AGES zu Mineralöl-Rückständen

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Zuletzt geändert: 26.10.2019

Mineralölverbindungen können in Lebensmitteln vorkommen. Sie gelangen aus unterschiedlichen Eintragsquellen in die Lebensmittel, wie zum Beispiel durch Schmierstoffe aus Maschinen zur Ernte, im Herstellungs- oder Verpackungsprozess beziehungsweise aus bestimmten Lebensmittelverpackungen (z. B. aus Recyclingkartons). Auch eine umweltbedingte Grundbelastung von Lebensmittelrohstoffen mit Mineralölkohlenwasserstoffen z. B. durch Abgas von Benzinmotoren, Emissionen aus Energieversorgungs- und Industrieanlagen sowie Feinstaub asphaltierter Straßen möglich. Einige Pflanzen enthalten aber auch von Natur aus gewisse Kohlenwasserstoff-Verbindungen (Pflanzenwachse).

Mineralöle sind komplexe Gemische aus Kohlenwasserstoffverbindungen die in gesättigter (MOSH - mineral oil saturated hydrocarbons) und aromatischer Form (MOAH - mineral oil aromatic hydrocarbons) vorkommen. Natürliche Kohlenwasserstoff-Verbindungen in Pflanzenwachsen sind den MOSH in ihrer chemischen Struktur sehr ähnlich und daher von diesen analytisch schwer zu unterscheiden.

Wie eine EFSA-Studie zeigt, nehmen Menschen täglich zwischen 0,03 mg und 0,3 MOSH pro Kilogramm Körpergewicht über Lebensmittel auf. Die Aufnahme von MOAH liegt bei etwa 20 Prozent der Werte für MOSH, also zwischen 0,006 und 0,06 mg/Kilogramm Körpergewicht pro Tag.

Seitens der EU-Kommission befindet sich eine derzeit durchgeführte Monitoringaktion zur Datensammlung von Verunreinigungen von Mineralölkohlenwasserstoffen in Lebensmitteln in seiner Endphase. Basierend auf diesen Ergebnissen können auf europäischer Ebene gezielt Minimierungsmaßnahmen und rechtliche Vorgaben ausgearbeitet werden, um den Gehalt an Mineralölen in Lebensmitteln zu senken bzw. eine Kontamination zu vermeiden.

Präventiv werden in Österreich im Rahmen des nationalen Kontrollplans Produktgruppen auf Mineralölkontaminationen geprüft. Eine Zusammenfassung der zu dieser Thematik untersuchten Proben ist dem jährlichen Lebensmittelsicherheitsbericht zu entnehmen.

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