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Thujenminiermotte

Argyresthia thuiella

Changed on: 23.05.2019
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Thujenminiermotte sitzend
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Die Thujenminiermotte ist ein Kleinschmetterling aus der Familie Yponomeutidae. Sie stammt ebenso, wie ihre Hauptwirtspflanze, aus Nordamerika und wurde bei uns Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts eingeschleppt. Nach damals beobachteten schweren Schäden scheint sich ihre Häufigkeit nunmehr auf ein niedrigeres Niveau eingependelt zu haben. Schäden sind aber gelegentlich doch noch möglich.

Schadorganismus

Die Thujenminiermotte kann etwa Anfang Juni beobachtet werden, wenn sie sich im Schwirrflug an ihren Wirtspflanzen tummelt. Der Falter weist eine Spannweite von lediglich 8 mm auf. Da er im Flug leicht mit anderen kleinen Fluginsekten verwechselt werden kann, muss man warten, bis die Motte zur Ruhe gekommen ist, um sie eindeutig zu erkennen: die schmalen, schwertförmigen Flügel liegen dem Körper nun an, wodurch die silbergraue Grundfarbe mit braunen Flecken sichtbar wird. Die Motte ist auch dadurch leicht zu erkennen, dass ihr Körper schräg von ihrer Sitzunterlage weg weist – wobei der Kopf der Unterlage nahezu anliegt („Einschauen“). Das Weibchen legt seine etwa 0,25 mm messenden, cremegelben, kissenförmigen Eier an kleinen Unebenheiten – z.B. in die Fuge zwischen zwei Schuppenblättern ab. Daraus schlüpfen dann nach 3 bis 4 Wochen - also noch im Laufe des Juni winzige Räupchen, die sich unverzüglich in ein Schuppenblatt einbohren und in diesem nun ihren Fraßgang anlegen. Später vergrößern sie diese Öffnung und befördern ihre Kotkrümel durch diese nun entstandene „Auswurföffnung“ nach Außen.

Auf diese Weise säubern sie ihre Mine. Dies hat zur Folge, dass befallene Schuppenblätter wie ausgehöhlt erscheinen. Die kalte Jahreszeit verbringen die Räupchen im 5. Larvenstadium in einer Ruhephase. Bei Einsetzen höherer Temperaturen im Frühjahr wird die Entwicklung jedoch rasch wieder aufgenommen - schließlich verpuppen sich die Larven, die sich nun bereits im 6. Stadium befinden innerhalb der ausgehöhlten Schuppenblätter. Daraus schlüpft dann nach kurzer Zeit wieder ein Kleinschmetterling. In jeder Saison gelangt auf diese Weise eine Generation von Motten zur Entwicklung.

Symptome

Triebspitzen von Thujen färben sich braun. Bei genauer Betrachtung erscheinen die Schuppenblätter innen hohl – dies ist besonders gut zu erkennen, wenn man sie gegen das Licht hält. An älteren Minen ist auch eine Auswurföffnung zu finden. Pilzerkrankungen oder verschiedene Umweltfaktoren können ähnliche Schäden hervorrufen - vor allfälligen Behandlungen ist es daher sehr wichtig, zunächst einmal sicherzustellen, dass die Schäden wirklich von der Thujenminiermotte herrühren.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Die Thujenminiermotte ist in Österreichs Gärten infolge des massenhaften Aussetzens von Thujen und Scheinzypressen zwar weit verbreitet – aber zumeist selten.
Die Räupchen der Thujenminiermotte leben an Thujen und Scheinzypressen (Gattungen Thuja und Chamaecyparis).

Vorbeugung und Bekämpfung

Abschneiden und Vernichten befallener Triebspitzen.
Spritzbehandlung mit einem hierzu zugelassenen Insektizid (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel). Der beste Zeitpunkt für eine Behandlung ist durch den Flug der Falter gegeben. Dieser liegt normalerweise Anfang Juni. Als zusätzlicher Anhaltspunkt mag dienen, dass um diese Zeit der Wilde Wein zu blühen beginnt. Zu diesem Zeitpunkt ist es günstig, die Thujen genauer in Augenschein zu nehmen, um möglichen Falterflug eindeutig festzustellen.

Thujenminiermotte sitzend
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Die Thujenminiermotte ist ein Kleinschmetterling aus der Familie Yponomeutidae. Sie stammt ebenso, wie ihre Hauptwirtspflanze, aus Nordamerika und wurde bei uns Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts eingeschleppt. Nach damals beobachteten schweren Schäden scheint sich ihre Häufigkeit nunmehr auf ein niedrigeres Niveau eingependelt zu haben. Schäden sind aber gelegentlich doch noch möglich.

Schadorganismus

Die Thujenminiermotte kann etwa Anfang Juni beobachtet werden, wenn sie sich im Schwirrflug an ihren Wirtspflanzen tummelt. Der Falter weist eine Spannweite von lediglich 8 mm auf. Da er im Flug leicht mit anderen kleinen Fluginsekten verwechselt werden kann, muss man warten, bis die Motte zur Ruhe gekommen ist, um sie eindeutig zu erkennen: die schmalen, schwertförmigen Flügel liegen dem Körper nun an, wodurch die silbergraue Grundfarbe mit braunen Flecken sichtbar wird. Die Motte ist auch dadurch leicht zu erkennen, dass ihr Körper schräg von ihrer Sitzunterlage weg weist – wobei der Kopf der Unterlage nahezu anliegt („Einschauen“). Das Weibchen legt seine etwa 0,25 mm messenden, cremegelben, kissenförmigen Eier an kleinen Unebenheiten – z.B. in die Fuge zwischen zwei Schuppenblättern ab. Daraus schlüpfen dann nach 3 bis 4 Wochen - also noch im Laufe des Juni winzige Räupchen, die sich unverzüglich in ein Schuppenblatt einbohren und in diesem nun ihren Fraßgang anlegen. Später vergrößern sie diese Öffnung und befördern ihre Kotkrümel durch diese nun entstandene „Auswurföffnung“ nach Außen.

Auf diese Weise säubern sie ihre Mine. Dies hat zur Folge, dass befallene Schuppenblätter wie ausgehöhlt erscheinen. Die kalte Jahreszeit verbringen die Räupchen im 5. Larvenstadium in einer Ruhephase. Bei Einsetzen höherer Temperaturen im Frühjahr wird die Entwicklung jedoch rasch wieder aufgenommen - schließlich verpuppen sich die Larven, die sich nun bereits im 6. Stadium befinden innerhalb der ausgehöhlten Schuppenblätter. Daraus schlüpft dann nach kurzer Zeit wieder ein Kleinschmetterling. In jeder Saison gelangt auf diese Weise eine Generation von Motten zur Entwicklung.

Symptome

Triebspitzen von Thujen färben sich braun. Bei genauer Betrachtung erscheinen die Schuppenblätter innen hohl – dies ist besonders gut zu erkennen, wenn man sie gegen das Licht hält. An älteren Minen ist auch eine Auswurföffnung zu finden. Pilzerkrankungen oder verschiedene Umweltfaktoren können ähnliche Schäden hervorrufen - vor allfälligen Behandlungen ist es daher sehr wichtig, zunächst einmal sicherzustellen, dass die Schäden wirklich von der Thujenminiermotte herrühren.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Die Thujenminiermotte ist in Österreichs Gärten infolge des massenhaften Aussetzens von Thujen und Scheinzypressen zwar weit verbreitet – aber zumeist selten.
Die Räupchen der Thujenminiermotte leben an Thujen und Scheinzypressen (Gattungen Thuja und Chamaecyparis).

Vorbeugung und Bekämpfung

Abschneiden und Vernichten befallener Triebspitzen.
Spritzbehandlung mit einem hierzu zugelassenen Insektizid (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel). Der beste Zeitpunkt für eine Behandlung ist durch den Flug der Falter gegeben. Dieser liegt normalerweise Anfang Juni. Als zusätzlicher Anhaltspunkt mag dienen, dass um diese Zeit der Wilde Wein zu blühen beginnt. Zu diesem Zeitpunkt ist es günstig, die Thujen genauer in Augenschein zu nehmen, um möglichen Falterflug eindeutig festzustellen.

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Thujenminiermotte sitzend
Thujenminiermotte sitzend
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Bohrloch an einer Blattschuppe
Bohrloch an einer Blattschuppe
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Schadbild
Schadbild
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