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Samtpappel

Abutilon theophrasti

Changed on: 22.05.2019
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Blüte der Samtpappel
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Blüte der Samtpappel

Aussehen

Die Keimblätter sind verkehrt herzförmig, langgestielt, ganzrandig und hellgrün. Der Stängel ist      aufrecht, samtig behaart, selten verzweigt, und die Art erreicht eine Höhe von 0,8 bis 1,5 m. Die Blätter sind langgestielt, breit herzförmig mit einer Verjüngung zur Spitze hin, flach und rundgezahnt, sowie charakteristisch samtig behaart. Blüten sind gelb, einzeln oder in kleinen Trauben in den Blattachseln (ca. 1,3 bis 2,5 cm groß). Die Frucht ist eine Kapsel, welche zunächst hellgrün, später fast schwarz erscheint, wobei die Samen hartschalig, dunkelbraun, nieren- bis herzförmig und abgeflacht sind. Eine Pflanze produziert bis zu 8.000 Samen, die bis mehrere Jahrzehnte im Boden überleben können.

Standort und Verbreitung

Die Samtpappel (Familie: Malvaceae) ist wärmebedürftig und bevorzugt feuchte, gut mit Nährstoffen versorgte Böden. Größere Populationen der Samtpappel gibt es zurzeit in Oberösterreich (Bezirk Eferding, seltener Alpenvorland) und im Burgenland (Neusiedl am See). Darüber hinaus kommt die Art vereinzelt in Niederösterreich (Wiener Becken) und in der Südoststeiermark vor.

Bedeutung

Die Samtpappel ist ein gefürchtetes Problemunkraut, denn sie hat viele Merkmale eines „idealen“ Unkrauts und Invasoren: eine lange Auflaufperiode, eine kontinuierliche und hohe Samenproduktion und eine hohe Konkurrenzkraft gegenüber der Kulturpflanze. In Mais stehen Herbizide mit guter Wirkung gegen die Samtpappel zur Verfügung. In anderen Kulturen (Zuckerrüben, Gemüsekulturen, Soja, Sonnenblume) erfassen viele der eingesetzten Herbizide die Samtpappel nur unzureichend. Das aktuelle Verbreitungsmuster lässt vermuten, dass immer wieder Samen von einer Fläche zur nächsten mit Erntemaschinen oder Bodenbearbeitungsgeräten verschleppt werden. Die Samtpappel wird sich sehr wahrscheinlich weiter in der Landwirtschaft ausbreiten. Mögliche Gegenmaßnahmen sind ein aktives Vektormanagement (Vermeidung der Verschleppung von Diasporen) und die rasche Bekämpfung neu auftretender Populationen (Ausreißen, Herbizide).

Besonderheiten/Anmerkungen

Die Samtpappel stammt aus China und wurde vermutlich durch verunreinigtes Gelbsenf- und Ölrettichsaatgut sowie Tierfutter nach Europa eingeschleppt. Englische Namen sind unter anderem „Velvetleaf“, „Elephant Ears“, „Cottonweed“, „China jute“ und „Abutilon hemp“. Während sich die beiden ersten auf die Morphologie der Blätter beziehen, gehen die übrigen Namen auf die frühere Nutzung der Pflanze als Faserlieferant zurück.

Blüte der Samtpappel
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Blüte der Samtpappel

Aussehen

Die Keimblätter sind verkehrt herzförmig, langgestielt, ganzrandig und hellgrün. Der Stängel ist      aufrecht, samtig behaart, selten verzweigt, und die Art erreicht eine Höhe von 0,8 bis 1,5 m. Die Blätter sind langgestielt, breit herzförmig mit einer Verjüngung zur Spitze hin, flach und rundgezahnt, sowie charakteristisch samtig behaart. Blüten sind gelb, einzeln oder in kleinen Trauben in den Blattachseln (ca. 1,3 bis 2,5 cm groß). Die Frucht ist eine Kapsel, welche zunächst hellgrün, später fast schwarz erscheint, wobei die Samen hartschalig, dunkelbraun, nieren- bis herzförmig und abgeflacht sind. Eine Pflanze produziert bis zu 8.000 Samen, die bis mehrere Jahrzehnte im Boden überleben können.

Standort und Verbreitung

Die Samtpappel (Familie: Malvaceae) ist wärmebedürftig und bevorzugt feuchte, gut mit Nährstoffen versorgte Böden. Größere Populationen der Samtpappel gibt es zurzeit in Oberösterreich (Bezirk Eferding, seltener Alpenvorland) und im Burgenland (Neusiedl am See). Darüber hinaus kommt die Art vereinzelt in Niederösterreich (Wiener Becken) und in der Südoststeiermark vor.

Bedeutung

Die Samtpappel ist ein gefürchtetes Problemunkraut, denn sie hat viele Merkmale eines „idealen“ Unkrauts und Invasoren: eine lange Auflaufperiode, eine kontinuierliche und hohe Samenproduktion und eine hohe Konkurrenzkraft gegenüber der Kulturpflanze. In Mais stehen Herbizide mit guter Wirkung gegen die Samtpappel zur Verfügung. In anderen Kulturen (Zuckerrüben, Gemüsekulturen, Soja, Sonnenblume) erfassen viele der eingesetzten Herbizide die Samtpappel nur unzureichend. Das aktuelle Verbreitungsmuster lässt vermuten, dass immer wieder Samen von einer Fläche zur nächsten mit Erntemaschinen oder Bodenbearbeitungsgeräten verschleppt werden. Die Samtpappel wird sich sehr wahrscheinlich weiter in der Landwirtschaft ausbreiten. Mögliche Gegenmaßnahmen sind ein aktives Vektormanagement (Vermeidung der Verschleppung von Diasporen) und die rasche Bekämpfung neu auftretender Populationen (Ausreißen, Herbizide).

Besonderheiten/Anmerkungen

Die Samtpappel stammt aus China und wurde vermutlich durch verunreinigtes Gelbsenf- und Ölrettichsaatgut sowie Tierfutter nach Europa eingeschleppt. Englische Namen sind unter anderem „Velvetleaf“, „Elephant Ears“, „Cottonweed“, „China jute“ und „Abutilon hemp“. Während sich die beiden ersten auf die Morphologie der Blätter beziehen, gehen die übrigen Namen auf die frühere Nutzung der Pflanze als Faserlieferant zurück.

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Samtpappel im Mais
Samtpappel im Mais
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Samtpappel Jungpflanze
Samtpappel Jungpflanze
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Samenkapseln der Samtpappel
Samenkapseln der Samtpappel
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Blüte der Samtpappel
Blüte der Samtpappel
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Samtpappel
Samtpappel
 
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