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Blattrollkrankheit der Ackerbohne

Bean leaf roll luteovirus [BLRV]

Changed on: 24.07.2019
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An Ackerbohnen kann die Blattrollkrankheit das Wuchsbild der Pflanzen total verändern. Frühe Infektionen können Ertragsausfälle bis zu 50% verursachen.

Schadorganismus

Die Blattrollkrankheit der Ackerbohne wird durch das Bean leaf roll luteovirus (= Pea leaf roll virus) verursacht. Es wurde erstmals 1954 an Pisum sativum und Vicia faba in Deutschland nachgewiesen. Es wird durch mehrere Blattlausarten übertragen, wobei die Erbsenlaus als Hauptüberträger gilt. Schwarze Bohnenlaus und Wickenlaus hingegen übertragen dieses Virus nicht. Die Viren werden durch die Vektoren (Blattläuse) persistent übertragen. (Viren werden erst nach längerer Saugzeit von den Vektoren aufgenommen, bleiben in diesen lange infektiös und können erst nach einer bestimmten Zeitspanne auf gesunde Pflanzen übertragen werden. Sie zirkulieren im Insektenkörper, sind mechanisch nur schwer oder überhaupt nicht übertragbar). Von überwinternden Leguminosen, hauptsächlich Rot- und Weiß-Klee und Luzerne, können die Vektoren das Virus auch auf entfernte Feldbestände der Ackerbohne übertragen.

Symptome

Das Aussehen der ganzen Pflanze ist sehr stark verändert. Die Blätter sind grünlich-gelb verfärbt und stehen auffallend im spitzen Winkel nach oben. Die Blättchen sind tütenförmig nach oben hin eingerollt und sind ganz starr. Auch die Blüten können abfallen.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Ein Auftreten dieses Virus wurde in der Vergangenheit in Europa gemeldet aus: Großbritannien, Deutschland und Österreich (es dürfte jedoch in allen europäischen Anbaugebieten der Ackerbohne vorkommen). Weiters kommt es vor in Äthiopien, Syrien, Tunesien, Pakistan, in der Türkei, im Iran, Libanon und in den U.S.A. 
Außer an Vicia faba kommt das Bean leaf roll luteovirus noch vor an: Medicago sativa (Pflanzen zeigen in der Regel keine Symptome), Pisum sativum (chlorotische, nach unten eingerollte Blätetr), Trifolium repens (gelbliche, eingerollte Blätter), Phaseolus vulgaris, Cicer arietinum, Vigna unguiculata, Lens culinaris (bei den 4 letztgenannten Arten sind die Blätter gelblich verfärbt).

Vorbeugung und Bekämpfung

Frühe Aussaaten sind wesentlich weniger gefährdet. Ackerbohnen nicht in der in der Nähe von überwinternden Leguminosen anbauen. Eine Bekämpfung der Blattläuse kann eine deutliche Verringerung des Schadens bedingen (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).



An Ackerbohnen kann die Blattrollkrankheit das Wuchsbild der Pflanzen total verändern. Frühe Infektionen können Ertragsausfälle bis zu 50% verursachen.

Schadorganismus

Die Blattrollkrankheit der Ackerbohne wird durch das Bean leaf roll luteovirus (= Pea leaf roll virus) verursacht. Es wurde erstmals 1954 an Pisum sativum und Vicia faba in Deutschland nachgewiesen. Es wird durch mehrere Blattlausarten übertragen, wobei die Erbsenlaus als Hauptüberträger gilt. Schwarze Bohnenlaus und Wickenlaus hingegen übertragen dieses Virus nicht. Die Viren werden durch die Vektoren (Blattläuse) persistent übertragen. (Viren werden erst nach längerer Saugzeit von den Vektoren aufgenommen, bleiben in diesen lange infektiös und können erst nach einer bestimmten Zeitspanne auf gesunde Pflanzen übertragen werden. Sie zirkulieren im Insektenkörper, sind mechanisch nur schwer oder überhaupt nicht übertragbar). Von überwinternden Leguminosen, hauptsächlich Rot- und Weiß-Klee und Luzerne, können die Vektoren das Virus auch auf entfernte Feldbestände der Ackerbohne übertragen.

Symptome

Das Aussehen der ganzen Pflanze ist sehr stark verändert. Die Blätter sind grünlich-gelb verfärbt und stehen auffallend im spitzen Winkel nach oben. Die Blättchen sind tütenförmig nach oben hin eingerollt und sind ganz starr. Auch die Blüten können abfallen.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Ein Auftreten dieses Virus wurde in der Vergangenheit in Europa gemeldet aus: Großbritannien, Deutschland und Österreich (es dürfte jedoch in allen europäischen Anbaugebieten der Ackerbohne vorkommen). Weiters kommt es vor in Äthiopien, Syrien, Tunesien, Pakistan, in der Türkei, im Iran, Libanon und in den U.S.A. 
Außer an Vicia faba kommt das Bean leaf roll luteovirus noch vor an: Medicago sativa (Pflanzen zeigen in der Regel keine Symptome), Pisum sativum (chlorotische, nach unten eingerollte Blätetr), Trifolium repens (gelbliche, eingerollte Blätter), Phaseolus vulgaris, Cicer arietinum, Vigna unguiculata, Lens culinaris (bei den 4 letztgenannten Arten sind die Blätter gelblich verfärbt).

Vorbeugung und Bekämpfung

Frühe Aussaaten sind wesentlich weniger gefährdet. Ackerbohnen nicht in der in der Nähe von überwinternden Leguminosen anbauen. Eine Bekämpfung der Blattläuse kann eine deutliche Verringerung des Schadens bedingen (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).



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