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Kümmelanthraknose

Mycocentrospora acerina

Changed on: 29.07.2019
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Die Kümmelanthraknose wird durch den Pilz Mycocentrospora acerina verursacht. Das Auftreten der Kümmelanthraknose ist stark witterungsabhängig. Mäßige Temperaturen, reichliche Niederschläge und damit verbundene hohe Luftfeuchtigkeiten fördern ein massives Auftreten. In der Literatur wird ein Befall durch Mycocentrospora acerina an Stängeln und Blättern angegeben. Unter extrem feuchten Bedingungen werden jedoch auch die Blüten sehr heftig befallen.

Schadorganismus

Der Sporenrasen auf den Befallsflecken ist anfangs hyalin, später verschieden gefärbt und schließlich fast schwarz. Die Konidien (Sporen) des Pilzes werden einzeln gebildet, sind verkehrt keulenförmig, lang gestreckt, häufig stark gebogen, geschnäbelt (d. h. lang und schmal zulaufend), fast farblos, vielfach septiert, 120 bis 210 µ lang, 6 bis 11 µ breit und mit einem seitlichen Anhang an der untersten Zelle. Die Sporen werden mit dem Wind verfrachtet, können lange Zeit im Boden lebensfähig überdauern und sollen auch samenübertragbar sein.

Symptome  

Nach Beobachtungen treten an Kümmel Primärinfektionen zum Zeitpunkt des Schossens der Kümmelpflanzen auf. Auf den Stängeln bilden sich rot-braune Flecken, die schließlich die ganzen Stängel umfassen können. Sie können auch etwas eingesunken und dunkel umrandet sein. Solche Flecken bilden sich auch an den Blattstielen. Auf den Blättern bilden sich zunächst rundliche, später dann unregelmäßig werdende braune Flecken, die sich bis schwarzbraun verfärben. Die Blätter sehen wie verbrannt aus. Die Symptome ähneln einem Befall der Möhrenschwärze am Karottenlaub. Befallene Blätter und schließlich auch Stängel welken. Jungpflanzen und auch einjährige Pflanzen können unter Umständen auch ganz absterben. Ein Befall an den Blüten fällt auf, weil sich die Blütenblätter braun verfärben. Vor allem bei nassem und feuchtem Wetter verfaulen diese. Der Pilz kann auch auf die Früchte übergreifen, so dass in Folge „Schmachtkörner“ entstehen, bzw. bei starkem Befall eine Fruchtausbildung komplett ausfällt. Jedenfalls ist mit Qualitätseinbußen bei der Ernte zu rechnen.

Verbreitung und Wirtspflanzen

In Europa allgemein weit verbreitet. Mycocentrospora acerina ist an Wild- und Kulturpflanzen weit verbreitet. Der Pilz kann außer an Kümmel auch immer wieder an Sellerie, Karotten, Petersilie, Pastinaken und anderen Doldenblütlern, an Stiefmütterchen (Violen), Vogerlsalat (Feldsalat) und Kopfsalat nachgewiesen werden.

Vorbeugung und Bekämpfung

Abschätzen, ob ein geringerer Blattbefall bekämpfungswürdig ist. Bei starkem Befall des Laubes und gegebenen Falles der Blüten rechtzeitig mit Fungizidbehandlungen beginnen (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).

Die Kümmelanthraknose wird durch den Pilz Mycocentrospora acerina verursacht. Das Auftreten der Kümmelanthraknose ist stark witterungsabhängig. Mäßige Temperaturen, reichliche Niederschläge und damit verbundene hohe Luftfeuchtigkeiten fördern ein massives Auftreten. In der Literatur wird ein Befall durch Mycocentrospora acerina an Stängeln und Blättern angegeben. Unter extrem feuchten Bedingungen werden jedoch auch die Blüten sehr heftig befallen.

Schadorganismus

Der Sporenrasen auf den Befallsflecken ist anfangs hyalin, später verschieden gefärbt und schließlich fast schwarz. Die Konidien (Sporen) des Pilzes werden einzeln gebildet, sind verkehrt keulenförmig, lang gestreckt, häufig stark gebogen, geschnäbelt (d. h. lang und schmal zulaufend), fast farblos, vielfach septiert, 120 bis 210 µ lang, 6 bis 11 µ breit und mit einem seitlichen Anhang an der untersten Zelle. Die Sporen werden mit dem Wind verfrachtet, können lange Zeit im Boden lebensfähig überdauern und sollen auch samenübertragbar sein.

Symptome  

Nach Beobachtungen treten an Kümmel Primärinfektionen zum Zeitpunkt des Schossens der Kümmelpflanzen auf. Auf den Stängeln bilden sich rot-braune Flecken, die schließlich die ganzen Stängel umfassen können. Sie können auch etwas eingesunken und dunkel umrandet sein. Solche Flecken bilden sich auch an den Blattstielen. Auf den Blättern bilden sich zunächst rundliche, später dann unregelmäßig werdende braune Flecken, die sich bis schwarzbraun verfärben. Die Blätter sehen wie verbrannt aus. Die Symptome ähneln einem Befall der Möhrenschwärze am Karottenlaub. Befallene Blätter und schließlich auch Stängel welken. Jungpflanzen und auch einjährige Pflanzen können unter Umständen auch ganz absterben. Ein Befall an den Blüten fällt auf, weil sich die Blütenblätter braun verfärben. Vor allem bei nassem und feuchtem Wetter verfaulen diese. Der Pilz kann auch auf die Früchte übergreifen, so dass in Folge „Schmachtkörner“ entstehen, bzw. bei starkem Befall eine Fruchtausbildung komplett ausfällt. Jedenfalls ist mit Qualitätseinbußen bei der Ernte zu rechnen.

Verbreitung und Wirtspflanzen

In Europa allgemein weit verbreitet. Mycocentrospora acerina ist an Wild- und Kulturpflanzen weit verbreitet. Der Pilz kann außer an Kümmel auch immer wieder an Sellerie, Karotten, Petersilie, Pastinaken und anderen Doldenblütlern, an Stiefmütterchen (Violen), Vogerlsalat (Feldsalat) und Kopfsalat nachgewiesen werden.

Vorbeugung und Bekämpfung

Abschätzen, ob ein geringerer Blattbefall bekämpfungswürdig ist. Bei starkem Befall des Laubes und gegebenen Falles der Blüten rechtzeitig mit Fungizidbehandlungen beginnen (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).

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Befall der Blätter
Befall der Blätter
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Befall der Blüte
Befall der Blüte
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