Futtermittel

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Zuletzt geändert: 27.11.2018

Laut Futtermittel-Recht versteht man unter Futtermittel unterschiedliche pflanzliche oder tierische Erzeugnisse im natürlichen Zustand, frisch oder haltbar gemacht, und die Erzeugnisse ihrer industriellen Verarbeitung sowie organische oder anorganische Stoffe, die zur Tierernährung bestimmt sind.

Futtermittel stehen am Beginn der menschlichen Lebensmittelkette und stellen somit eine wichtige Grundlage für die Erzeugung unserer Nahrungsmittel dar. Einwandfreie Futtermittel sind die Voraussetzung für einen gesunden und leistungsfähigen Tierbestand. Neben Nutztierfuttermitteln müssen auch Heimtierfuttermittel überwacht werden mit denen viele Menschen oft tagtäglich in Berührung kommen.

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Laut Futtermittel-Recht versteht man unter Futtermittel unterschiedliche pflanzliche oder tierische Erzeugnisse im natürlichen Zustand, frisch oder haltbar gemacht, und die Erzeugnisse ihrer industriellen Verarbeitung sowie organische oder anorganische Stoffe, die zur Tierernährung bestimmt sind.

Futtermittel stehen am Beginn der menschlichen Lebensmittelkette und stellen somit eine wichtige Grundlage für die Erzeugung unserer Nahrungsmittel dar. Einwandfreie Futtermittel sind die Voraussetzung für einen gesunden und leistungsfähigen Tierbestand. Neben Nutztierfuttermitteln müssen auch Heimtierfuttermittel überwacht werden mit denen viele Menschen oft tagtäglich in Berührung kommen.

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Nationale Referenzlabore

Futtermittel

Futtermittel dienen der Ernährung von Nutztieren und Heimtieren. Futtermittel für Nutztiere stehen am Anfang der Nahrungsmittelkette und haben somit großen Einfluss auf die Lebensmittelsicherheit. Um diese gewährleisten zu können und für eine optimale Ernährung unserer Nutztiere ist der Einsatz qualitativ hochwertiger und vor allem sicherer und damit gesetzeskonformer Futtermittel unabdingbar.

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Futtermittel dienen der Ernährung von Nutztieren und Heimtieren. Futtermittel für Nutztiere stehen am Anfang der Nahrungsmittelkette und haben somit großen Einfluss auf die Lebensmittelsicherheit. Um diese gewährleisten zu können und für eine optimale Ernährung unserer Nutztiere ist der Einsatz qualitativ hochwertiger und vor allem sicherer und damit gesetzeskonformer Futtermittel unabdingbar.

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Informationsfolder

    Leistungsspektrum TIF (345 K)
    Folder - Leistungsspektrum Futtermittel und technologische Wertprüfung
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Analytik

Die analytischen Laboratorien und Nationalen Referenzlabors des Instituts für Tierernährung & Futtermittel sind nach der internationalen Norm EN ISO 17025 für die Verfahren, die im Akkreditierungsumfang auf der Homepage der BMWFW angeführt sind, akkreditiert (Prüfstelle Geschäftsfeld Ernährungssicherheit , LWT Wien / Ident. Nr. 369), wodurch transparente & objektive Abläufe und qualitätsgesicherte Ergebnisse gewährleistet sind.

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Häufig gestellte Fragen zu Futtermitteluntersuchungen

Was kann in der AGES untersucht werden?

Was kann in der AGES untersucht werden?

Alle im Handel befindlichen & selbst erzeugten Futtermittel, sowie alle Pflanzen, die zur Verfütterung an Tiere dienen, aber auch Getreide & landwirtschaftliche Kulturpflanzen. Unser Leistungsspektrum umfasst dabei folgende analytische Untersuchungen: Inhaltsstoffe, Nährwert, Zusatzstoffe, Mineralstoffe, Spurenelemente, Schwermetalle, mikrobiologische Parameter (z.B. Salmonellen), mikroskopische Untersuchungen und technologische Eigenschaften (z.B. Fallzahl);
Zudem werden auch Formalprüfungen, wie etwa die Überprüfung der Kennzeichnung, durchgeführt.
Die detaillierte Übersicht über unser Leistungsspektrum entnehmen Sie bitte unserem Untersuchungskatalog.

Wo kann die Probe abgeben werden?

Wo kann die Probe abgeben werden?

Sie können Ihre Proben an folgenden Standorten abgeben bzw. auf dem Postweg schicken:

  • AGES Wien, Spargelfeldstraße 191, A-1220 Wien, Tel.: 05 0555-0
    (allgemeine Probenannahme für alle Untersuchungen, Mo-Fr 07.00-16.30h)
  • AGES Linz, Wieningerstraße 8, A-4020 Linz, Tel.: 05 0555-41111
    (für Proben, die ausschließlich auf Elemente und/oder mikrobiologische Parameter untersucht werden, Mo-Do 07.30-15.30h, Fr 07.30-15h)

Was muss beim Probenversand beachtet werden?

Was muss beim Probenversand beachtet werden?

Legen Sie beim Probenversand bitte unbedingt unser Auftragsschreiben bei.
Bitte beachten Sie vor allem, dass der Versandbehälter fest & möglichst luftdicht verschlossen ist (Verwenden Sie nach Möglichkeit KEINE Glasgebinde). Für eine repräsentative homogene Probe sollte die Menge des Probenmaterials 1/2kg - 1Kg (500g - 1000g) nicht unterschreiten. Soll die Kühlkette (z.B. bei feuchten Proben) nicht unterbrochen werden, ist dies bitte DEUTLICH auf der Verpackung anzumerken.

Wie lange dauert eine Futtermitteluntersuchung im Allgemeinen?

Wie lange dauert eine Futtermitteluntersuchung im Allgemeinen?

Die Dauer hängt von der jeweiligen Fragestellung und der Anzahl der zu analysierenden Probenparametern ab. Generell lässt sich jedoch sagen, dass 95% unserer Analysen innerhalb von 14 Tagen erledigt sind.
Zu beachten ist, dass mikrobiologische Untersuchungen (Keimzahl etc.) mit kulturellen Methoden (Zellwachstum auf geeigneten Nährmedien) erfolgen, die für einige Zeit bebrütet werden müssen und daher mindestens eine Woche in Anspruch nehmen. Bei der Untersuchung auf Dioxin und dioxinähnliche PCBs ist mit einer Analysendauer von mindestens drei Wochen zu rechnen.
Bei besonders dringenden Analysen (Gefahr in Verzug) kontaktieren Sie bitte umgehend unsere MitarbeiterInnen (Tel.: 050-555 33216).

Wieviel kostet eine Futtermitteluntersuchung?

Wieviel kostet eine Futtermitteluntersuchung?

Die Kosten für Ihre Futtermitteluntersuchung sind abhängig von den gewünschten Parametern und vom jeweiligen Untersuchungsaufwand und belaufen sich zwischen rund 20 € und 450 € je Untersuchung.
Für eine genaue Kostenauskunft für die Parameter Ihrer Wahl kontaktieren Sie bitte das Institut für Tierernährung und Futtermittel.

Sind die Untersuchungsergebnisse auch online abrufbar?

Sind die Untersuchungsergebnisse auch online abrufbar?

Derzeit besteht noch nicht die Möglichkeit, Prüfungsergebnisse online abzurufen. Zwischenberichte oder Vorabinfomationen können jedoch auf Wunsch gerne elektronisch (per Email) übermittelt werden.

Was ist eine „Weender Analyse“?

Was ist eine „Weender Analyse“?

Die "Weender Analyse" ist das Standardverfahren zur Bestimmung der Standard-Futtermittelinhaltsstoffe.
Die einfache Weender Analyse beinhaltet die Bestimmung von Rohprotein, Rohfett, Rohasche, Rohfaser & Feuchtigkeit. Die erweiterte Weender Analyse umfasst zusätzlich die Analyse von Stärke und Zucker.
Die mittels einfacher Weender Analyse ermittelten Inhaltsstoffe gehören zu den obligat vorgeschriebenen Kennzeichnungsbestandteilen von Allein- und Ergänzungsfuttermitteln (mit Ausnahme von Mineralergänzungsfuttermitteln) für zur Lebensmittelgewinnung dienende Tiere, aber auch für Katzen, Hunde und Pelztiere gemäß VO (EG) 767/2009.

Was sind unerwünschte Stoffe in Futtermitteln?

Was sind unerwünschte Stoffe in Futtermitteln?

Zu den unerwünschten Stoffen in Futtermitteln zählen unter anderem Schwermetalle (wie Arsen, Blei, Cadmium, Quecksilber), Mykotoxine (wie Deoxynivalenol oder Aflatoxine), pflanzeneigene Toxine (wie Gossypol oder Theobromin), Nitrit, Blausäure, Organische Chlorverbindungen sowie Dioxine und dioxinähnliche Verbindungen (PCBs);
Unerwünschte Stoffe sind Stoffe oder Erzeugnissen mit Ausnahme von Krankheitserregern, die in und/oder auf einem zur Tierernährung bestimmten Erzeugnis vorhanden sind und eine potenzielle Gefahr für die Gesundheit von Mensch oder Tier oder für die Umwelt darstellen oder die tierische Erzeugung beeinträchtigen können.

Kontakt - Office - Wien

Institut für Tierernährung und Futtermittel
Telefon: +43 50 555-33216
Fax: +43(0)5 0555 33212
Spargelfeldstraße 191
1220 Wien



Institut für Tierernährung und Futtermittel
Telefon: +43 50 555-33216
Fax: +43(0)5 0555 33212
Spargelfeldstraße 191
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RASFF

Das Europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) ist eine zentrale Informationsplattform für die nationalen Behörden aller  EU-Mitgliedstaaten über wichtige und aktuell vorkommende Risiken am  Lebens - und Futtermittelsektor. Die AGES ist bereits seit 2002 RASFF Kontaktstelle für Futtermittel (Wien) und seit 2007 nationale Kontaktstelle für Lebensmittel (Salzburg).

Ab 1.1.2014 werden regelmäßig  RASFF Wochenmeldungen zu Futtermitteln in anonymisierter Form zur Verfügung gestellt.  Ziel  ist die Information  über die wichtigsten und aktuellsten Risiken am Futtermittelsektor im  EU Raum.

Es besteht kein Anspruch auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit. Die einzelnen Meldungen zu Lebensmittel und Futtermittel können auch in anonymisierter Form auf dem öffentlich zugänglichen RASFF Portal der Europäischen Kommission abgerufen werden: https://webgate.ec.europa.eu/rasff-window/portal/

Bei Fragen zu diesem Thema können Sie das Institut für Tierernährung und Futtermittel  kontaktieren: futtermittelno@Spam@agesno.Spam.at  oder  +43(0)5 0555 33216

Wochenmeldungen 2018

Wochenmeldungen 2017

Wochenmeldungen 2016

QS

Logo von Qualität und Sicherheit GmbH - ein blauer Pfeil in Drehrichtung Uhrzeigersinn

QS ist das weltweit größte Prüfsystem für sichere Lebensmittel, das alle an der Lebensmittelproduktion beteiligten Unternehmen- vom Landwirt bis zur Ladentheke- einbindet.
Es ist eine freiwillige Sicherung der Qualität, die über die behördlichen Kontrollen hinausgeht.
Die Qualitätssicherung in diesem System beruht auf Eigenkontrollen, unabhängigen Kontrollen, Monitoringprogrammen und ständigen internen Kontrollsystemen.
Die Futtermittel spielen hierbei eine wichtige Rolle, da Sie zur Gesunderhaltung der Tier beitragen und damit auch maßgeblich die Qualität der aus Ihnen gewonnen Lebensmittel beeinflussen.
Der Futtermittelsektor ist gekennzeichnet durch international verzweigte Warenströme. Das QS-System setzt auf Zusammenarbeit mit anderen Standardgebern für ein einheitlich hohes Niveau der Futtermittelsicherheit. Dadurch wird der Warenverkehr erleichtert, die Warenverfügbarkeit gesichert und unnötige Kosten durch Doppelauditierungen vermieden.
Im Zuge des QS-Futtermittelmonitoring wird die Einhaltung von Grenz- und Richtwerten zum Beispiel für Mykotoxine, Dioxine, Pflanzenbehandlungsmittel und Schwermetalle überwacht.
Die AGES ist in Österreich das einzige Labor das von QS für Futtermittelmonitoring anerkannt ist.

Nähere Informationen zum Futtermittelmonitoring finden Sie hier:

https://www.q-s.de/dokumentencenter/dc-futtermittelmonitoring-labore.html

Zuständige Ansprechpartner für QS bei der AGES:

Mag. Johanna Keßner
Telefon: +43 50 555-33215
Mobil: +43(664) 8398096
Spargelfeldstraße 191
1220 Wien
Herbert Schmid
Telefon: +43 50 555-33214
Mobil: +43(664) 5352963
Spargelfeldstraße 191
1220 Wien
Mag. Johanna Keßner
Telefon: +43 50 555-33215
Mobil: +43(664) 8398096
Spargelfeldstraße 191
1220 Wien
Herbert Schmid
Telefon: +43 50 555-33214
Mobil: +43(664) 5352963
Spargelfeldstraße 191
1220 Wien

Oder kontaktieren Sie uns unter futtermittelno@Spam@agesno.Spam.at bzw. +43(0)5 0555 33216.

Ringversuche

Ringversuche

Ringversuche oder auch Laborvergleichstests sind in der chemischen Analytik ein wichtiges Mittel der Qualitätskontrolle. Nach ISO 17025 akkreditierte Labore sind zur regelmäßigen Teilnahme an solchen Studien verpflichtet. Die erfolgreiche Teilnahme an Laborvergleichstests ist Voraussetzung für eine Akkreditierung bzw. für deren fortgesetzte Gültigkeit.

Ein einzelnes Labor kann in diesen Tests die eigenen Ergebnisse aus der Untersuchung einer bestimmten Probe mit den Resultaten einer Gruppe anderer Labore vergleichen und auf diese Weise Informationen über die Leistungsfähigkeit der eigenen Methoden erhalten.
Das Institut für Tierernährung und Futtermittel richtet jährlich 2 Ringversuche für futtermittelrelevante Parameter aus.

IAG

Der IAG-FA (International Analytical Group - Feeding Analysis) Ringtest wird als internationaler Labor-Leistungstest zur Futtermittelanalyse einmal jährlich organisiert und umfasst zwei Proben.

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ALVA

ALVA - Arbeitsgemeinschaft für Lebensmittel-, Veterinär- und Agrarwesen

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Nationale Referenzlabore

Nationale Referenzlabore für Futtermitteluntersuchung:

Nationale Referenzlabors (NRL's) wurden für die Überwachung von Lebensmitteln, Futtermitteln, Krankheitserregern bei Mensch und Tier, genetisch veränderten Organismen und bestimmte Substanzklassen wie Rückstände in lebenden Tieren und tierischen Erzeugnissen sowie Pestizidrückstände in Lebens- und Futtermitteln eingerichtet.

Durch die Einrichtung von Nationalen Referenzlabors (NRLs) in den EU Mitgliedsstaaten wird die Basis für europaweite, harmonisierte Untersuchungsstandards in den jeweiligen Bereichen der amtlichen Kontrolle von Lebens- und Futtermitteln und im Bereich der Tiergesundheit bei der Diagnose von Krankheiten geschaffen.
Rechtsgrundlage der NRLs ist die EU Verordnung (EG) Nr.882/2004, wonach jeder Mitgliedstaat verpflichtet ist, ein oder mehrere NRLs für bestimmte Untersuchungen zu benennen und der Europäischen Kommission bekannt zu geben. Das NRL muss für die betreffende Untersuchung als Prüflaboratorium akkreditiert sein.

Nationales Referenzlaboratorium für Schwermetalle in Lebensmittel & Futtermittel

Nationales Referenzlaboratorium für Schwermetalle in Lebensmittel & Futtermittel

 

Schwermetalle können in allen Futtermitteln und Lebensmitteln vorkommen. Die Menge ist abhängig von der natürlichen Zusammensetzung sowie von den Produktions- und Umgebungsbedingungen der jeweiligen Futtermittel bzw. Lebensmittelherstellung. Einige Schwermetalle haben essentielle Eigenschaften, andere hingegen, wie Blei, Cadmium, Quecksilber und Arsen haben keine ernährungsphysiologische Relevanz und sind als giftig bzw. sehr giftig eingestuft.

Aufgrund der Toxizität einiger Schwermetalle wurden in der Richtlinie 2002/32/EG (Futtermittel) und der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 (Lebensmittel) maximale Höchstwerte für diese Kontaminanten festgelegt. Dies trifft für folgende Elemente und Elementspezies zu:

  • Arsen (Gesamtarsen) und anorganisches Arsen
  • Blei
  • Cadmium
  • Quecksilber
  • Zinn

Als nationales Referenzlabor für Schwermetalle in Lebensmitteln (nicht tierischen Ursprungs) und Futtermitteln erfüllen wir gemäß VO 882/2004 folgende Aufgaben:

  • Zusammenarbeit mit den EU-Referenzlabor in Geel (Belgien)
  • Verpflichtende Teilnahme an Ringversuchen des EU-RL
  • Unterstützung der national zuständigen Behörden
  • Koordination der Tätigkeiten der zuständigen amtlichen Laboratorien
  • Durchführung & Organisation von Ringversuchen und Vergleichstests
  • Durchführung & Organisation von Workshops für die zuständigen amtlichen Laboratorien

 

Liftinger Gerhard Dipl.-HTL-Ing.

Telefon: +43 50 555-41400

Wieningerstraße 8

4020 Linz

gerhard.liftingerno@Spam@agesno.Spam.at

 

 

 

 

Nationales Referenzlaboratorium für Zusatzstoffe in der Tierernährung- Zulassung

Nationales Referenzlaboratorium für Zusatzstoffe in der Tierernährung- Zulassung

Was sind Futtermittelzusatzstoffe und wofür werden sie eingesetzt?

Futtermittelzusatzstoffe sind Stoffe, Mikroorganismen oder Zubereitungen, die bewusst Futtermitteln oder Wasser zugesetzt werden, jedoch selbst keine Futtermittelausgangserzeugnisse sind. Sie werden nach ihren Funktionen in folgende Kategorien eingeteilt: 

  • Technologische Zusatzstoffe: Konservierungsstoffe, Stabilisatoren, Antioxidantien, Bindemittel,…
  • Sensorische Zusatzstoffe: Aromastoffe, Farbstoffe
  • Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe: Vitamine, Provitamine, Aminosäuren und deren Salze, Spurenelemente, Harnstoff und dessen Derivate
  • Zootechnische Zusatzstoffe: Darmflorastabilisatoren, Verdaulichkeitsförderer und Stoffe, die die Umwelt positiv beeinflussen
  • Kokzidiostatika und Histomonostatika

Ein Futtermittelzusatzstoff darf nur dann zugelassen werden, wenn er folgende Kriterien erfüllt (VO (EG) Nr. 1831/2003, Artikel 5). Der Zusatzstoff darf

  • sich nicht schädlich auf die Gesundheit von Tier und Mensch oder auf die Umwelt auswirken;
  • nicht in einer Weise dargeboten werden, die den Anwender irreführen kann;
  • keinen Nachteil für den Verbraucher durch die Beeinträchtigung der Beschaffenheit der tierischen Erzeugnisse mit sich bringen und darf ihn bezüglich der Beschaffenheit der tierischen Erzeugnisse nicht irreführen.

Zusätzlich muss der Zusatzstoff zumindest ein nachfolgendes Kriterium erfüllen:

  • die Beschaffenheit des Futtermittels positiv beeinflussen;
  • die Beschaffenheit der tierischen Erzeugnisse positiv beeinflussen;
  • die Farbe von Zierfischen und -vögeln positiv beeinflussen;
  • den Ernährungsbedarf der Tiere decken;
  • die ökologischen Folgen der Tierproduktion positiv beeinflussen;
  • die Tierproduktion, die Leistung oder das Wohlbefinden der Tiere, insbesondere durch Einwirkung auf die Magen- und Darmflora oder die Verdaulichkeit der Futtermittel, positiv beeinflussen oder
  • eine kokzidiostatische oder histomonostatische Wirkung haben.

 

Zulassungsverfahren für einen Futtermittelzusatzstoff

 Gemäß Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 (Zusatzstoffe zur Verwendung in der Tierernährung) muss die Zulassung eines Futtermittelzusatzstoffes in einem Gemeinschaftsverfahren erfolgen bevor dieser in Verkehr gebracht  und verfüttert werden darf.  Ein Futtermittelzusatzstoff wird nur zugelassen, wenn sich dieser nachweislich nicht schädlich auf die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt auswirkt und einen bestimmten Zweck bzw.  eine bestimmte Funktion erfüllt. 

Ein Antragsteller stellt an die Europäische Kommission einen Zulassungsantrag, welcher an die  Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)

Aufgaben und Tätigkeiten des NRLs für Zusatzstoffe - Zulassung

Die Verordnung (EG) Nr. 378/2005 der Kommission reguliert die Aufgaben und Pflichten des gemeinschaftlichen Referenzlaboratoriums in Bezug auf Anträge für die Zulassung von Futtermittelzusatzstoffen.

Im Zulassungsantrag muss der Antragsteller unter anderem eine geeignete Methode zur Analyse des Wirkstoffes des Futtermittelzusatzstoffes in Futtermitteln, Vormischungen und im  Originalprodukt beschreiben, die einer wissenschaftlichen Evaluierung durch ein Berichterstatter-Laboratorium unterzogen wird.  Die nationalen Referenzlabore sind dazu angehalten, bei der Erstellung des Evaluierungsberichtes über die Methode mitzuwirken, die Eignung dieser Methode für die Verwendung in der amtlichen Kontrolle zu begutachten und dem Europäischen Referenzlabor (EURL) in Geel  ihre Stellungnahme zu melden.  Weitere Aufgaben sind die Berichterstattung  und Zusammenarbeit mit dem EURL und den NRLs aus weiteren EU-Mitgliedsstaaten sowie Prüfung, Entwicklung  und Validierung von Analysenmethoden. 

In Österreich ist für diese Aufgabe das Institut für Tierernährung und Futtermittel der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in Wien benannt.

Nationales Referenzlaboratorium für tierische Proteine in Futtermitteln

Nationales Referenzlaboratorium für tierische Proteine in Futtermitteln

Aufgrund des Ausbruches der BSE-Krise im Jahr 2000 wurde die Verfütterung von Tiermehl an alle landwirtschaftlichen Nutztiere, mit Ausnahme von Fischmehl an Nicht-Wiederkäuer, verboten (VO (EG) Nr. 999/2001 und VO (EG) Nr. 1069/2009). Im Zuge der Futtermittelkontrolle wird die Einhaltung dieser Vorgabe durch Untersuchung von Futtermittelproben mittels Lichtmikroskopie auf das Vorhandensein von Fisch- und/oder Landtierpartikel überwacht.

Im Juni 2013 trat eine teilweise Lockerung des Fütterungsverbotes von prozessierten tierischen Proteinen (PAPs) in Kraft (VO (EG) Nr. 56/2013). Seitdem dürfen PAPs von Nicht-Wiederkäuern an Fische verfüttert werden. Um feststellen zu können, ob Futtermittelproben mit PAPs von Wiederkäuern belastet sind, werden diese molekularbiologisch auf das Vorhandensein von Wiederkäuer DNA überprüft.

Ziel des NRL ist innerhalb eines Kommunikationsnetzwerkes eine Projektlandschaft „Tierische Proteine“ aufzubauen sowie durch Entwicklung von neuen Analysenmethoden mit den zu erwartenden gesetzlichen Änderungen betreffend die weitere Wiederzulassung von Tiermehlen innerhalb der EU voran zu kommen.


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