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Steinobstknospenstecher

Anthonomus bituberculatus

Changed on: 13.05.2019
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Steinobstknospenstecher
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Steinobstknospenstecher

Der Steinobstknospenstecher (Anthonomus bituberculatus) kann auf Marille, Pflaume und Zwetschke Schäden verursachen und lokal einen relativ hohen Befallsdruck aufbauen. Die Käfer zerstören die Knospen der Wirtspflanzen durch ihre Fraßtätigkeit. Der Verlust an Knospen führt zu einer schütteren, luftigen Triebausstattung der Kronen und kann Ertragseinbußen nach sich ziehen.

Schadorganismus

Der Steinobstknospenstecher (Anthonomus bituberculatus) ist ein Vertreter der Rüsselkäfer (Curculionidae). Er ist dem Birnenknospenstecher in Aussehen und Lebensweise sehr ähnlich. Es handelt sich um einen etwa 5 mm langen, braungrauen Rüsselkäfer der im Herbst einen Reifungsfraß durchführt und dabei die Blüten- und Blattknospen seiner Wirtspflanzen zerstören kann. Nach der Kopulation legen die Weibchen ihre Eier an die Blütenknospen und die daraus schlüpfenden Larven, welche beinlos sind und etwa 6 mm lang werden, zerstören nun auch diese Knospen durch ihren Fraß im Inneren. Die Verpuppung erfolgt noch in der Knospe und aus der gelblichen Puppe schlüpft im Frühjahr der adulte Käfer der nachfolgend an geschützten Stellen (z.B. Rindenritzen) überdauert um im Herbst wieder an seiner Wirtspflanze aktiv zu werden. Der Steinobstknospenstecher bildet nur eine Generation je Jahr. Trotzdem kann sich im Laufe einiger Saisonen lokal ein relevanter Befallsdruck aufbauen.

Symptome

Im Frühjahr treiben befallene Blütenknospen nicht aus. Das Knospeninnere ist von der Larve ausgefressen und die Knospen sind abgestorben. In den geschädigten Knospen können Käferlarven oder Puppen gefunden werden. Der Verlust an Knospen kann zu einer schütteren, luftigen Triebausstattung der Kronen führen.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Der Steinobstknospenstecher befällt in Nord- und Mitteleuropa hauptsächlich seine wichtigste Wirtspflanze die Traubenkirsche (Prunus serotina). Er kann jedoch auch auf wichtigen Kulturobstarten wie der Marille (P. armeniaca), der Pflaume (P. domestica) und deren Unterart Zwetschke (P. domestica subsp. domestica) als Schaderreger auftreten. Zudem können auch andere Wildpflanzen zur Entwicklung genützt werden wie etwa der Weißdorn (Crataegus sp.).

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Zum Feststellen des Auftretens und der Behandlungsnotwendigkeit (Vorbeugung): Beobachtung des Käferauftretens ab Anfang September (Abklopfen der Käfer auf eine helle Unterlage oder in einen Sammeltrichter)
  • Pflanzenschutzmittel (PSM) gegen diesen Schaderreger sind im Verzeichnis der in Österreich zugelassenen/genehmigten Pflanzenschutzmittel gelistet. Liegt lokal ein starker Befallsdruck vor, so reicht in der Regel eine gezielte Herbstbehandlung, um auch für die kommenden Saisonen den Neubefall zu verhindern.
Steinobstknospenstecher
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Steinobstknospenstecher

Der Steinobstknospenstecher (Anthonomus bituberculatus) kann auf Marille, Pflaume und Zwetschke Schäden verursachen und lokal einen relativ hohen Befallsdruck aufbauen. Die Käfer zerstören die Knospen der Wirtspflanzen durch ihre Fraßtätigkeit. Der Verlust an Knospen führt zu einer schütteren, luftigen Triebausstattung der Kronen und kann Ertragseinbußen nach sich ziehen.

Schadorganismus

Der Steinobstknospenstecher (Anthonomus bituberculatus) ist ein Vertreter der Rüsselkäfer (Curculionidae). Er ist dem Birnenknospenstecher in Aussehen und Lebensweise sehr ähnlich. Es handelt sich um einen etwa 5 mm langen, braungrauen Rüsselkäfer der im Herbst einen Reifungsfraß durchführt und dabei die Blüten- und Blattknospen seiner Wirtspflanzen zerstören kann. Nach der Kopulation legen die Weibchen ihre Eier an die Blütenknospen und die daraus schlüpfenden Larven, welche beinlos sind und etwa 6 mm lang werden, zerstören nun auch diese Knospen durch ihren Fraß im Inneren. Die Verpuppung erfolgt noch in der Knospe und aus der gelblichen Puppe schlüpft im Frühjahr der adulte Käfer der nachfolgend an geschützten Stellen (z.B. Rindenritzen) überdauert um im Herbst wieder an seiner Wirtspflanze aktiv zu werden. Der Steinobstknospenstecher bildet nur eine Generation je Jahr. Trotzdem kann sich im Laufe einiger Saisonen lokal ein relevanter Befallsdruck aufbauen.

Symptome

Im Frühjahr treiben befallene Blütenknospen nicht aus. Das Knospeninnere ist von der Larve ausgefressen und die Knospen sind abgestorben. In den geschädigten Knospen können Käferlarven oder Puppen gefunden werden. Der Verlust an Knospen kann zu einer schütteren, luftigen Triebausstattung der Kronen führen.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Der Steinobstknospenstecher befällt in Nord- und Mitteleuropa hauptsächlich seine wichtigste Wirtspflanze die Traubenkirsche (Prunus serotina). Er kann jedoch auch auf wichtigen Kulturobstarten wie der Marille (P. armeniaca), der Pflaume (P. domestica) und deren Unterart Zwetschke (P. domestica subsp. domestica) als Schaderreger auftreten. Zudem können auch andere Wildpflanzen zur Entwicklung genützt werden wie etwa der Weißdorn (Crataegus sp.).

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Zum Feststellen des Auftretens und der Behandlungsnotwendigkeit (Vorbeugung): Beobachtung des Käferauftretens ab Anfang September (Abklopfen der Käfer auf eine helle Unterlage oder in einen Sammeltrichter)
  • Pflanzenschutzmittel (PSM) gegen diesen Schaderreger sind im Verzeichnis der in Österreich zugelassenen/genehmigten Pflanzenschutzmittel gelistet. Liegt lokal ein starker Befallsdruck vor, so reicht in der Regel eine gezielte Herbstbehandlung, um auch für die kommenden Saisonen den Neubefall zu verhindern.
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