Methodenworkshop Citizen Science

Inhalt

Die wachsende Aufmerksamkeit für citizen science (CS) bietet eine Vielzahl neuer Handlungsmöglichkeit für Forschende, aber auch methodologische Herausforderungen. Fördergeber und Politik stellen zugleich hohe Erwartungen an Forschende, dem Anspruch der Demokratisierung gerecht zu werden und BürgerInnen nicht nur sinnbringend, sondern auch langfristig im Forschungssystem einzubinden. Wie sieht dies in der Praxis aus? Welche Dilemmas ergeben sich durch diese Ansprüche? Wie wirkt sich dieser Erfolgsdruck auf Forschungsdesign und- prozess aus? Der Workshop will diesen Fragen Raum bieten und damit eine wichtige Chance nutzen, kritisch und produktiv, aber auch offen über diese Herausforderungen zu sprechen.

Zielgruppe

In diesem Workshop richten wir uns an WissenschafterInnen mit Interesse an einer interdisziplinären und offenen methodologischen Reflektion. Der Fokus liegt hierbei weniger auf dem Inhalt, als auf den Prinzipien der CS und wie diese in unterschiedlichen Disziplinen angewandt, transformiert, gedeutet werden.

 

Ziele des Workshops

Dabei werden zunächst zwei ausgewählte Projekte kurz über ihre Erfahrungen zu Citizen Science präsentieren. Hierbei handelt es sich um das Projekt MEDIcAL aus den Pflegewissenschaften (Johanna Breuer) und um die Herpetofaunistische Datenbank des Naturhistorischen Museums (Silke Schweiger). Diese beiden Projekte sollen als Ausgangspunkt für die Diskussion um methodologischen Herausforderungen von Citizen Science dienen. KollegInnen aus dem Feld der CS kommentieren kurz die Fragestellungen bevor im nächsten Schritt im Plenum diskutiert wird. Die Diskussion kann zur Lösung der Problemstellungen, deren Neuformulierung, oder zum Aufwerfen neuer Fragestellungen führen – der Ausgang ist demnach offen.

Workshopleitung: Katharina T. Paul (katharina.t.paul@univie.ac.at)