"Our school cafeteria"

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Changed on: 01.10.2019

Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung leistet einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden Heranwachsen von Kindern und Jugendlichen. Deshalb ist es wesentlich, vor allem dort Maßnahmen zu setzen, wo Kinder und Jugendliche viel Zeit verbringen – in der Schule.

Mit der Initiative „Unser Schulbuffet“ ist es gelungen, viele BuffetbetreiberInnen zu erreichen und eine Verbesserung des Verpflegungsangebots an Schulen herbeizuführen. Die „Leitlinie Schulbuffet“ liefert dazu österreichweit einheitliche Mindestkriterien für ein gesundheitsförderliches Schulbuffet. Mit dem Projekt „Die gute Wahl“ wurde ein Schritt weiter gegangen und erprobt, ob und welche Symbolkennzeichnungsmodelle am Schulbuffet SchülerInnen dabei helfen können, eine gute und gesundheitsförderliche Wahl zu treffen.

Aber auch Schulen und ihre ErhalterInnen selbst können großen Einfluss auf die Schulverpflegung nehmen. Aus diesem Grund wurde die „Checkliste für die Schulverpflegung“ sowie ein umfassendes Hintergrunddokument erarbeitet. Damit ist einerseits eine Selbsteinschätzung möglich, andererseits stehen zahlreiche Informationen und Tipps für die Umsetzung einer gesundheitsförderlichen Schulverpflegung zur Verfügung.

Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung leistet einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden Heranwachsen von Kindern und Jugendlichen. Deshalb ist es wesentlich, vor allem dort Maßnahmen zu setzen, wo Kinder und Jugendliche viel Zeit verbringen – in der Schule.

Mit der Initiative „Unser Schulbuffet“ ist es gelungen, viele BuffetbetreiberInnen zu erreichen und eine Verbesserung des Verpflegungsangebots an Schulen herbeizuführen. Die „Leitlinie Schulbuffet“ liefert dazu österreichweit einheitliche Mindestkriterien für ein gesundheitsförderliches Schulbuffet. Mit dem Projekt „Die gute Wahl“ wurde ein Schritt weiter gegangen und erprobt, ob und welche Symbolkennzeichnungsmodelle am Schulbuffet SchülerInnen dabei helfen können, eine gute und gesundheitsförderliche Wahl zu treffen.

Aber auch Schulen und ihre ErhalterInnen selbst können großen Einfluss auf die Schulverpflegung nehmen. Aus diesem Grund wurde die „Checkliste für die Schulverpflegung“ sowie ein umfassendes Hintergrunddokument erarbeitet. Damit ist einerseits eine Selbsteinschätzung möglich, andererseits stehen zahlreiche Informationen und Tipps für die Umsetzung einer gesundheitsförderlichen Schulverpflegung zur Verfügung.

Checkliste – Schulverpflegung

Checkliste für die Schulverpflegung

Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit in der Schule. Die Lebenswelt Schule ist ein Ort des Lernens und des sozialen Miteinanders. Immer häufiger wird nicht nur die Jause, sondern auch das Mittagessen miteinander eingenommen. Eine gesundheitsförderliche Schulverpflegung unterstützt die Schülerinnen und Schüler dabei, sich gesund zu ernähren und den schulischen Alltag gut zu bewältigen. 

Im Rahmen des Programms „Richtig essen von Anfang an!“ ist ein Werkzeug für Schulen und ihre Erhalterinnen/Erhalter entstanden, das bei der Gestaltung der schulischen Verpflegung eine Hilfestellung leisten kann: die „Checkliste für die Schulverpflegung“.

Die Checkliste kann zur Selbsteinschätzung verwendet werden und einen Überblick darüber schaffen, welche Bereiche einer gesundheitsförderlichen Schulverpflegung bereits erfüllt werden und wo es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Ein ausführliches Hintergrunddokument mit zahlreichen vertiefenden Informationen, Tipps und Links liefert zudem weitere Unterstützung bei der Umsetzung. Beide Dokumente sollen neben Schulerhalterinnen/-erhalter auch alle weiteren Personen unterstützen, die eine Rolle bei der Gestaltung der schulischen Gemeinschaftsverpflegung spielen (z. B. Schulleiterinnen/Schulleiter, Pädagoginnen/Pädagogen, Eltern/Erziehungsberechtigte, Verpflegerinnen/Verpfleger).

Die „Checkliste für die Schulverpflegung“ wurde von Expertinnen und Experten im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung bzw. Ernährung erstellt. Im Juni 2019 erfolgte die einstimmige Annahme durch die Nationale Ernährungskommission (NEK).

Die gute Wahl

Die gute Wahl - Kennzeichnungssysteme im Test

Die gute Wahl - Kennzeichnungssysteme im Test

Als Anknüpfung an den Erfolg der Initiative „Unser Schulbuffet“ wurde überprüft, ob Symbolkennzeichnungen verstärkt auf das gesunde Warenangebot aufmerksam machen können. Insgesamt wurden vier Kennzeichnungssysteme genauer unter die Lupe genommen. Zwei davon, das Logo „Bewusst Wählen“ und das „Ampelsystem“, haben es in den Praxistest geschafft. Mit dem aus Vorsorgemitteln der Bundesgesundheitsagentur finanzierten Pilotprojekt „Die gute Wahl“ wurde getestet, ob sich Schülerinnen und Schüler an Symbolkennzeichnungsmodellen hinsichtlich ihrer Lebensmittelauswahl orientieren und so die gesündere Wahl treffen. Weiters wurde geprüft, ob die Kennzeichnung von Produkten am Schulbuffet für den Buffetbetreiber bzw. die Buffetbetreiberin im alltäglichen Arbeitsablauf praktikabel ist.

Ablauf

1. Schritt – Aufnahme des Warenangebotes:
Alle Speisen und Getränke wurden hinsichtlich bestimmter Nährwerte erfasst.

2. Schritt – Auslobung der Produkte:
Die Speisen und Getränke am Schulbuffet wurden mit Symbolen für ca. 4 bis 6 Wochen gekennzeichnet.

3. Schritt – Befragung:
Nach der Kennzeichnung erfolgten Interviews mit Buffetbetreibern bzw. -betreiberinnen hinsichtlich Alltagstauglichkeit des Kennzeichnungssystems. Auch die Meinungen von Schülern und Schülerinnen wurden im Rahmen von Fokusgruppen und eines Online-Fragebogens erhoben.

Ergebnisse

Es hat sich gezeigt, dass Symbolkennzeichnungsmodelle ohne umfassende Informationsmaßnahmen nicht wirksam sind. Für die Einführung eines Kennzeichnungssystems im Setting „Schulbuffet“ sind umfassende Adaptierungen einer Symbolkennzeichnung sowie Ernährungsbildung und praxisorientierte Maßnahmen erforderlich. Eine generelle Implementierung und verstärkte Einhaltung vorhandener und etablierter Leitlinien (wie z. B. „Leitlinie Schulbuffet“) ist zu empfehlen. Ein gesundheitsförderliches Angebot am Schulbuffet kann so einen wesentlichen Beitrag für die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern leisten.

Weitere Details finden sich im Endbericht.

Informationen zu den getesteten Kennzeichnungssystemen finden Sie unter
www.choicesprogramme.org bzw. www.food.gov.uk/sites/default/files/multimedia/pdfs/pdf-ni/fop-guidance.pdf


Leitlinie Schulbuffet

Leitlinie Schulbuffet

Bild: Leitlinie Schulbuffet

Die "Leitlinie Schulbuffet" enthält ernährungswissenschaftliche Empfehlungen für ein gesundheitsförderliches Speisen- und Getränkeangebot an österreichischen Schulbuffets und wurde von ExpertInnen im Bereich Ernährung und öffentliche Gesundheit, unter anderem von der AGES, unter Einbindung der betroffenen Verkehrskreise und der nationalen Ernährungskommission erarbeitet. Die "Leitlinie Schulbuffet" wurde im Jahr 2011 vom Bundesministerium für Gesundheit veröffentlicht.

Die Leitlinie enthält Empfehlungen für elf Warengruppen, wie beispielsweise Getränke und Backwaren, sowie Tipps zu deren Umsetzung. Bei der Zusammensetzung des Warenkorbs sind Mengenverhältnisse sowie die Präsentation der Produkte wesentlich. Es wurde auf Verbote verzichtet, so sind beispielsweise auch Süßigkeiten und Mehlspeisen am Schulbuffet erlaubt, jedoch in geringerer Menge. Gesundheitsförderliche Waren sollen im Vordergrund präsentiert werden, um sie für SchülerInnen sichtbar zu machen.

Unser Schulbuffet

Unser Schulbuffet

Logo "Unser Schulbuffet"

"Unser Schulbuffet" ist eine österreichweite Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit in Zusammenarbeit mit der AGES zur Verbesserung der Pausen- und Mittagsverpflegung an Schulen. Die Initiative richtet sich an alle BuffetbetreiberInnen, die ihr Warenangebot optimieren wollen. Sie werden bei der Umsetzung eines gesundheitsförderlichen Speisen- und Getränkeangebots laut "Leitlinie Schulbuffet" durch mobile Coaches praxisnah und mit Begleitmaßnahmen unterstützt.

Im Rahmen der Initiative "Unser Schulbuffet" wurden in den Jahren 2011-2014 österreichweit Buffetbetriebe an mehr als 300 Standorten betreut. Mehr als 250 Standorte erfüllten den Großteil der Empfehlungen der "Leitlinie Schulbuffet" und konnten somit vom mobilen Team ausgezeichnet werden. Der Zugang zu einem gesundheitsförderlichen Warenangebot wurde mehr als 200.000 SchülerInnen ermöglicht.

Um ein "ausgezeichnetes" Warenangebot langfristig sicherzustellen, wurde den ausgezeichneten Buffetbetrieben im Zuge einer Reevaluierung nach einem Jahr die Möglichkeit gegeben, ihr Schulbuffet erneut auszeichnen zu lassen. In den Jahren 2011-2014 konnte knapp 170 Betrieben die Auszeichnung erneut verliehen werden. Zudem gab es besonders engagierte BetreiberInnen, die seit dem Start an der Initiative teilnahmen und zum bereits 3. Mal ausgezeichnet werden konnten.

Evaluierung

In den Jahren 2012 und 2013 wurde die Initiative "Unser Schulbuffet" von ExpertInnen der AGES (Bereich Integrative Risikobewertung, Daten und Statistik) begleitend evaluiert. Das Ziel der Evaluierung war, die Qualität des Maßnahmen-Roll-Outs während der Planung und Durchführung zu reflektieren und bei Bedarf zu verbessern, sowie den Erfolg der Initiative zu überprüfen. Die Evaluierung ergab, dass die überwiegende Mehrheit (93 %) der BuffetbetreiberInnen die Initiative positiv bewertete. Als wichtigste Erfolgsfaktoren wurden die professionelle Unterstützung durch die mobilen Coaches sowie die Fokussierung auf die Zielgruppe "Buffetbetriebe" genannt. Ein weiteres wichtiges Element war der Erhalt der Wirtschaftlichkeit der Betriebe. Eine Umstellung des Warenangebots laut "Leitlinie Schulbuffet" führte weniger zu Umsatzeinbußen, sondern zu Umschichtungen des Umsatzes innerhalb des Warensortiments. Der Großteil der BuffetbetreiberInnen gab an, dass ein Schulbuffet, das den Empfehlungen der "Leitlinie Schulbuffet" entspricht, vom wirtschaftlichen Standpunkt aus langfristig umsetzbar ist.

Auch die gelungene Vernetzung der BuffetbetreiberInnen untereinander im Rahmen von Jahrestagungen und regional organisierten Stammtischen, sowie mit weiteren schulinternen Partnern wurde als gelungen angesehen.

Die Evaluierung der Initiative "Unser Schulbuffet" konnte zeigen, dass eine Verbesserung des Verpflegungsangebots bei gleichzeitigem Erhalt der Wirtschaftlichkeit und KundInnenzufriedenheit möglich ist.

Die Initiative geht weiter...

Seit Mitte 2014 wird die mobile Beratung zudem mit regionalen Kooperationspartnern in einigen Bundesländern fortgeführt. Siehe Website des Gesundheitsministeriums: "Unser Schulbuffet".


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