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Fettfleckenkrankheit der Bohnen

Pseudomonas savastanoi pv. phaseolicola

Changed on: 24.07.2019
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Symptome an der Hülse
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Symptome an der Hülse

Die Fettfleckenkrankheit der Bohnen, die durch das Bakterium Pseudomonas savastanoi pv. phaseolicola verursacht wird, ist weltweit eine bedeutende Krankheit an Bohnen. Sie kommt hauptsächlich in Regionen mit moderaten Temperaturen vor.

Schadorganismus

Die Krankheit wird hauptsächlich durch Samen übertragen, denen die Bakterien äußerlich anhaften oder zwischen Samenschale und Keimblättern liegen. Das Bakterium wächst zwischen 0 und 37 °C, wobei das Temperaturoptimum zwischen 15 und 20 °C liegt.Nach dem Eindringen der Bakterien durch die Stomata oder über Wundstellen der Pflanzen beträgt die Inkubationszeit 2 bis 5 Tage. Verspritzende Wassertropfen und Wind haben für die Ausbreitung der Krankheit eine große Bedeutung. Aber auch Insekten und mechanische Übertragung verbreiten die Bakterien. Primäre Infektionsquellen sind Pflanzen, die aus verseuchten Samen aufwachsen. Die Bakterien überleben bevorzugt in trockenen Böden. Pseudomonas syringae pv. phaseolicola kommt in verschiedenen Pathotypen vor.
Stangenbohnen werden in der Regel nicht befallen.

Symptome

Auf den Blättern entstehen kleine wässrige, durchscheinende Flecken, die von breiten gelben Höfen umsäumt sind. Diese Flecken sind oft von Blattadern eckig begrenzt. Stark befallene Blätter werden braun, vertrocknen und sterben ab. Auf den Hülsen entstehen runde, glasige „Fettflecken”, die bei manchen Sorten von einem rötlichen Saum eingefasst sind. Bei feuchtem Wetter kann man auf ihnen einen cremeweißen Bakterienschleim beobachten, der beim Eintrocknen zu einem silbrigen Häutchen zurücktrocknet. Die Blattflecken erscheinen in einigen Fällen durchsichtig, seidenpapierähnlich. Befallsstellen an Stängeln sind länglich. Stark und frühzeitig erkrankte Hülsen verkrüppeln. Der Erreger kann auch die Samen anstecken, auf denen er etwas eingesunkene, gelbliche bis braune Flecken verursacht. Busch- und Feuerbohnensorten sind anfällig, während nahezu alle Stangenbohnensorten gegen diese Krankheit verhältnismäßig widerstandsfähig sind. Nach erfolgter Infektion werden die Bakterien mit Hilfe des Transpirationsstromes in alle Teile der Pflanzen weiter getragen und vermehren sich dann lokal, so zum Beispiel in den Blattstielen und Nodien. Bei einer Infektion im Keimblattstadium sind die Pflanzen extrem in ihrem Wachstum behindert. In warmen und regnerischen Sommermonaten ist mit einer raschen Ausbreitung der Krankheit von nur wenigen Befallsstellen ausgehend in einem Bestand zu rechnen.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Das Bakterium kommt weltweit vor.
Außer Phaseolus-Bohnen konnten experimentell Adzuki-, Lima-, Mungo- und Sojabohnen als Wirtspflanzen nachgewiesen werden.

Vorbeugung und Bekämpfung

Durch regelmäßige Kontrolle darauf achten, dass nur gesundes Saatgut produziert wird. Verdächtige Pflanzen aus den Beständen entfernen. Eine Ausbreitung der Krankheit kann durch Behandlungen mit Kupferpräparaten verringert werden. Auf die Blütenverträglichkeit einzelner Sorten gegenüber Kupferpräparaten achten. Befallsfreies Saatgut und widerstandsfähige Sorten anbauen sowie eine Fruchtfolge von mindestens 3 Jahren einhalten. Tiefes Unterpflügen der Pflanzenreste wirkt sich positiv aus.

Symptome an der Hülse
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Symptome an der Hülse

Die Fettfleckenkrankheit der Bohnen, die durch das Bakterium Pseudomonas savastanoi pv. phaseolicola verursacht wird, ist weltweit eine bedeutende Krankheit an Bohnen. Sie kommt hauptsächlich in Regionen mit moderaten Temperaturen vor.

Schadorganismus

Die Krankheit wird hauptsächlich durch Samen übertragen, denen die Bakterien äußerlich anhaften oder zwischen Samenschale und Keimblättern liegen. Das Bakterium wächst zwischen 0 und 37 °C, wobei das Temperaturoptimum zwischen 15 und 20 °C liegt.Nach dem Eindringen der Bakterien durch die Stomata oder über Wundstellen der Pflanzen beträgt die Inkubationszeit 2 bis 5 Tage. Verspritzende Wassertropfen und Wind haben für die Ausbreitung der Krankheit eine große Bedeutung. Aber auch Insekten und mechanische Übertragung verbreiten die Bakterien. Primäre Infektionsquellen sind Pflanzen, die aus verseuchten Samen aufwachsen. Die Bakterien überleben bevorzugt in trockenen Böden. Pseudomonas syringae pv. phaseolicola kommt in verschiedenen Pathotypen vor.
Stangenbohnen werden in der Regel nicht befallen.

Symptome

Auf den Blättern entstehen kleine wässrige, durchscheinende Flecken, die von breiten gelben Höfen umsäumt sind. Diese Flecken sind oft von Blattadern eckig begrenzt. Stark befallene Blätter werden braun, vertrocknen und sterben ab. Auf den Hülsen entstehen runde, glasige „Fettflecken”, die bei manchen Sorten von einem rötlichen Saum eingefasst sind. Bei feuchtem Wetter kann man auf ihnen einen cremeweißen Bakterienschleim beobachten, der beim Eintrocknen zu einem silbrigen Häutchen zurücktrocknet. Die Blattflecken erscheinen in einigen Fällen durchsichtig, seidenpapierähnlich. Befallsstellen an Stängeln sind länglich. Stark und frühzeitig erkrankte Hülsen verkrüppeln. Der Erreger kann auch die Samen anstecken, auf denen er etwas eingesunkene, gelbliche bis braune Flecken verursacht. Busch- und Feuerbohnensorten sind anfällig, während nahezu alle Stangenbohnensorten gegen diese Krankheit verhältnismäßig widerstandsfähig sind. Nach erfolgter Infektion werden die Bakterien mit Hilfe des Transpirationsstromes in alle Teile der Pflanzen weiter getragen und vermehren sich dann lokal, so zum Beispiel in den Blattstielen und Nodien. Bei einer Infektion im Keimblattstadium sind die Pflanzen extrem in ihrem Wachstum behindert. In warmen und regnerischen Sommermonaten ist mit einer raschen Ausbreitung der Krankheit von nur wenigen Befallsstellen ausgehend in einem Bestand zu rechnen.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Das Bakterium kommt weltweit vor.
Außer Phaseolus-Bohnen konnten experimentell Adzuki-, Lima-, Mungo- und Sojabohnen als Wirtspflanzen nachgewiesen werden.

Vorbeugung und Bekämpfung

Durch regelmäßige Kontrolle darauf achten, dass nur gesundes Saatgut produziert wird. Verdächtige Pflanzen aus den Beständen entfernen. Eine Ausbreitung der Krankheit kann durch Behandlungen mit Kupferpräparaten verringert werden. Auf die Blütenverträglichkeit einzelner Sorten gegenüber Kupferpräparaten achten. Befallsfreies Saatgut und widerstandsfähige Sorten anbauen sowie eine Fruchtfolge von mindestens 3 Jahren einhalten. Tiefes Unterpflügen der Pflanzenreste wirkt sich positiv aus.

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Symptome am Blatt
Symptome am Blatt
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Symptome an der Hülse
Symptome an der Hülse
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Symptome am Samenkorn
Symptome am Samenkorn
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