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Cercospora-Blattfleckenkrankheit an Sellerie

Cercospora apii

Changed on: 24.07.2019
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Bei länger anhaltenden höheren Temperaturen während der Sommermonate können Pflanzenkrankheiten verstärkt auftreten, die sonst eher selten nachzuweisen sind. So z. B. der Blattfleckenpilz Cercospora apii an Knollensellerie.

Schadorganismus

An büschelförmigen Konidienträgern werden langkeulige und schwach gefärbte Konidien gebildet. Sie sind meist 3-6-zellig, 23,7–129,3 µ lang und 2,18- 3,19 µ breit. Cercospora apii ist saatgutübertragbar und kann auf infizierten Pflanzenresten, die in den Boden eingearbeitet werden, überdauern. Die Konidien werden durch Wind, Wassertropfen, Feldarbeiten und Maschinen verbreitet. Aus der Literatur ist bekannt, dass an Sellerie Cercospora apii nur gelegentlich auftreten soll. Dieser Pilz hat aber wegen seiner höheren Temperaturansprüche (über längere Perioden) bei uns bis jetzt keine Bedeutung erlangt. C. apii tritt in der Regel früher auf als Septoria apiicola. Temperaturen zwischen 15 und 30°C fördern das Auftreten von C. apii, bevorzugt breitet er sich bei Temperaturen zwischen 22 und 28°C aus.

Symptome

Auf den Blättern sind zunächst kleine, rundliche, gelbliche bis hellbraune Flecken zu sehen, die sich rasch vergrößern. Sie können 1 cm im Durchmesser, aber auch mehr messen. Die Flecken vertrocknen und färben sich intensiv braun. Fließen die Blattflecken zusammen, welken die Blätter und vertrocknen schließlich. Oberflächlich betrachtet, können die Symptome mit jenen der Septoria-Blattfleckenkrankheit anfänglich verwechselt werden. Cercospora apii tritt in der Regel früher auf als Septoria apiicola.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Aus Kalifornien wird über ein größeres Auftreten in den 50er-Jahren berichtet, seit 20 Jahren wurde der Erreger aber nur sehr selten nachgewiesen. Zwischen 1992 und 1998 wurde C. apii auch in Litauen gefunden. Funde von C. apii an Sellerie gab es auch in Italien und Florida. Neben Apium graveolens sind weitere Wirtspflanzen Daucus carota und Pastinaca sativa.

Vorbeugung und Bekämpfung

Sollte aufgrund geänderter Witterungsbedingungen (C. apii bevorzugt höhere Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 15 und 30°C) dieses Pathogen an Sellerie größere Bedeutung gewinnen, müssen z B. die Erhebung des Verbreitungsareals, Abklärung der Ansprüche des Erregers, der Befallsstärke und Befallshäufigkeit sowie die wirtschaftliche Bedeutung und mögliche veränderte Gegenmaßnahmen gegen Pilzerkrankungen des Selleries erhoben werden. Als Gegenmaßnahmen bieten sich an: befallsfreies Saatgut, eine mindestens vierjährige Fruchtfolge, tiefes Unterpflügen der Pflanzenreste und eine gesteuerte Bewässerung.

Bei länger anhaltenden höheren Temperaturen während der Sommermonate können Pflanzenkrankheiten verstärkt auftreten, die sonst eher selten nachzuweisen sind. So z. B. der Blattfleckenpilz Cercospora apii an Knollensellerie.

Schadorganismus

An büschelförmigen Konidienträgern werden langkeulige und schwach gefärbte Konidien gebildet. Sie sind meist 3-6-zellig, 23,7–129,3 µ lang und 2,18- 3,19 µ breit. Cercospora apii ist saatgutübertragbar und kann auf infizierten Pflanzenresten, die in den Boden eingearbeitet werden, überdauern. Die Konidien werden durch Wind, Wassertropfen, Feldarbeiten und Maschinen verbreitet. Aus der Literatur ist bekannt, dass an Sellerie Cercospora apii nur gelegentlich auftreten soll. Dieser Pilz hat aber wegen seiner höheren Temperaturansprüche (über längere Perioden) bei uns bis jetzt keine Bedeutung erlangt. C. apii tritt in der Regel früher auf als Septoria apiicola. Temperaturen zwischen 15 und 30°C fördern das Auftreten von C. apii, bevorzugt breitet er sich bei Temperaturen zwischen 22 und 28°C aus.

Symptome

Auf den Blättern sind zunächst kleine, rundliche, gelbliche bis hellbraune Flecken zu sehen, die sich rasch vergrößern. Sie können 1 cm im Durchmesser, aber auch mehr messen. Die Flecken vertrocknen und färben sich intensiv braun. Fließen die Blattflecken zusammen, welken die Blätter und vertrocknen schließlich. Oberflächlich betrachtet, können die Symptome mit jenen der Septoria-Blattfleckenkrankheit anfänglich verwechselt werden. Cercospora apii tritt in der Regel früher auf als Septoria apiicola.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Aus Kalifornien wird über ein größeres Auftreten in den 50er-Jahren berichtet, seit 20 Jahren wurde der Erreger aber nur sehr selten nachgewiesen. Zwischen 1992 und 1998 wurde C. apii auch in Litauen gefunden. Funde von C. apii an Sellerie gab es auch in Italien und Florida. Neben Apium graveolens sind weitere Wirtspflanzen Daucus carota und Pastinaca sativa.

Vorbeugung und Bekämpfung

Sollte aufgrund geänderter Witterungsbedingungen (C. apii bevorzugt höhere Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 15 und 30°C) dieses Pathogen an Sellerie größere Bedeutung gewinnen, müssen z B. die Erhebung des Verbreitungsareals, Abklärung der Ansprüche des Erregers, der Befallsstärke und Befallshäufigkeit sowie die wirtschaftliche Bedeutung und mögliche veränderte Gegenmaßnahmen gegen Pilzerkrankungen des Selleries erhoben werden. Als Gegenmaßnahmen bieten sich an: befallsfreies Saatgut, eine mindestens vierjährige Fruchtfolge, tiefes Unterpflügen der Pflanzenreste und eine gesteuerte Bewässerung.

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Ein Befall beginnt an den äußeren Blättern
Ein Befall beginnt an den äußeren Blättern
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Befall am Blatt
Befall am Blatt
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