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Sklerotienkrankheit der Sojabohne

Sclerotina sclerotiorum

Changed on: 29.07.2019
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Die Sklerotienkrankheit der Sojabohne wird durch den Pilz Sclerotinia sclerotiorum verursacht. Diese Krankheit kommt in feucht-kühlen und wintermilden Lagen vor. Die Ertragsverluste können in manchen Jahren und manchen Lagen bis zu 60% betragen.

Schadorganismus

Sclerotinia sclerotiorum hat 5 bis 20 mm große und fallweise noch größere Sklerotien. Der Pilz überdauert mit Hilfe der Sklerotien im Boden, an befallenen Pflanzenresten oder an perennierenden Unkräutern. Wenn feuchte Bedingungen mehrere Wochen anhalten, kann Sclerotinia sclerotiorum das sexuelle Stadium bilden: aus den Sklerotien wachsen1 bis wenige cm große Apothecien mit Ascosporen. Für die Keimung der Sklerotien müssen Temperaturen zwischen 6 und 10 °C herrschen. Eine Beschattung der Sklerotien und feuchter Boden sind für die Keimung optimal. Die Ascosporen werden schließlich abgeschleudert und können an Blättern und Stielen Infektionen verursachen, vorausgesetzt sie treffen auf geschwächtes Pflanzengewebe oder Wunden. Abgefallene Blütenblätter, die sich in Blattgabeln und Seitentriebachseln verfangen begünstigen ein Ansiedeln der Sporen und schließlich deren Keimung. Die optimale Temperatur für das Wachstum des Pilzes liegt bei 20°C, er kann aber noch bei 0°C wachsen. Die Sklerotien können bis zu 10 Jahre im Boden überdauern.

Symptome

Auffallend sind vergilbende Pflanzen, die auch rasch notreif werden. An solchen Pflanzen sieht man am unteren Teil der Stängel stängelumfassend bleiche bis hellbraune Verfärbungen. Das Stängelinnere unter diesen Verfärbungen ist in der Regel hohl, in dem ein weißes, watteartiges Myzel des Pilzes wuchert. Auf diesem Myzel werden kleine schwarze Körner, die Sklerotien, gebildet. Bei hoher Luftfeuchtigkeit oder anhaltend nasser Witterung wird das Myzel und die darauf erscheinenden Sklerotien auch am Stängeläußeren gebildet. Hülsen können ebenfalls befallen werden. Sie zeigen dann auch das typische Myzel mit den darauf sitzenden Sklerotien.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Sclerotinia sclerotiorum kommt auf fast allen krautigen Kulturpflanzen in gemäßigten Klimazonen vor.
Große wirtschaftliche Bedeutung hat der Pilz neben Sojabohne an der Sonnenblume, an Ackerbohne, Raps, Erbse, Luzerne und den verschiedensten Gemüsekulturen. Auch Unkräuter werden befallen.

Vorbeugung und Bekämpfung

Gesundes Saatgut verwenden. Einen mindestens vierjährigen (besser sechsjährigen) Fruchtwechsel einhalten und auf die Anfälligkeit der Vorfrüchte achten. Nicht oder weniger anfällig sind Getreide, Mais, Rüben und Kartoffel. Unkräuter bekämpfen. Keine Soja in windgeschützten und feuchten Lagen anbauen. Durch rechtzeitigen Anbau für eine möglichst frühe Ernte sorgen. Ernterückstände mindestens 10 cm tief einackern. Eventuell Fungizideinsatz (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).

Die Sklerotienkrankheit der Sojabohne wird durch den Pilz Sclerotinia sclerotiorum verursacht. Diese Krankheit kommt in feucht-kühlen und wintermilden Lagen vor. Die Ertragsverluste können in manchen Jahren und manchen Lagen bis zu 60% betragen.

Schadorganismus

Sclerotinia sclerotiorum hat 5 bis 20 mm große und fallweise noch größere Sklerotien. Der Pilz überdauert mit Hilfe der Sklerotien im Boden, an befallenen Pflanzenresten oder an perennierenden Unkräutern. Wenn feuchte Bedingungen mehrere Wochen anhalten, kann Sclerotinia sclerotiorum das sexuelle Stadium bilden: aus den Sklerotien wachsen1 bis wenige cm große Apothecien mit Ascosporen. Für die Keimung der Sklerotien müssen Temperaturen zwischen 6 und 10 °C herrschen. Eine Beschattung der Sklerotien und feuchter Boden sind für die Keimung optimal. Die Ascosporen werden schließlich abgeschleudert und können an Blättern und Stielen Infektionen verursachen, vorausgesetzt sie treffen auf geschwächtes Pflanzengewebe oder Wunden. Abgefallene Blütenblätter, die sich in Blattgabeln und Seitentriebachseln verfangen begünstigen ein Ansiedeln der Sporen und schließlich deren Keimung. Die optimale Temperatur für das Wachstum des Pilzes liegt bei 20°C, er kann aber noch bei 0°C wachsen. Die Sklerotien können bis zu 10 Jahre im Boden überdauern.

Symptome

Auffallend sind vergilbende Pflanzen, die auch rasch notreif werden. An solchen Pflanzen sieht man am unteren Teil der Stängel stängelumfassend bleiche bis hellbraune Verfärbungen. Das Stängelinnere unter diesen Verfärbungen ist in der Regel hohl, in dem ein weißes, watteartiges Myzel des Pilzes wuchert. Auf diesem Myzel werden kleine schwarze Körner, die Sklerotien, gebildet. Bei hoher Luftfeuchtigkeit oder anhaltend nasser Witterung wird das Myzel und die darauf erscheinenden Sklerotien auch am Stängeläußeren gebildet. Hülsen können ebenfalls befallen werden. Sie zeigen dann auch das typische Myzel mit den darauf sitzenden Sklerotien.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Sclerotinia sclerotiorum kommt auf fast allen krautigen Kulturpflanzen in gemäßigten Klimazonen vor.
Große wirtschaftliche Bedeutung hat der Pilz neben Sojabohne an der Sonnenblume, an Ackerbohne, Raps, Erbse, Luzerne und den verschiedensten Gemüsekulturen. Auch Unkräuter werden befallen.

Vorbeugung und Bekämpfung

Gesundes Saatgut verwenden. Einen mindestens vierjährigen (besser sechsjährigen) Fruchtwechsel einhalten und auf die Anfälligkeit der Vorfrüchte achten. Nicht oder weniger anfällig sind Getreide, Mais, Rüben und Kartoffel. Unkräuter bekämpfen. Keine Soja in windgeschützten und feuchten Lagen anbauen. Durch rechtzeitigen Anbau für eine möglichst frühe Ernte sorgen. Ernterückstände mindestens 10 cm tief einackern. Eventuell Fungizideinsatz (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).

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