über Warnungen und Produktrückrufe bei Lebensmitteln und Kinderspielzeug (laut LMSVG - Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz) sowie Arzneimitteln und Medizinprodukten (laut AMG, MPG - Arzneimittelgesetz, Medizinproduktegesetz) zur Verfügung.

AGES Lebensmittelanalytik

Die ExpertInnen der AGES untersuchen und begutachten Lebens- und Futtermittel. Die Analytik reicht von Untersuchungen auf Rückstände von Tierarzneimitteln, Hormonen, Pflanzenschutzmitteln, Mykotoxinen, sonstigen Kontaminanten bis hin zu gentechnisch veränderten Organismen (GVO) sowie Inhalts- und Zusatzstoffen in Lebens- und Futtermitteln. In verschiedenen Bereichen sind die AGES-Labors Nationale Referenzlabors für Österreich.

AGES als Kontaktstelle Österreichs für EU-Schnellwarnsystem

In jedem EU Mitgliedstaat gibt es eine nationale Kontaktstelle, die für das Informationsmanagement innerhalb ihres Landes zuständig ist. Für Österreich ist diese in der AGES angesiedelt. Nach Einlangen einer Meldung über ein Risiko durch ein Lebens- oder Futtermittel aus einem anderen EU Mitgliedstaat wird von der AGES Kontaktstelle beurteilt, ob das Produkt nach Österreich gekommen ist. Die Warnmeldungen werden an die zuständigen Behörden in den einzelnen Bundesländern weitergeleitet, die dann nötige Maßnahmen einleiten.

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