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Fusarium-Welke an Weißkraut

Fusarium equiseti

Changed on: 24.07.2019
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Die Fusariumwelke an Kraut wird meist durch den Pilz Fusarium oxysporum f. sp. conglutinans verursacht. An Krautpflanzen aus österreichischen Anbaugebieten konnte jedoch auch Fusarium equiseti als Welkeerreger des Krauts nachgewiesen werden.

Schadorganismus

Fusarium equiseti bildet nur Makrokonidien aus. Die sichelförmigen Konidien sind 4 bis 7 x septiert und sind im Durchschnitt 50 x 4,5 µ groß. Die Chlamydosporen stehen einzeln bzw. in Ketten, sind rundlich mit einem Durchmesser von 7 – 9 µm. Die Hauptfruchtform ist Gibberella intricans, die jedoch nur selten Perithecien ausbildet. Die Sporen (Makrokonidien) werden durch die Luft verbreitet und sie dringen über Wunden oder Beschädigungen der Pflanzen in diese ein. Hat Fusarium equiseti Böden besiedelt, kommt es auch zum Umfallen von Sämlingen. 

Symptome

Bereits während der Jungpflanzenanzucht auf Freilandanzuchtflächen kann ein stärkerer Befall an Krautpflanzen durch F. equiseti festegestellt werden. Die Jungpflanzen (DC18 - DC23) welken und sterben schließlich ab. Die Stängelquerschnitte weisen gelb bis dunkelbraun verfärbte Gefäßbündelringe auf. Die Blätter verdorren, der sich gerade bildende Kopf fällt in sich zusammen, vertrocknet, verfault und am Stängelgrund bildet sich in der Regel reichlich Myzel von F. equiseti. In diesem Wachstumsstadium (DC36 – DC40) können auch Unterschiede in der Sortenanfälligkeit optisch in den Feldbeständen festgestellt werden. Strunkquerschnitte von offensichtlich gesunden Pflanzen zeigen oft ebenfalls, wenn auch nur geringfügige, Verfärbungen der Gefäßbündelringe.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Fusarium equiseti ist weltweit verbreitet.
Fusarium equiseti ist z. B. als Pathogen an Getreidesämlingen bekannt, verursacht Wurzel- und Knollenfäulen sowie eine Stängelfäule an Mais. Für unsere Anbaugebiete wichtige Wirtspflanzen sind: Mais, Zwiebelgewächse, Sellerie, Rübe, Kohlgewächse (Brassica-Arten), Kichererbse, Gurken und andere Kürbisgewächse, Karotten, Erdbeeren, Soja, Sonnenblume, Gerste, Tomaten, Hirse, Bohnen, Erbsen, Kartoffel, Weizen; auch aus Böden nachgewiesen.

Vorbeugung und Bekämpfung

In der oft engen Fruchtfolge mit Kraut in den Krautanbaugebieten sollte durch geeignete Maßnahmen das Auftreten von Fusarium equiseti an Kraut verhindert und somit die Möglichkeit einer Kontamination der geernteten Ware sowie eine Beeinträchtigung der inneren Qualität von Frisch- bzw. Sauerkraut, verhindert werden.Fusarium equiseti produziert darüber hinaus ein Mykotoxin. 

Die Fusariumwelke an Kraut wird meist durch den Pilz Fusarium oxysporum f. sp. conglutinans verursacht. An Krautpflanzen aus österreichischen Anbaugebieten konnte jedoch auch Fusarium equiseti als Welkeerreger des Krauts nachgewiesen werden.

Schadorganismus

Fusarium equiseti bildet nur Makrokonidien aus. Die sichelförmigen Konidien sind 4 bis 7 x septiert und sind im Durchschnitt 50 x 4,5 µ groß. Die Chlamydosporen stehen einzeln bzw. in Ketten, sind rundlich mit einem Durchmesser von 7 – 9 µm. Die Hauptfruchtform ist Gibberella intricans, die jedoch nur selten Perithecien ausbildet. Die Sporen (Makrokonidien) werden durch die Luft verbreitet und sie dringen über Wunden oder Beschädigungen der Pflanzen in diese ein. Hat Fusarium equiseti Böden besiedelt, kommt es auch zum Umfallen von Sämlingen. 

Symptome

Bereits während der Jungpflanzenanzucht auf Freilandanzuchtflächen kann ein stärkerer Befall an Krautpflanzen durch F. equiseti festegestellt werden. Die Jungpflanzen (DC18 - DC23) welken und sterben schließlich ab. Die Stängelquerschnitte weisen gelb bis dunkelbraun verfärbte Gefäßbündelringe auf. Die Blätter verdorren, der sich gerade bildende Kopf fällt in sich zusammen, vertrocknet, verfault und am Stängelgrund bildet sich in der Regel reichlich Myzel von F. equiseti. In diesem Wachstumsstadium (DC36 – DC40) können auch Unterschiede in der Sortenanfälligkeit optisch in den Feldbeständen festgestellt werden. Strunkquerschnitte von offensichtlich gesunden Pflanzen zeigen oft ebenfalls, wenn auch nur geringfügige, Verfärbungen der Gefäßbündelringe.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Fusarium equiseti ist weltweit verbreitet.
Fusarium equiseti ist z. B. als Pathogen an Getreidesämlingen bekannt, verursacht Wurzel- und Knollenfäulen sowie eine Stängelfäule an Mais. Für unsere Anbaugebiete wichtige Wirtspflanzen sind: Mais, Zwiebelgewächse, Sellerie, Rübe, Kohlgewächse (Brassica-Arten), Kichererbse, Gurken und andere Kürbisgewächse, Karotten, Erdbeeren, Soja, Sonnenblume, Gerste, Tomaten, Hirse, Bohnen, Erbsen, Kartoffel, Weizen; auch aus Böden nachgewiesen.

Vorbeugung und Bekämpfung

In der oft engen Fruchtfolge mit Kraut in den Krautanbaugebieten sollte durch geeignete Maßnahmen das Auftreten von Fusarium equiseti an Kraut verhindert und somit die Möglichkeit einer Kontamination der geernteten Ware sowie eine Beeinträchtigung der inneren Qualität von Frisch- bzw. Sauerkraut, verhindert werden.Fusarium equiseti produziert darüber hinaus ein Mykotoxin. 

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Stark befallenen Pflanzen
Stark befallenen Pflanzen
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Durch den Befall braun verfärbte Gefäßbündel
Durch den Befall braun verfärbte Gefäßbündel
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Stark befallenen Pflanzen
Stark befallenen Pflanzen
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Weißes Mycel am Stängelgrund
Weißes Mycel am Stängelgrund
 
 

Bilder: © G. Bedlan, Wien

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