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Septoriose des Kümmels

Septoria carvi

Changed on: 29.07.2019
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In Österreich werden ca. 1500 bis 1700 ha Kümmel angebaut. Davon können bei starkem Befall durch die Septoria bis zu 50% der Flächen weniger stark bis stark befallen werden. In trockeneren und wärmeren Gebieten Österreichs ist der Befall in der Regel geringer als in kühleren und feuchteren. Es kann Ertragseinbußen zwischen 30 und 40% geben.

Schadorganismus

Die Pyknidien von Septoria carvi haben einen Durchmesser zwischen 25 und 70 µ, im Durchschnitt 48,5 µ (Abb. 3). Die fadenförmigen Konidien sind zwischen 10 und 18 µ, im Durchschnitt 12,5 µ lang und 0,8 bis 1,0 µ breit. Sie sind zum Teil undeutlich bis zu vierzellig. Die Konidien werden durch verspritzende Wassertropfen verbreitet. Die Infektionen erfolgen über die Stomata oder durch direkte Penetration des Pflanzengewebes. Der Pilz überdauert an infizierten Pflanzenresten im Boden und an Samen.

Symptome

Auf beiden Blattseiten bilden sich gelbliche, dann bräunliche bis dunkelbraune, rundliche Flecken von in der Regel 1 mm im Durchmesser, die sich aber rasch ausbreiten. Auf diesen Flecken befinden sich sowohl blattoberseits als auch blattunterseits die Pyknidien des Pilzes, die mit freiem Auge aufgrund ihrer geringen Größe nur schwer zu sehen sind. Auf den Stängeln sind die Flecken länglich. Auch hier benötigt man zumindest eine Lupe, um die Pyknidien eindeutig erkennen zu können (Abb. 1). Auf den Teilfrüchten, die bei Befall etwas schrumpfen, kann man, vor allem mit einer Lupe, auf sehr kleinen braunen Flecken die Pyknidien sehen (Abb. 2).

Verbreitung und Wirtspflanzen

Zumindest in Europa (bestätigte Meldungen aus Deutschland, Polen,

Österreich und der Tschechischen Republik) an Kümmel relativ häufig

vorkommend.
Carum carvi ist derzeit nur an Kümmel vorkommend bekannt.

Vorbeugung und Bekämpfung

Untersuchung des Saatgutes auf Befall, evtl. muss eine Beizung in Erwägung gezogen werden. Befallskontrolle in den Beständen durchführen und bei Bedarf eine Fungizidbehandlung durchführen (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).

In Österreich werden ca. 1500 bis 1700 ha Kümmel angebaut. Davon können bei starkem Befall durch die Septoria bis zu 50% der Flächen weniger stark bis stark befallen werden. In trockeneren und wärmeren Gebieten Österreichs ist der Befall in der Regel geringer als in kühleren und feuchteren. Es kann Ertragseinbußen zwischen 30 und 40% geben.

Schadorganismus

Die Pyknidien von Septoria carvi haben einen Durchmesser zwischen 25 und 70 µ, im Durchschnitt 48,5 µ (Abb. 3). Die fadenförmigen Konidien sind zwischen 10 und 18 µ, im Durchschnitt 12,5 µ lang und 0,8 bis 1,0 µ breit. Sie sind zum Teil undeutlich bis zu vierzellig. Die Konidien werden durch verspritzende Wassertropfen verbreitet. Die Infektionen erfolgen über die Stomata oder durch direkte Penetration des Pflanzengewebes. Der Pilz überdauert an infizierten Pflanzenresten im Boden und an Samen.

Symptome

Auf beiden Blattseiten bilden sich gelbliche, dann bräunliche bis dunkelbraune, rundliche Flecken von in der Regel 1 mm im Durchmesser, die sich aber rasch ausbreiten. Auf diesen Flecken befinden sich sowohl blattoberseits als auch blattunterseits die Pyknidien des Pilzes, die mit freiem Auge aufgrund ihrer geringen Größe nur schwer zu sehen sind. Auf den Stängeln sind die Flecken länglich. Auch hier benötigt man zumindest eine Lupe, um die Pyknidien eindeutig erkennen zu können (Abb. 1). Auf den Teilfrüchten, die bei Befall etwas schrumpfen, kann man, vor allem mit einer Lupe, auf sehr kleinen braunen Flecken die Pyknidien sehen (Abb. 2).

Verbreitung und Wirtspflanzen

Zumindest in Europa (bestätigte Meldungen aus Deutschland, Polen,

Österreich und der Tschechischen Republik) an Kümmel relativ häufig

vorkommend.
Carum carvi ist derzeit nur an Kümmel vorkommend bekannt.

Vorbeugung und Bekämpfung

Untersuchung des Saatgutes auf Befall, evtl. muss eine Beizung in Erwägung gezogen werden. Befallskontrolle in den Beständen durchführen und bei Bedarf eine Fungizidbehandlung durchführen (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).

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Pycnidien an den Früchten
Pycnidien an den Früchten
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Die Pyknidien (hier am Stängel) sind mitfrein Auge nur schwer erkennbar
Die Pyknidien (hier am Stängel) sind mitfrein Auge nur schwer erkennbar
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Pyknidien von S. carvi stark vergrößert
Pyknidien von S. carvi stark vergrößert
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