Europäische Gelsenkonferenz in der AGES: Forscherinnen und Forscher präsentieren neueste Erkenntnisse

Drohnen, die Gelsen-Brutstätten aufspüren und die Eigelege bekämpfen; Zucht und Freisetzung steriler Gelsen-Männchen, wodurch die Vermehrung der Gelsen eingedämmt wird; überregionale Überwachungsprogramme, an denen auch Bürgerinnen und Bürger als „Citizen Scientists“ gebietsfremde Gelsen aufspüren: Die Überwachung und Kontrolle von Gelsen bekommt europaweit einen immer höheren Stellenwert. Die neuesten Einblicke in die Kontrolle von Gelsen werden bei der 10. Internationalen Konferenz der European Mosquito Control Association präsentiert, die von 3. bis 7. Oktober in der AGES stattfindet.

In Folge der Klimakrise treten europaweit und somit auch in Österreich verstärkt exotische Zecken oder Gelsen-Arten wie die Asiatische Tigermücke und neue Krankheitserreger wie das West Nil Virus auf. Die AGES betreibt daher bereits seit 10 Jahren ein Gelsenmonitoring zur Überwachung gebietsfremder Gelsen und neuer Krankheitserreger. Da das Problem der Ausbreitung gebietsfremder Gelsenarten europaweit besteht, wurde das EU-Projekt AIM-COST initiiert, dessen Ziel der Aufbau eines grenzüberschreitenden Netzwerks von Partnern in ganz Europa ist. 2020 führten 22 teilnehmende Länder erstmals nach einem einheitlichen Schema ein Monitoringprojekt durch. In Österreich wurde diese Studie durch die AGES in Kooperation mit der der Veterinärmedizinischen Universität Wien organisiert und mit Hilfe mehrerer Projektpartner (Biologische Station Illmitz, Gelsenbekaempfung Leithaauen, Inatura, Landesmuseum Klagenfurt, Museum Joanneum (Graz), Universität Innsbruck, Universität Salzburg, Verein Biologische Gelsenregulierung March-Thaya-Auen) durchgeführt. Im Rahmen dieses Monitorings werden nach europäisch einheitlichen Standards mittels Ovitraps („Eigelegefallen“), das Auftreten und die Verbreitung gebietsfremder Gelsenarten erfasst. Dabei konnte erstmals ein Überblick über die bisherige Verbreitung der Japanischen Buschmücke im Land generiert werden. Die Asiatische Tigermücke wurde mittlerweile in Tirol, Niederösterreich, der Steiermark und Wien nachgewiesen.

10. Internationale Konferenz der European Mosquito Control Association

Abstracts der Veranstaltung

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