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Obstbaumspinnmilben

Tetranychidae

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Changed on: 23.05.2019
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Aquarell: Rote Spinne (Weibchen, Larve, Männchen), Wintereier, geschädigtes Weinblatt und Rebentrieb mit Wintereiern
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Die Obstbaumspinnmilben oder „Rote Spinnen“ (Panonychus ulmi) sind die am häufigsten verbreitete und schädlichste Milbenart an Obstgehölzen und auf Weinreben. Bei Befall kommt es zu vorzeitigem Blattfall, Wachstumshemmung, geschwächten Wirtspflanzen und in Folge reifen die Früchte nicht aus und der nächstjährige Blütenansatz wird vermindert. Damit kommt es zu Ertrags- und Qualitätseinbußen.

Schadorganismus

Die Obstbaumspinnmilben gehören zur Gruppe der Spinnmilben (Tetranychidae) und leben auf Obst- und Weingehölzen. Sie sind ca. 0,5 bis 0,6 mm groß, karminrot, haben eine plumpe Körpergestalt und leben vorwiegend an der Blattunterseite. Die Überwinterung erfolgt im Eistadium – die zwiebelförmigen, roten Wintereier weisen auf der Oberfläche eine radiale Streifung auf, die sich oben zu einem kleinen haarigen Fortsatz vereint. Zur Zeit der Vegetationsruhe findet man die Eier oft in großer Zahl in Knospennähe, am Fruchtholz, in Astgabeln und an den Zweigunterseiten. Im Frühling, je nach Witterungsverhältnissen ab Mitte April, schlüpfen die Larven aus den Eiern und entwickeln sich innerhalb von 3 bis 4 Wochen zu Männchen und Weibchen, die kurz danach die Eier ablegen (Sommereier). Die Sommereier sind wie die Wintereier geformt und werden im Hochsommer auch häufig an Früchten abgelegt. Bei günstigem Wetter kommt es bereits in wenigen Wochen zur raschen Fortentwicklung und starken Vermehrung der Obstbaumspinnmilben. Innerhalb einer Vegetationsperiode gibt es etwa 4 bis 5 Generationen. Die Stärke des Spinnmilbenauftretens wird während der Vegetationszeit maßgeblich vom Witterungsverlauf bestimmt: trockenwarmes Wetter beschleunigt die Entwicklung, nasskaltes verlangsamt die Lebensvorgänge.

Symptome

Durch die Saugtätigkeit der Milben zeigen sich ab dem Frühjahr an den Blättern Aufhellungen bzw. helle Sprenkelungen und Flecken. Diese entstehen zunächst in der Nähe der Blattrippen und breiten sich später über das ganze Blatt aus. Die Blätter erhalten ein fahlgelbes Aussehen. An der Blattunterseite sind die erwachsenen Milben, Larven und Eier zu sehen, bei starkem Befall befindet sich ein Gewirr zarter Spinnfäden darauf. Die befallenen Blätter vertrocknen und fallen vorzeitig ab.
Im Winter findet man die auffällig rot gefärbten, runden Wintereier der Obstbaumspinnmilben besonders an den Unterseiten der Zweige, wo sie in Gruppen abgelegt werden, bevorzugt an Rindenritzen. Bei starker Eiablage sind ganze Zweigpartien rot.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Die Obstbaumspinnmilben sind mehr oder weniger auf der ganzen Welt verbreitet – Nord- und Südamerika, Europa, Nord- und Südafrika, Asien, Australien, Tasmanien, Neuseeland.
Die Obstbaumspinnmilben sind auf Kern- und Steinobst (insbesondere Apfel und Zwetschke) und Strauchbeerenobst (vor allem Johannisbeere) und auch auf Weinreben zu finden.

Vorbeugung und Bekämpfung

vorbeugende Maßnahmen:

  • Vermeidung von übermäßiger Stickstoffdüngung
  • Schonung und Förderung von Spinnmilben-Feinden, insbesondere von Raubmilben (z.B. Anpflanzen von Hecken, ständiges Pollenangebot)
  • Ansiedeln von Raubmilben (z. B. Typhlodromus pyri)

direkte Maßnahmen:

  • Anwendung von Winter- und Austriebsspritzmitteln (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel) gegen die überwinternden Eier der Obstbaumspinnmilbe während der Vegetationsruhe bzw. während des Austriebs. Eine gründliche Benetzung aller Kronenteile ist wichtig.
  • Während der Vegetationszeit können Spinnmilben bei Überschreiten der Schadschwelle mit spezifischen Akariziden behandelt werden (z. B. Apfel: im Frühsommer mehr als 5 Spinnmilben pro Blatt, gegen Ende des Sommers kann auch ein höherer Spinnmilbenbesatz toleriert werden).

Wird ein Wirkstoff zu häufig in Folge gegen Spinnmilben eingesetzt, so können rasch Resistenzen gegen diese(s) Präparat(e) in Spinnmilben-Populationen entstehen.

Aquarell: Rote Spinne (Weibchen, Larve, Männchen), Wintereier, geschädigtes Weinblatt und Rebentrieb mit Wintereiern
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Die Obstbaumspinnmilben oder „Rote Spinnen“ (Panonychus ulmi) sind die am häufigsten verbreitete und schädlichste Milbenart an Obstgehölzen und auf Weinreben. Bei Befall kommt es zu vorzeitigem Blattfall, Wachstumshemmung, geschwächten Wirtspflanzen und in Folge reifen die Früchte nicht aus und der nächstjährige Blütenansatz wird vermindert. Damit kommt es zu Ertrags- und Qualitätseinbußen.

Schadorganismus

Die Obstbaumspinnmilben gehören zur Gruppe der Spinnmilben (Tetranychidae) und leben auf Obst- und Weingehölzen. Sie sind ca. 0,5 bis 0,6 mm groß, karminrot, haben eine plumpe Körpergestalt und leben vorwiegend an der Blattunterseite. Die Überwinterung erfolgt im Eistadium – die zwiebelförmigen, roten Wintereier weisen auf der Oberfläche eine radiale Streifung auf, die sich oben zu einem kleinen haarigen Fortsatz vereint. Zur Zeit der Vegetationsruhe findet man die Eier oft in großer Zahl in Knospennähe, am Fruchtholz, in Astgabeln und an den Zweigunterseiten. Im Frühling, je nach Witterungsverhältnissen ab Mitte April, schlüpfen die Larven aus den Eiern und entwickeln sich innerhalb von 3 bis 4 Wochen zu Männchen und Weibchen, die kurz danach die Eier ablegen (Sommereier). Die Sommereier sind wie die Wintereier geformt und werden im Hochsommer auch häufig an Früchten abgelegt. Bei günstigem Wetter kommt es bereits in wenigen Wochen zur raschen Fortentwicklung und starken Vermehrung der Obstbaumspinnmilben. Innerhalb einer Vegetationsperiode gibt es etwa 4 bis 5 Generationen. Die Stärke des Spinnmilbenauftretens wird während der Vegetationszeit maßgeblich vom Witterungsverlauf bestimmt: trockenwarmes Wetter beschleunigt die Entwicklung, nasskaltes verlangsamt die Lebensvorgänge.

Symptome

Durch die Saugtätigkeit der Milben zeigen sich ab dem Frühjahr an den Blättern Aufhellungen bzw. helle Sprenkelungen und Flecken. Diese entstehen zunächst in der Nähe der Blattrippen und breiten sich später über das ganze Blatt aus. Die Blätter erhalten ein fahlgelbes Aussehen. An der Blattunterseite sind die erwachsenen Milben, Larven und Eier zu sehen, bei starkem Befall befindet sich ein Gewirr zarter Spinnfäden darauf. Die befallenen Blätter vertrocknen und fallen vorzeitig ab.
Im Winter findet man die auffällig rot gefärbten, runden Wintereier der Obstbaumspinnmilben besonders an den Unterseiten der Zweige, wo sie in Gruppen abgelegt werden, bevorzugt an Rindenritzen. Bei starker Eiablage sind ganze Zweigpartien rot.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Die Obstbaumspinnmilben sind mehr oder weniger auf der ganzen Welt verbreitet – Nord- und Südamerika, Europa, Nord- und Südafrika, Asien, Australien, Tasmanien, Neuseeland.
Die Obstbaumspinnmilben sind auf Kern- und Steinobst (insbesondere Apfel und Zwetschke) und Strauchbeerenobst (vor allem Johannisbeere) und auch auf Weinreben zu finden.

Vorbeugung und Bekämpfung

vorbeugende Maßnahmen:

  • Vermeidung von übermäßiger Stickstoffdüngung
  • Schonung und Förderung von Spinnmilben-Feinden, insbesondere von Raubmilben (z.B. Anpflanzen von Hecken, ständiges Pollenangebot)
  • Ansiedeln von Raubmilben (z. B. Typhlodromus pyri)

direkte Maßnahmen:

  • Anwendung von Winter- und Austriebsspritzmitteln (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel) gegen die überwinternden Eier der Obstbaumspinnmilbe während der Vegetationsruhe bzw. während des Austriebs. Eine gründliche Benetzung aller Kronenteile ist wichtig.
  • Während der Vegetationszeit können Spinnmilben bei Überschreiten der Schadschwelle mit spezifischen Akariziden behandelt werden (z. B. Apfel: im Frühsommer mehr als 5 Spinnmilben pro Blatt, gegen Ende des Sommers kann auch ein höherer Spinnmilbenbesatz toleriert werden).

Wird ein Wirkstoff zu häufig in Folge gegen Spinnmilben eingesetzt, so können rasch Resistenzen gegen diese(s) Präparat(e) in Spinnmilben-Populationen entstehen.

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Winterei der Obstbaumspinnmilbe
Winterei der Obstbaumspinnmilbe
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Winterei der Obstbaumspinnmilbe
Winterei der Obstbaumspinnmilbe
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Rote Spinne (Weibchen, Larve, Männchen), Wintereier, geschädigtes Weinblatt und Rebentrieb mit Wintereiern
Aquarell: Rote Spinne (Weibchen, Larve, Männchen), Wintereier, geschädigtes Weinblatt und Rebentrieb mit Wintereiern

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