Content currently only available in German

San-José-Schildlaus

Quadraspidiotus perniciosus

Changed on: 21.05.2019
Icon Icon
Schadbild von San Jose Schildläusen
caption

Die San-José-Schildlaus (Quadraspidiotus perniciosus) ist die wichtigste Schildlausart auf den meisten Obstgehölzen und ein sehr gefährlicher Obstbaumschädling. Innerhalb weniger Jahre können die Gehölze absterben, wenn keine Bekämpfung erfolgt.

Die anderen Schildläuse, wie z. B. Gelbe Austernförmige Schildlaus (Quadraspidiotus ostreaeformis), Rote Austernförmige Schildlaus (Epidiaspis leperii), Komma-Schildlaus (Lepidosaphes ulmi), Zwetschken-Napfschildlaus (Parthenolecanium corni), haben nur geringe wirtschaftliche Bedeutung, sind aber dafür im Hausgartenbereich und vor allem im Streuobstbau anzutreffen.

Schadorganismus

Schildläuse (Coccina) gehören zur Gruppe der Pflanzensaftsauger (Homoptera).
Die San-José-Schildlaus überwintert als festgesaugte Junglaus am Baum. Bis Mai entwickeln sich die Larven zu geschlechtsreifen, unbeweglichen Weibchen bzw. zu frei beweglichen, geflügelten Männchen. Das Weibchen bringt nach der Paarung bis zu 200 gelb gefärbte Junglarven zur Welt, die bei günstigen Entwicklungsbedingungen schon nach 33 bis 40 Tagen ebenfalls fortpflanzungsreif sind. Pro Jahr gibt es normalerweise 2 Generationen, in heißen und trockenen Jahren sind auch 3 Generationen möglich. Der erste Larvenlauf erfolgt etwa Mitte Juni, der zweite Ende August, der eventuell dritte dann ab Mitte Oktober.
Die Verbreitung der San-José-Schildlaus erfolgt durch die freibeweglichen Jungläuse mit dem Wind und durch Vögel und Insekten. Verschleppung durch befallene Baumschulware kommt aber eine viel größere Bedeutung zu.
Die anderen Schildläuse haben nur eine Generation pro Jahr.

Symptome

Das Auftreten der Schildläuse ist durch die unbeweglichen Schildchen auf der Rinde der befallenen Gehölze charakterisiert, die bei der San-José-Schildlaus zu Beginn der Verlausung als 1 bis 2 mm große, kreisrunde oder längliche, gelbbraune bis schwarzgraue Schilddeckel erkennbar sind. Durch die rasche Vermehrungsfähigkeit sind innerhalb kurzer Zeit bereits dicht zusammenhängende Krusten auf der Rinde zu sehen, die sich in Schuppen abkratzen lassen. Bei starkem Befall sieht die Rinde wie mit Asche bestäubt aus und wird an vielen Stellen rissig.
Unter diesen Schildchen verbergen sich die erwachsenen Schildläuse - zitronengelbe, sackförmige Gebilde. Die kleinen, gelben Junglarven sind frei beweglich und von Juni bis Oktober als helle Pünktchen an den Befallsstellen zu finden. Zu dieser Zeit werden auch Blätter und Früchte befallen, hier vorwiegend die Kelch- und Stielgrube. Der Befall ist bei hellrindigen Obstsorten, Früchten und Blättern sehr auffällig, da um die festgesaugte Schildlaus ein roter Hof entsteht.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Die San-José-Schildlaus stammt ursprünglich aus Ostasien und hat sich inzwischen über viele Teile der Welt verbreitet. Schildläuse sind generell weltweit verbreitet.
Die meisten Obstgehölze sind Wirtspflanzen der San-José-Schildlaus, hier vor allem Apfel, Birne, Pfirsich, Zwetschken, Himbeeren und Brombeeren, aber auch Nussbäume und viele Laubbäume, Sträucher und Ziergehölze.

Vorbeugung und Bekämpfung

vorbeugende Maßnahmen:

  • biologische Bekämpfung: Schutz der natürlichen Feinde, insbesondere der Zehrwespe Prospaltella perniciosi

direkte Maßnahmen:

  • Entfernen und Vernichten stark befallener Gehölze

  • Winter- und Austriebsbehandlungen mit Austriebsspritzmitteln während der Vegetationsruhe (Knospenstadium I) und vom Knospenaufbruch bis zum Mausohrstadium (II – IV)

  • Sommerbehandlungen mit für diesen Zweck genehmigten Insektiziden zur Zeit des Larvenlaufs

Die zur Verfügung stehenden Pflanzenschutzmittel sind im Amtlichen Pflanzenschutzmittel-Register auf der Homepage der AGES zu finden. (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).

Schadbild von San Jose Schildläusen
caption

Die San-José-Schildlaus (Quadraspidiotus perniciosus) ist die wichtigste Schildlausart auf den meisten Obstgehölzen und ein sehr gefährlicher Obstbaumschädling. Innerhalb weniger Jahre können die Gehölze absterben, wenn keine Bekämpfung erfolgt.

Die anderen Schildläuse, wie z. B. Gelbe Austernförmige Schildlaus (Quadraspidiotus ostreaeformis), Rote Austernförmige Schildlaus (Epidiaspis leperii), Komma-Schildlaus (Lepidosaphes ulmi), Zwetschken-Napfschildlaus (Parthenolecanium corni), haben nur geringe wirtschaftliche Bedeutung, sind aber dafür im Hausgartenbereich und vor allem im Streuobstbau anzutreffen.

Schadorganismus

Schildläuse (Coccina) gehören zur Gruppe der Pflanzensaftsauger (Homoptera).
Die San-José-Schildlaus überwintert als festgesaugte Junglaus am Baum. Bis Mai entwickeln sich die Larven zu geschlechtsreifen, unbeweglichen Weibchen bzw. zu frei beweglichen, geflügelten Männchen. Das Weibchen bringt nach der Paarung bis zu 200 gelb gefärbte Junglarven zur Welt, die bei günstigen Entwicklungsbedingungen schon nach 33 bis 40 Tagen ebenfalls fortpflanzungsreif sind. Pro Jahr gibt es normalerweise 2 Generationen, in heißen und trockenen Jahren sind auch 3 Generationen möglich. Der erste Larvenlauf erfolgt etwa Mitte Juni, der zweite Ende August, der eventuell dritte dann ab Mitte Oktober.
Die Verbreitung der San-José-Schildlaus erfolgt durch die freibeweglichen Jungläuse mit dem Wind und durch Vögel und Insekten. Verschleppung durch befallene Baumschulware kommt aber eine viel größere Bedeutung zu.
Die anderen Schildläuse haben nur eine Generation pro Jahr.

Symptome

Das Auftreten der Schildläuse ist durch die unbeweglichen Schildchen auf der Rinde der befallenen Gehölze charakterisiert, die bei der San-José-Schildlaus zu Beginn der Verlausung als 1 bis 2 mm große, kreisrunde oder längliche, gelbbraune bis schwarzgraue Schilddeckel erkennbar sind. Durch die rasche Vermehrungsfähigkeit sind innerhalb kurzer Zeit bereits dicht zusammenhängende Krusten auf der Rinde zu sehen, die sich in Schuppen abkratzen lassen. Bei starkem Befall sieht die Rinde wie mit Asche bestäubt aus und wird an vielen Stellen rissig.
Unter diesen Schildchen verbergen sich die erwachsenen Schildläuse - zitronengelbe, sackförmige Gebilde. Die kleinen, gelben Junglarven sind frei beweglich und von Juni bis Oktober als helle Pünktchen an den Befallsstellen zu finden. Zu dieser Zeit werden auch Blätter und Früchte befallen, hier vorwiegend die Kelch- und Stielgrube. Der Befall ist bei hellrindigen Obstsorten, Früchten und Blättern sehr auffällig, da um die festgesaugte Schildlaus ein roter Hof entsteht.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Die San-José-Schildlaus stammt ursprünglich aus Ostasien und hat sich inzwischen über viele Teile der Welt verbreitet. Schildläuse sind generell weltweit verbreitet.
Die meisten Obstgehölze sind Wirtspflanzen der San-José-Schildlaus, hier vor allem Apfel, Birne, Pfirsich, Zwetschken, Himbeeren und Brombeeren, aber auch Nussbäume und viele Laubbäume, Sträucher und Ziergehölze.

Vorbeugung und Bekämpfung

vorbeugende Maßnahmen:

  • biologische Bekämpfung: Schutz der natürlichen Feinde, insbesondere der Zehrwespe Prospaltella perniciosi

direkte Maßnahmen:

  • Entfernen und Vernichten stark befallener Gehölze

  • Winter- und Austriebsbehandlungen mit Austriebsspritzmitteln während der Vegetationsruhe (Knospenstadium I) und vom Knospenaufbruch bis zum Mausohrstadium (II – IV)

  • Sommerbehandlungen mit für diesen Zweck genehmigten Insektiziden zur Zeit des Larvenlaufs

Die zur Verfügung stehenden Pflanzenschutzmittel sind im Amtlichen Pflanzenschutzmittel-Register auf der Homepage der AGES zu finden. (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).

caption
Schadbild von San Jose Schildläusen
Schadbild von San Jose Schildläusen
caption
Kommaschildlaus
Kommaschildlaus
caption
Rindenschaden von San Jose Schildläusen
Rindenschaden von San Jose Schildläusen
caption
Zehrwespe (Prospaltella perniciosi) parasitiert Schildlaus
Zehrwespe (Prospaltella perniciosi) parasitiert Schildlaus
caption
Zwetschkenschildlaus
Zwetschkenschildlaus
 
 
 
x