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Schwarzrost des Getreides

Puccinia graminis

Changed on: 29.07.2019
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Der Schwarzrost, der durch den Pilz Puccinia graminis verursacht wird, kann in warmen Anbaugebieten zur wichtigsten Getreidekrankheit werden. Dort wo er in der Vergangenheit verstärkt auftrat, mussten die Berberitzen gerodet werden, die als Zwischenwirt dieses Rostpilzes dienen. Seit etwa acht Jahren kommt es in einigen Anbaugebieten wieder zu stärkerem Befall an Weizen und aber auch an Roggen. Gründe hierfür sind die für den Pilz günstigeren Witterungsbedingungen, ungenügende Einarbeitung des Strohs bei konservierenden Bodenbearbeitungen und Flächenstilllegungen sowie das Auspflanzen von Berberitzen in neuen Windschutzstreifen.Bei starkem Befall können erhebliche Ertragseinbußen durch Minderung des Tausendkorngewichtes auftreten.

 

 

 

 

Schadorganismus

Am Getreide bildet der Schwarzrost Uredosporen (Sommersporen) und Teleutosporen (Wintersporen) aus. Mit Hilfe der Teleutosporen überwintert der Pilz auf befallenen Ernterückständen. Im Frühjahr keimen die Teleutosporen und bilden Basidiosporen aus, die durch Windverfrachtung auf Berberitzen (Berberis vulgaris) gelangen, die sie für ihre Entwicklung benötigen. In der Folge entstehen aus diesen Infektionen Spermogonien auf den Blattoberseiten und Äzidiosporenlager auf den Blattunterseiten der Berberitze, in denen die Äzidiosporen gebildet werden. Bei feuchtem Wetter werden die Äzidiosporen aus ihren Lagern geschleudert und durch den Wind verfrachtet. Gelangen sie auf Getreide keimen sie dort bei Vorhandensein von tropfbar flüssigem Wasser in einem Temperaturbereich zwischen 5 und 18 °C und dringen schließlich durch die Spaltöffnungen in die Pflanzen ein. Auf Halmen und Blattscheiden entstehen dann die rostfarbenen Uredosporenlager, die sich rasch vermehren und die Krankheit im Bestand verbreiten. Zur Zeit, wenn das Getreide reif wird, bilden sich in denselben oder separaten Sporenlagern die Teleutosporen, mit denen der Pilz überwintert. Unter günstigen Bedingungen kann der Rostpilz auch mit seinen Uredosporen überwintern. In diesem Fall wird der Zwischenwirt ausgeschaltet. Uredosporen können jedoch auch über weite Entfernung durch den Wind verbreitet werden und unter günstigen Bedingungen das Getreide direkt infizieren. Günstige Bedingungen für eine Infektion des Getreides sind Tage mit einer Blattbenetzungsdauer von über acht Stunden und einer Temperatur höher als 15 °C.Innerhalb jeder forma specialis bildet der Schwarzrost eine Reihe von physiologischen Rassen aus, die die unterschiedlichen Sorten befallen.

Symptome (an Getreide)

Auf Halmen und Blattscheiden bilden sich rostfarbene Uredosporenlager, die häufig streifenförmig angeordnet sind. Sie durchstoßen schließlich die Epidermis und die Reste dieser aufgerissenen Epidermis umgeben dann die Sporenlager. Die Rostpusteln können eine Länge von bis zu 1 cm erreichen. Ab einem bestimmten Reifestadium des Getreides werden dann in den Uredosporenlagern oder aber in eigenen Sporenlagern die schwarzen Teleutosporen (daher der Name Schwarzrost) gebildet, die polsterförmig aus dem Blattgewebe hervorragen. Diese Rostpusteln sind ebenfalls von den Resten der Epidermis umgebenDurch die hohen Temperaturansprüche und dem Wirtswechsel im Entwicklungszyklus des Pilzes, tritt der Schwarzrost relativ spät in der Saison auf, etwa ab Juni. Vor allem Sommergetreide ist betroffen.

Verbreitung und Wirtspflanzen

 

Puccinia graminis kommt weltweit verbreitet vor.


Puccinia graminis
wird in drei formae specialis eingeteilt und zwar die f. sp. tritici an Weizen, an den Gräsern Hordeum, Aegilops, Avena und Elymus, in den USA auch an Gerste, die f. sp. secalis an Roggen und Gerste sowie an den Gräsern Dactylis, Elymus und einigen anderen Gräsern, die f. sp. avenae an Hafer sowie an Flughafer und weiteren Grasarten.Zwischenwirt ist die Berberitze (Berberis vulgaris), auf der Äzidien und Spermogonien gebildet werden.

 

Vorbeugung und Bekämpfung

Derzeit stehen keine resistenten Sorten zur Verfügung, es können aber weniger anfällige bzw. früh reifende Sorten angebaut werden. Befallene Ernterückstände sorgfältig in den Boden einarbeiten. Das Gras von den Feldrainen sorgfältig beseitigen. Bei der Neuanpflanzung von Windschutzstreifen keine Berberitzen setzen. Eventuell Fungizideinsatz (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).

Der Schwarzrost, der durch den Pilz Puccinia graminis verursacht wird, kann in warmen Anbaugebieten zur wichtigsten Getreidekrankheit werden. Dort wo er in der Vergangenheit verstärkt auftrat, mussten die Berberitzen gerodet werden, die als Zwischenwirt dieses Rostpilzes dienen. Seit etwa acht Jahren kommt es in einigen Anbaugebieten wieder zu stärkerem Befall an Weizen und aber auch an Roggen. Gründe hierfür sind die für den Pilz günstigeren Witterungsbedingungen, ungenügende Einarbeitung des Strohs bei konservierenden Bodenbearbeitungen und Flächenstilllegungen sowie das Auspflanzen von Berberitzen in neuen Windschutzstreifen.Bei starkem Befall können erhebliche Ertragseinbußen durch Minderung des Tausendkorngewichtes auftreten.

 

 

 

 

Schadorganismus

Am Getreide bildet der Schwarzrost Uredosporen (Sommersporen) und Teleutosporen (Wintersporen) aus. Mit Hilfe der Teleutosporen überwintert der Pilz auf befallenen Ernterückständen. Im Frühjahr keimen die Teleutosporen und bilden Basidiosporen aus, die durch Windverfrachtung auf Berberitzen (Berberis vulgaris) gelangen, die sie für ihre Entwicklung benötigen. In der Folge entstehen aus diesen Infektionen Spermogonien auf den Blattoberseiten und Äzidiosporenlager auf den Blattunterseiten der Berberitze, in denen die Äzidiosporen gebildet werden. Bei feuchtem Wetter werden die Äzidiosporen aus ihren Lagern geschleudert und durch den Wind verfrachtet. Gelangen sie auf Getreide keimen sie dort bei Vorhandensein von tropfbar flüssigem Wasser in einem Temperaturbereich zwischen 5 und 18 °C und dringen schließlich durch die Spaltöffnungen in die Pflanzen ein. Auf Halmen und Blattscheiden entstehen dann die rostfarbenen Uredosporenlager, die sich rasch vermehren und die Krankheit im Bestand verbreiten. Zur Zeit, wenn das Getreide reif wird, bilden sich in denselben oder separaten Sporenlagern die Teleutosporen, mit denen der Pilz überwintert. Unter günstigen Bedingungen kann der Rostpilz auch mit seinen Uredosporen überwintern. In diesem Fall wird der Zwischenwirt ausgeschaltet. Uredosporen können jedoch auch über weite Entfernung durch den Wind verbreitet werden und unter günstigen Bedingungen das Getreide direkt infizieren. Günstige Bedingungen für eine Infektion des Getreides sind Tage mit einer Blattbenetzungsdauer von über acht Stunden und einer Temperatur höher als 15 °C.Innerhalb jeder forma specialis bildet der Schwarzrost eine Reihe von physiologischen Rassen aus, die die unterschiedlichen Sorten befallen.

Symptome (an Getreide)

Auf Halmen und Blattscheiden bilden sich rostfarbene Uredosporenlager, die häufig streifenförmig angeordnet sind. Sie durchstoßen schließlich die Epidermis und die Reste dieser aufgerissenen Epidermis umgeben dann die Sporenlager. Die Rostpusteln können eine Länge von bis zu 1 cm erreichen. Ab einem bestimmten Reifestadium des Getreides werden dann in den Uredosporenlagern oder aber in eigenen Sporenlagern die schwarzen Teleutosporen (daher der Name Schwarzrost) gebildet, die polsterförmig aus dem Blattgewebe hervorragen. Diese Rostpusteln sind ebenfalls von den Resten der Epidermis umgebenDurch die hohen Temperaturansprüche und dem Wirtswechsel im Entwicklungszyklus des Pilzes, tritt der Schwarzrost relativ spät in der Saison auf, etwa ab Juni. Vor allem Sommergetreide ist betroffen.

Verbreitung und Wirtspflanzen

 

Puccinia graminis kommt weltweit verbreitet vor.


Puccinia graminis
wird in drei formae specialis eingeteilt und zwar die f. sp. tritici an Weizen, an den Gräsern Hordeum, Aegilops, Avena und Elymus, in den USA auch an Gerste, die f. sp. secalis an Roggen und Gerste sowie an den Gräsern Dactylis, Elymus und einigen anderen Gräsern, die f. sp. avenae an Hafer sowie an Flughafer und weiteren Grasarten.Zwischenwirt ist die Berberitze (Berberis vulgaris), auf der Äzidien und Spermogonien gebildet werden.

 

Vorbeugung und Bekämpfung

Derzeit stehen keine resistenten Sorten zur Verfügung, es können aber weniger anfällige bzw. früh reifende Sorten angebaut werden. Befallene Ernterückstände sorgfältig in den Boden einarbeiten. Das Gras von den Feldrainen sorgfältig beseitigen. Bei der Neuanpflanzung von Windschutzstreifen keine Berberitzen setzen. Eventuell Fungizideinsatz (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).

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Uredosporenlager mit Resten der aufgerissenen Epidermis
Uredosporenlager mit Resten der aufgerissenen Epidermis
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