Klimawandel, Umweltverschmutzung, Gesundheit und Ernährung: Frauen sind besorgter

Zuletzt geändert: 17.04.2018

Der „Risikobarometer Umwelt & Gesundheit“, der von der AGES gemeinsam mit dem Umweltbundesamt durchgeführt wurde, zeigt, dass es sowohl bei der Risikowahrnehmung als auch beim Risikoverhalten geschlechterspezifische Unterschiede gibt: nicht alle Themen beunruhigen Frauen und Männer gleichermaßen, außerdem ändern Frauen ihr Verhalten aufgrund eines Risikoberichts eher als Männer.

Risikothemen, die Frauen beunruhigen

In Bezug auf die Risikothemen Klimawandel, Umweltverschmutzung, Gesundheit und Ernährung besorgt Frauen die Thematik Umweltverschmutzung mehr als Männer. Sie sind bei den Themen Radioaktivität, Bodenqualität, Flächenversiegelung/Flächenverbrauch, Verlust naturnaher Lebensbereiche, Luftqualität, Pflanzenschutzmittel, Abfallmengen und Wasserqualität stärker beunruhigt als Männer.

Auch spezielle Themen der Gesundheit beunruhigen Frauen mehr. Vor allem die Themen Krankheitserreger, Antibiotika und Resistenzen, Arzneimittel-Nebenwirkungen und Auswirkungen von Chemikalien und Schadstoffen beunruhigen Frauen signifikant öfter als Männer.

Betreffend Klimawandel beunruhigen Frauen die Themen neue Krankheiten für Menschen sowie verstärkter Schädlingsdruck in der Land- und Fortwirtschaft mehr.

Signifikant häufiger beunruhigt sind Frauen zudem bei den Ernährungsthemen Konsumententäuschung, Antibiotikarückstände, Zusätze von Farbstoffen, Inhaltsstoffe und hormonähnliche Stoffe, schädliche Stoffe, die bei der Zubereitung von Lebensmitteln entstehen sowie Schimmelgifte in Lebens- und Futtermitteln.

Der weibliche Risikotyp: Die Besorgte

Frauen sind dem Risikotyp der BESORGTEN zuzuordnen. Sie sind über die meisten Themen hochgradig beunruhigt, nutzen zwar vielfältige Informationsquellen (Fernsehen, Internet, Freunde), fühlen sich aber dennoch nicht gut informiert. Daher bleiben sie beunruhigt und ändern ihr Verhalten aufgrund von Risikoberichten meist nur kurzfristig.

Männer hingegen gehören eher zum Risikotyp der UNBELEHRBAREN, sie sind nicht besorgt, nutzen in erster Linie das Internet zur Informationsbeschaffung, fühlen sich daher gut informiert und sehen deswegen keine Veranlassung, ihr Verhalten aufgrund von Risikoberichten zu ändern.

Risikobarometer Umwelt & Gesundheit

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