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Sojabohnenmosaik

Soy bean mosaic virus

Changed on: 29.07.2019
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Befall an Sojasamen
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Das Soy bean mosaic virus wurde 1915 in Connecticut entdeckt. Ernteeinbußen von 8 bis
35 % werden häufig beschrieben. Vereinzelt soll es lt. Literaturangaben auch Verluste bis zu 94 % geben.

Schadorganismus

Das SMV ist ein gekrümmtes Virus, das zwischen 650 und 760 nm lang und 15 bis 18 nm breit ist. Der thermale Inaktivierungspunkt liegt bei 50 °C, bei einigen Stämmen bei 65-70 °C.
Das Virus kann an perennen Unkräutern überdauern. Das SMV wird durch Insekten übertragen, hauptsächlich durch Blattläuse, darunter Acyrthosiphon pisum, Aphis fabae und Myzus persicae. Die Übertragung erfolgt nichtpersistent. Weiters bestehen Übertragungsmöglichkeiten durch das Saatgut (in den USA ist Saatgut vieler moderner Sorten bis zu 5 % infiziert, es sind aber auch 30% und mehr möglich) und durch Pollen (Pollenverfrachtung von Pflanze zu Pflanze). Hauptwirtspflanze ist Glycine max. Weitere Wirtspflanzen sind z. B. Chenopodium album, Ch. quinoa, Lupinus albus, Nicandra physalodes, Petunia x hybrida, Phaseolus vulgaris, Pisum sativum, Vicia faba.

Symptome

Durch das Soy bean mosaic virus (SMV) befallene Pflanzen bleiben kleiner. Die Internodien sind verkürzt und die Hülsen im Bereich der Pflanzenspitze wachsen eher kümmerlich heran. Bei sehr anfälligen Sorten zeigen junge Blätter erste Symptome etwa 6 bis 14 Tage nach einer Infektion als gelbliche Aufhellungen der Blattadern. Bei kühler Witterung entstehen an den nachfolgenden Blättern auffällige Kräuselungen und nach unten gebogene Blattränder sowie auffällige hell-dunkelgrüne Mosaikscheckungen der Blattspreiten. Bei warmer Witterung sind die Symptome jedoch maskiert. Die Blätter wirken dann durchaus normal, fühlen sich aber ledrig und brüchig an. Bei stark infizierten Pflanzen bleiben die Blätter sehr klein. Solche Pflanzen bilden auch weniger Hülsen aus. Auf den Hülsen entstehen mehr oder weniger rundliche bis unregelmäßige braune Flecken, die etwas heller umrandet sind. Diese sind oft blass und flach, haarlos und enthalten wenige bis keine Samen. Samen reifen oft verspätet und sind braun bis schwarz gefleckt. Die Färbung der Flecken orientiert sich nach der Farbe des Hilums. Diese Fleckung der Samen bedeutet jedoch nicht immer, dass Virusinfektionen vorliegen. Auch viele Samen infizierter Pflanzen zeigen keine Fleckung. Diese Flecken sind daher nicht unbedingt ein Indikator eines Befalles durch das SMV, sondern können auch durch andere Stresssituationen verursacht werden. Infizierte Samen keimen oft nicht oder nur sehr schlecht. Die Symptome variieren je nach Genotypus der Soja, dem Virusstamm, dem Pflanzenalter zum Zeitpunkt der Infektion und den Umweltbedingungen.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Das Soy bean mosaik virus ist weltweit verbreitet.
Neben Soja sind auch viele anderen Fabaceae Wirtspflanzen des Soy bean mosaic virus, z. B. Indigofera hirsuta, Lablab purpureus, Lupinus albus, Lupinus angustifolius, Lupinus luteus, Phaseolus vulgaris, Pisum sativum, Trigonella foenum-graecum, Vicia faba u.v.m. Aber auch Pflanzen aus den Familien der Chenopodiaceae (z. B. Chenopodium quinoa, Ch. album), Passifloraceae (z. B. Passiflora edulis), Scrophulariaceae (z. B. Antirrhinum majus), und Solanaceae (z. B. Nicotiana tabacum, Nicandra physalodes, Petunia x hybrida) sind Wirtspflanzen dieses Virus.

Vorbeugung und Bekämpfung

Die meisten Sojabohnensorten sind gegenüber SMV anfällig, wenn auch im unterschiedlichem Ausmaß, was den Befallsgrad am Feld und auch die die Ausbildung von Samenflecken betrifft. Für den Anbau virusfreies Saatgut verwenden. Eine Testung des Saatgutes ist daher unerlässlich, um einen Befall des Saatgutes nachzuweisen. Ein möglichst früher Anbau und günstige Kulturmaßnahmen können helfen einen Befall an Jungpflanzen zu mindern. Vektoren, also Blattläuse, früh bekämpfen. Felder mit Saatgutvermehrungen isoliert anlegen und eine Bereinigung viruskranker Pflanzen bereits im 2- bis 4-Blattstadium durchführen.

 

Befall an Sojasamen
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Das Soy bean mosaic virus wurde 1915 in Connecticut entdeckt. Ernteeinbußen von 8 bis
35 % werden häufig beschrieben. Vereinzelt soll es lt. Literaturangaben auch Verluste bis zu 94 % geben.

Schadorganismus

Das SMV ist ein gekrümmtes Virus, das zwischen 650 und 760 nm lang und 15 bis 18 nm breit ist. Der thermale Inaktivierungspunkt liegt bei 50 °C, bei einigen Stämmen bei 65-70 °C.
Das Virus kann an perennen Unkräutern überdauern. Das SMV wird durch Insekten übertragen, hauptsächlich durch Blattläuse, darunter Acyrthosiphon pisum, Aphis fabae und Myzus persicae. Die Übertragung erfolgt nichtpersistent. Weiters bestehen Übertragungsmöglichkeiten durch das Saatgut (in den USA ist Saatgut vieler moderner Sorten bis zu 5 % infiziert, es sind aber auch 30% und mehr möglich) und durch Pollen (Pollenverfrachtung von Pflanze zu Pflanze). Hauptwirtspflanze ist Glycine max. Weitere Wirtspflanzen sind z. B. Chenopodium album, Ch. quinoa, Lupinus albus, Nicandra physalodes, Petunia x hybrida, Phaseolus vulgaris, Pisum sativum, Vicia faba.

Symptome

Durch das Soy bean mosaic virus (SMV) befallene Pflanzen bleiben kleiner. Die Internodien sind verkürzt und die Hülsen im Bereich der Pflanzenspitze wachsen eher kümmerlich heran. Bei sehr anfälligen Sorten zeigen junge Blätter erste Symptome etwa 6 bis 14 Tage nach einer Infektion als gelbliche Aufhellungen der Blattadern. Bei kühler Witterung entstehen an den nachfolgenden Blättern auffällige Kräuselungen und nach unten gebogene Blattränder sowie auffällige hell-dunkelgrüne Mosaikscheckungen der Blattspreiten. Bei warmer Witterung sind die Symptome jedoch maskiert. Die Blätter wirken dann durchaus normal, fühlen sich aber ledrig und brüchig an. Bei stark infizierten Pflanzen bleiben die Blätter sehr klein. Solche Pflanzen bilden auch weniger Hülsen aus. Auf den Hülsen entstehen mehr oder weniger rundliche bis unregelmäßige braune Flecken, die etwas heller umrandet sind. Diese sind oft blass und flach, haarlos und enthalten wenige bis keine Samen. Samen reifen oft verspätet und sind braun bis schwarz gefleckt. Die Färbung der Flecken orientiert sich nach der Farbe des Hilums. Diese Fleckung der Samen bedeutet jedoch nicht immer, dass Virusinfektionen vorliegen. Auch viele Samen infizierter Pflanzen zeigen keine Fleckung. Diese Flecken sind daher nicht unbedingt ein Indikator eines Befalles durch das SMV, sondern können auch durch andere Stresssituationen verursacht werden. Infizierte Samen keimen oft nicht oder nur sehr schlecht. Die Symptome variieren je nach Genotypus der Soja, dem Virusstamm, dem Pflanzenalter zum Zeitpunkt der Infektion und den Umweltbedingungen.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Das Soy bean mosaik virus ist weltweit verbreitet.
Neben Soja sind auch viele anderen Fabaceae Wirtspflanzen des Soy bean mosaic virus, z. B. Indigofera hirsuta, Lablab purpureus, Lupinus albus, Lupinus angustifolius, Lupinus luteus, Phaseolus vulgaris, Pisum sativum, Trigonella foenum-graecum, Vicia faba u.v.m. Aber auch Pflanzen aus den Familien der Chenopodiaceae (z. B. Chenopodium quinoa, Ch. album), Passifloraceae (z. B. Passiflora edulis), Scrophulariaceae (z. B. Antirrhinum majus), und Solanaceae (z. B. Nicotiana tabacum, Nicandra physalodes, Petunia x hybrida) sind Wirtspflanzen dieses Virus.

Vorbeugung und Bekämpfung

Die meisten Sojabohnensorten sind gegenüber SMV anfällig, wenn auch im unterschiedlichem Ausmaß, was den Befallsgrad am Feld und auch die die Ausbildung von Samenflecken betrifft. Für den Anbau virusfreies Saatgut verwenden. Eine Testung des Saatgutes ist daher unerlässlich, um einen Befall des Saatgutes nachzuweisen. Ein möglichst früher Anbau und günstige Kulturmaßnahmen können helfen einen Befall an Jungpflanzen zu mindern. Vektoren, also Blattläuse, früh bekämpfen. Felder mit Saatgutvermehrungen isoliert anlegen und eine Bereinigung viruskranker Pflanzen bereits im 2- bis 4-Blattstadium durchführen.

 

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