Content currently only available in German

Amerikanische Rebenblattlaus

Aphis illinoisensis

Changed on: 21.05.2019
Icon

Die Amerikanische Rebenblattlaus (Aphis illinoisensis) ist in Europa eine neue Schädlingsart in Weinkulturen. Ursprünglich kommt sie aus Nord-, Zentral-, und Südamerika, breitet sich allmählich aber auch im Mittelmeerraum aus. In der EU ist sie zwar nicht als Quarantäneschadorganismus (QSO) gelistet, im Weinbau ist sie dennoch ein bedeutender Schädling.

Schadorganismus

Die Amerikanische Rebenblattlaus gehört zur Familie der Röhrenblattläuse (Aphididae). Diese Familie zeichnet sich dadurch aus, dass die Tiere zwei Rückenröhren (Siphonen) auf dem Körper tragen. Diese dienen dazu, bei Beunruhigung ein Wehrsekret mit Wachszellen abzugeben, das die Mundwerkzeuge kleiner Angreifer verschmiert und die Blattläuse somit schützt. Amerikanische Rebenblattläuse sind nur 2,5 mm groß, haben einen weichen Körper und sind zumeist rötlich-bräunlich gefärbt. Die Läuse überwintern als Ei auf Viburnum prunifolium (Schneeball). Im Frühjahr bilden sie Kolonien und pflanzen sich über mehrere Generationen mittels Jungfernzeugung (Parthenogenese) fort, um danach eine geflügelte, sich geschlechtlich fortpflanzende Generation zu bilden. Diese fliegt dann auf die Weinrebe. Im Herbst kehren die geflügelten Weibchen zurück auf Viburnum und legen Eier ab, welche überwintern.

Symptome und Schäden

Amerikanische Rebenblattläuse haben einen stilett-artigen Saugrüssel und ernähren sich von Pflanzensaft. Wenn sie in Massen (Kolonien) auftreten, kann es zu erheblichen Schädigungen der Wirtspflanze kommen. Durch den Entzug von Phloemsaft durch die Amerikanische Rebenblattlaus verliert der befallene Weinstock Kohlenhydrate und Stickstoff. Langfristig kann es bei stark befallenen Stöcken zu Auszehrungserscheinungen und Kümmerwuchs kommen. Die Amerikanischen Rebenblattläuse überträgt keine für Weinreben gefährliche Viren.

Verbreitung und Wirtspflanzen

A. illinoisensis ist weit verbreitet in den USA, Mittel- und Südamerika. In die Türkei wurde sie 2003 eingeschleppt. Von dort hat sie sich nach Griechenland, Montenegro und Albanien ausgebreitet. Außerdem kommt sie mittlerweile in einigen Mittelmeer-anrainerstaaten (Israel, Tunesien, Algerien, Malta) vor.

Die primäre Wirtspflanze der Amerikanischen Rebenblattlaus ist Viburnus prunifolium (Schneeball). Sekundäre Wirtspflanzen sind Arten verschiedener Genera von Weinrebengewächsen (Vitaceae) einschließlich der Gattungen Ampelocissus, Parthenocissus, Cissus und Vitis.

Bekämpfung

Eine Bekämpfung von Amerikanischen Rebenblattläusen ist nur bei starkem Befall sinnvoll, denn sie haben eine Reihe von natürlichen Feinden. Hierzu gehören Marienkäfer, Samtmilben, Florfliegenlarven, Raubwanzen, Raubmilben und Spinnen. Als Pflanzensaftsauger kann die Amerikanische Rebenblattlaus auch mit systemischen Pflanzenschutzmitteln relativ leicht bekämpft werden.

Die Amerikanische Rebenblattlaus (Aphis illinoisensis) ist in Europa eine neue Schädlingsart in Weinkulturen. Ursprünglich kommt sie aus Nord-, Zentral-, und Südamerika, breitet sich allmählich aber auch im Mittelmeerraum aus. In der EU ist sie zwar nicht als Quarantäneschadorganismus (QSO) gelistet, im Weinbau ist sie dennoch ein bedeutender Schädling.

Schadorganismus

Die Amerikanische Rebenblattlaus gehört zur Familie der Röhrenblattläuse (Aphididae). Diese Familie zeichnet sich dadurch aus, dass die Tiere zwei Rückenröhren (Siphonen) auf dem Körper tragen. Diese dienen dazu, bei Beunruhigung ein Wehrsekret mit Wachszellen abzugeben, das die Mundwerkzeuge kleiner Angreifer verschmiert und die Blattläuse somit schützt. Amerikanische Rebenblattläuse sind nur 2,5 mm groß, haben einen weichen Körper und sind zumeist rötlich-bräunlich gefärbt. Die Läuse überwintern als Ei auf Viburnum prunifolium (Schneeball). Im Frühjahr bilden sie Kolonien und pflanzen sich über mehrere Generationen mittels Jungfernzeugung (Parthenogenese) fort, um danach eine geflügelte, sich geschlechtlich fortpflanzende Generation zu bilden. Diese fliegt dann auf die Weinrebe. Im Herbst kehren die geflügelten Weibchen zurück auf Viburnum und legen Eier ab, welche überwintern.

Symptome und Schäden

Amerikanische Rebenblattläuse haben einen stilett-artigen Saugrüssel und ernähren sich von Pflanzensaft. Wenn sie in Massen (Kolonien) auftreten, kann es zu erheblichen Schädigungen der Wirtspflanze kommen. Durch den Entzug von Phloemsaft durch die Amerikanische Rebenblattlaus verliert der befallene Weinstock Kohlenhydrate und Stickstoff. Langfristig kann es bei stark befallenen Stöcken zu Auszehrungserscheinungen und Kümmerwuchs kommen. Die Amerikanischen Rebenblattläuse überträgt keine für Weinreben gefährliche Viren.

Verbreitung und Wirtspflanzen

A. illinoisensis ist weit verbreitet in den USA, Mittel- und Südamerika. In die Türkei wurde sie 2003 eingeschleppt. Von dort hat sie sich nach Griechenland, Montenegro und Albanien ausgebreitet. Außerdem kommt sie mittlerweile in einigen Mittelmeer-anrainerstaaten (Israel, Tunesien, Algerien, Malta) vor.

Die primäre Wirtspflanze der Amerikanischen Rebenblattlaus ist Viburnus prunifolium (Schneeball). Sekundäre Wirtspflanzen sind Arten verschiedener Genera von Weinrebengewächsen (Vitaceae) einschließlich der Gattungen Ampelocissus, Parthenocissus, Cissus und Vitis.

Bekämpfung

Eine Bekämpfung von Amerikanischen Rebenblattläusen ist nur bei starkem Befall sinnvoll, denn sie haben eine Reihe von natürlichen Feinden. Hierzu gehören Marienkäfer, Samtmilben, Florfliegenlarven, Raubwanzen, Raubmilben und Spinnen. Als Pflanzensaftsauger kann die Amerikanische Rebenblattlaus auch mit systemischen Pflanzenschutzmitteln relativ leicht bekämpft werden.

caption
Amerikanische Rebenblattlaus
Amerikanische Rebenblattlaus
x