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Brown and Black Beetle

Bromius obscurus

Changed on: 02.06.2021
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Steckbrief

Der Rebenfallkäfer wird aufgrund der verursachten Schadsymptome auch „Schreiber“ genannt. Er ist ein Gelegenheitsschädling an Weinstöcken, der Fraßschäden an oberirdischen Pflanzenteilen und den Wurzeln verursachen kann.

Aussehen

Der 5-6 mm große Blattkäfer ist bräunlich-schwarz gefärbt und nicht metallisch glänzend. Die Flügeldecken sind breiter als der Halsschild und haben deutliche Schultern, woran die Käfer gut zu erkennen sind. 

Die im Wurzelbereich lebenden weißlichen Larven mit brauner Kopfkapsel haben drei Beinpaare und werden ca. 5 mm groß.

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Oben: Charakteristische Fraßspuren des "Schreibers" an Traube und Rebtrieb; Mitte links: Puppenstadium; Unten rechts: Erwachsener Rebenfallkäfer
Auf den Trauben und dem Blatt einer Weinrebe sind Fraßspuren zu sehen. Darunter sieht man die Larve, die Puppe und den ausgewachsenen Blattkäfer

Biologie

Der Rebenfallkäfer gehört zur Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae). 

Die Käfer leben von Anfang Mai bis August an den Rebstöcken. Bei Störung lassen sie sich zu Boden fallen („Rebenfallkäfer“). Nach einem Reifungsfraß von etwa zwei Wochen legen die Weibchen die Eier in Gruppen von 15-20 Stück in Ritzen der alten Borke oder an oberflächennahen Wurzeln ab. Nach zehn bis zwölf Tagen schlüpfen die Junglarven, die an den Wurzeln fressen. Sie zerstören anfangs die feinen Wurzeln und fressen später an älteren Wurzeln in spiraligen Gängen. Der Wurzelfraß dauert bis in den Herbst, oder er dauert auch während milder Winter an. Gegen Winterende erfolgt die Verpuppung dicht unter der Erdoberfläche. Nach etwa dreiwöchiger Puppenruhe kommt es im Frühjahr zum Schlupf der Käfer.

Schadsymptome

Die Blattkäfer verursachen an oberirdischen Pflanzenteilen wie Blättern, Trieben und Beeren Fraßspuren, die etwa 1 mm breit und 10 mm lang sind und an Schriftzeichen erinnern. Deshalb wird der Rebenfallkäfer auch „Schreiber“ genannt. Ab dem Hochsommer können auch die Beeren benagt sein. Die Symptome sind jenen des „Oidium-Samenbruchs“, verursacht durch Mehltau, ähnlich. Sekundäre Pilzinfektionen können zusätzlich die angefressenen Beeren schädigen. 

Die Larven fressen an den Wurzeln der Reben. Dies verursacht Leitungsstörungen, die von Kümmerwuchs bis zum Absterben der Stöcke führen können.

Wirtspflanzen

Neben Weinreben (Vitis) gelten auch Nachtkerzengewächse wie das Schmalblättrige Weidenröschen (Epilobium angustifolium) als Wirtspflanzen des Rebenfallkäfers.

Verbreitung

Der Rebenfallkäfer ist in Europa, Nordafrika, Nord- und Mittelamerika verbreitet.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Natürliche Feinde der Rebenfallkäfer sind u. a. Insekten fressende Wirbeltiere aber auch Ameisen, die die Eier fressen. 
  • Pflanzenschutzmaßnahmen zur Bekämpfung dieser Blattkäfer sind üblicherweise nicht notwendig. 
  • Oft werden die Rebenfallkäfer mit Pflanzenschutzmaßnahmen gegen andere Schädlinge miterfasst
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