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Acidovorax-Bakterienblattfleckenkrankheit des Feldsalats

Acidovorax valerianellae

Changed on: 24.07.2019
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Bakterienblattflecken an Feldsaltblättern
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Bakterienblattflecken an Feldsaltblättern

Seit einigen Jahren treten an Feldsalat häufig kleine schwarze Blattflecken auf, als deren Ursache das Bakterium Acidovorax valerinellae nachgewiesen wurde. Durch einen Befall sterben die Pflanzen zwar nicht ab, aber deren Qualität ist erheblich beeinträchtigt. Bei geringem Befall an den äußeren Blättern können diese durch einen vermehrten Putzaufwand noch vermarktet werden. Werden Befallsstellen übersehen, kann es in Folge zu größeren Schäden beim Transport und Lagerung beim Handel, auch durch bakteriellen Sekundärbefall, kommen. Diese Bakteriose an Feldsalat ist in Verbreitung begriffen.

Schadorganismus

Aus den Blattflecken können Bakterien isoliert werden, die zur Gruppe der gramnegativen und oxidasepositiven Pseudomonaden gehören. Aufgrund der Ergebnisse des Bakterienbestimmungssystems BIOLOGTM konnten die Bakterien der Art Acidovorax valerinellae zugeordnet werden. Bakterienblattfleckenkrankheiten an Feldsalat waren bisher eigentlich kaum bekannt. Längere Blattnässeperioden, z. B. nach anhaltenden Regenfällen oder Bewässerungsmaßnahmen fördern Infektionen und die Befallsausbreitung. Im Freiland muss daher im Frühjahr und im Herbst bei feuchtwarmen Bedingungen mit einem Auftreten dieser Krankheit an Feldsalat gerechnet werden. In Verpackungen kann sich die Krankheit an der fertigen Verkaufsware weiter entwickeln. Der Wirtspflanzenkreis des Bakteriums ist noch unbekannt und die Bedeutung des Saatgutes und des Bodens als Infektionsquellen werden untersucht. Im Jahr 2001 erfolgte eine Prüfung auf Anfälligkeit der vorhandenen Sorten, wobei alle Sorten gleich anfällig gegenüber Acidovorax valerianellae waren. Lediglich 2 Wildsorten erwiesen sich als nicht infizierbar. Aus Saatgut von Feldsalat konnte Acidovorax valerianellae isoliert werden.

Symptome

Auf den Blättern sind zunächst punktförmige, dunkelgrüne, fett glänzende Flecken zu sehen, die später von einem gelblichen Hof umgeben sind. Die schwarzen Flecken vergrößern sich bis zu 4 bis 5 mm, sind rundlich bis unregelmäßig und zerreißen schließlich. Die Flecken können an der gesamten Blattspreite und an den Blatträndern auftreten. An den Rändern sind die Flecken scharf zum gesunden Gewebe abgegrenzt. Bei starkem Befall vergilben die Blätter und sterben ab. An Befallsstellen können sekundär Bakterien und auch Grauschimmel Fäulnis verursachen. Blätter jeden Alters sind anfällig.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Wahrscheinlich weltweit, wo Feldsalat kultiviert wird. Häufig kommen Meldungen über einem Befall an Feldsalat aus Frankreich, Deutschland und Österreich.
Als einzige Wirtspflanze ist derzeit der Feldsalat (Valerianella locusta) bekannt.

Vorbeugung und Bekämpfung

Längere Blattnässeperioden sind nach Möglichkeit zu vermeiden. Auf Flächen, auf denen diese Krankheit aufgetreten ist, Feldsalat erst nach mindestens zwei Jahren wieder kultivieren. Je öfter, auch innerhalb eines Jahres, Feldsalat auf sich selbst folgt, desto stärker wird sich die Krankheit auf Folgebeständen ausbreiten. Wirksame Präparate für eine chemische Bekämpfung sind derzeit nicht bekannt.

 

Bakterienblattflecken an Feldsaltblättern
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Bakterienblattflecken an Feldsaltblättern

Seit einigen Jahren treten an Feldsalat häufig kleine schwarze Blattflecken auf, als deren Ursache das Bakterium Acidovorax valerinellae nachgewiesen wurde. Durch einen Befall sterben die Pflanzen zwar nicht ab, aber deren Qualität ist erheblich beeinträchtigt. Bei geringem Befall an den äußeren Blättern können diese durch einen vermehrten Putzaufwand noch vermarktet werden. Werden Befallsstellen übersehen, kann es in Folge zu größeren Schäden beim Transport und Lagerung beim Handel, auch durch bakteriellen Sekundärbefall, kommen. Diese Bakteriose an Feldsalat ist in Verbreitung begriffen.

Schadorganismus

Aus den Blattflecken können Bakterien isoliert werden, die zur Gruppe der gramnegativen und oxidasepositiven Pseudomonaden gehören. Aufgrund der Ergebnisse des Bakterienbestimmungssystems BIOLOGTM konnten die Bakterien der Art Acidovorax valerinellae zugeordnet werden. Bakterienblattfleckenkrankheiten an Feldsalat waren bisher eigentlich kaum bekannt. Längere Blattnässeperioden, z. B. nach anhaltenden Regenfällen oder Bewässerungsmaßnahmen fördern Infektionen und die Befallsausbreitung. Im Freiland muss daher im Frühjahr und im Herbst bei feuchtwarmen Bedingungen mit einem Auftreten dieser Krankheit an Feldsalat gerechnet werden. In Verpackungen kann sich die Krankheit an der fertigen Verkaufsware weiter entwickeln. Der Wirtspflanzenkreis des Bakteriums ist noch unbekannt und die Bedeutung des Saatgutes und des Bodens als Infektionsquellen werden untersucht. Im Jahr 2001 erfolgte eine Prüfung auf Anfälligkeit der vorhandenen Sorten, wobei alle Sorten gleich anfällig gegenüber Acidovorax valerianellae waren. Lediglich 2 Wildsorten erwiesen sich als nicht infizierbar. Aus Saatgut von Feldsalat konnte Acidovorax valerianellae isoliert werden.

Symptome

Auf den Blättern sind zunächst punktförmige, dunkelgrüne, fett glänzende Flecken zu sehen, die später von einem gelblichen Hof umgeben sind. Die schwarzen Flecken vergrößern sich bis zu 4 bis 5 mm, sind rundlich bis unregelmäßig und zerreißen schließlich. Die Flecken können an der gesamten Blattspreite und an den Blatträndern auftreten. An den Rändern sind die Flecken scharf zum gesunden Gewebe abgegrenzt. Bei starkem Befall vergilben die Blätter und sterben ab. An Befallsstellen können sekundär Bakterien und auch Grauschimmel Fäulnis verursachen. Blätter jeden Alters sind anfällig.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Wahrscheinlich weltweit, wo Feldsalat kultiviert wird. Häufig kommen Meldungen über einem Befall an Feldsalat aus Frankreich, Deutschland und Österreich.
Als einzige Wirtspflanze ist derzeit der Feldsalat (Valerianella locusta) bekannt.

Vorbeugung und Bekämpfung

Längere Blattnässeperioden sind nach Möglichkeit zu vermeiden. Auf Flächen, auf denen diese Krankheit aufgetreten ist, Feldsalat erst nach mindestens zwei Jahren wieder kultivieren. Je öfter, auch innerhalb eines Jahres, Feldsalat auf sich selbst folgt, desto stärker wird sich die Krankheit auf Folgebeständen ausbreiten. Wirksame Präparate für eine chemische Bekämpfung sind derzeit nicht bekannt.

 

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