Ist Fleisch mit Hormonen verseucht?

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Fleisch

Aus Gründen des Tierschutzes und des Konsumentenschutzes sowie aus ökonomischen Gründen (betrieblicher Konkurrenzvorteil) ist der Einsatz von Masthilfsmitteln bei Nutztieren und Tieren der Aquakultur in der Europäischen Union verboten (Richtlinie 96/22/EG, Richtlinie 2008/97/EG). In Österreich ist dieses Verbot in der Hormonverordnung 2009 (BGBl. II Nr. 218/2009) festgelegt.

Für einige Substanzen gibt es für bestimmte Zwecke Ausnahmeregelungen, wie etwa zu therapeutischen Zwecken oder zum Zwecke der Tierzucht. Eine derartige Anwendung darf nur von einem Tierarzt vorgenommen werden und ist aufzeichnungspflichtig. Die Ausnahmen für therapeutische Behandlung bzw. für tierzüchterische Behandlungen finden Sie im Anhang III und im Anhang IV der Hormonverordnung.

Die Kontrolle von Fleisch, Milch, Eiern und Honig auf Rückstände von Tierarzneimitteln und Hormonen erfolgt in Österreich auf Basis eines Nationalen Rückstandskontrollplans (NRKP). Die Hauptziele des NRKPs sind das Aufdecken illegaler Anwendung von verbotenen bzw. nicht zugelassenen Stoffen sowie die Kontrolle des gesetzeskonformen Einsatzes von zugelassenen Arzneimitteln sowie die Erfassung von Umweltkontaminanten (Pestizide, Schwermetalle, Mykotoxine etc.).

Die Kontrolle auf Rückstände und Kontaminanten in Österreich ergibt über die Jahre gesehen ein sehr positives Ergebnis. Im Jahr 2015 wurden in 21 aus insgesamt 9.722 untersuchten Planproben Rückstände und Kontaminanten gefunden, die zu einer Überschreitung von Grenzwerten geführt haben bzw. bei denen nicht zugelassene oder verbotene Stoffe nachgewiesen werden konnten. Dies entspricht einem Anteil von nur 0,2 %.

Weitere Infos: AGES Rückstandskontrollplan 

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