AGES beteiligt sich an Abklärung eines europaweiten Salmonellen-Ausbruchs

Zuletzt geändert: 08.04.2019

Ausbruch verursacht durch Salmonella Poona

Die französischen Gesundheitsbehörden haben am 8. Februar 2019 einen Krankheitsausbruch, verursacht durch Salmonella Poona, gemeldet. Im Zeitraum August 2018 bis Jänner 2019 sind in Frankreich 14 Säuglinge an diesem Erreger erkrankt. Die französischen Behörden gehen von einer in Spanien industriell hergestellten Säuglingsnahrung auf Reis-Basis (Fertigprodukt als Pulver) als Ausbruchsquelle aus. In Frankreich wurde dieses Produkt zurückgerufen. Unter dem Produktnamen Modilac™ wurde diese Säuglingsnahrung auch in Libyen, Marokko, Spanien, Syrien, Vietnam und Tunesien vertrieben.

Mehrere europäische Staaten haben seit 2018 ebenfalls Infektionen mit Salmonella Poona gemeldet (Belgien, Deutschland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz Spanien, Tschechische Republik).

In Österreich, wo die verdächtigte Säuglingsnahrung offiziell nicht im Handel ist, wurde Salmonella Poona im Juli 2018 bei einem erkrankten Säugling nachgewiesen. Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) hat die AGES mit der Abklärung beauftragt. Mittels Ganzgenomsequenzierung konnte nachgewiesen werden, dass der österreichische Erkrankungsfall diesem europaweiten Ausbruch nicht zuzuzählen ist. Die Infektionsquelle für den österreichischen Einzelfall  konnte nicht identifiziert werden.

Rückruf des französischen Gesundheitsministeriums

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