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GV-Pflanzen der 2. Generation

Changed on: 19.10.2016

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich der Grünen Gentechnik und Bedürfnisse von Verbrauchern und Industrie haben zur Entwicklung von GV-Pflanzen der zweiten Generation geführt. Durch die geänderten Wirkungs- und Einsatzziele dieser Pflanzen ergeben sich besondere Aspekte bezüglich der Risikobewertung.

In einem einjährigen AGES-Forschungsprojekt wurden basierend auf wissenschaftlicher Literatur sowie Informationen aus Zulassungs- und Feldversuchsdatenbanken für GV-Pflanzen diese Besonderheiten der Risikobewertung ausführlich dargestellt und diskutiert. Auch wurden zukünftige Entwicklungen im Bereich der GV-Pflanzen der zweiten Generation abgeschätzt.

Studie: Risk Assessment of Second Generation Genetically Modified Organisms

Während die erste Generation der GV-Pflanzen Herbizidtoleranzen oder Schädlingsresistenzen besitzt, bietet die zweite Generation direkte Vorteile für Konsumenten oder hilft mit, industrielle Prozesse zu vereinfachen und Produktionskosten zu verringern. Beispiele dafür sind vitaminangereicherte Pflanzen, Pflanzen mit verändertem Fettsäure- oder Aminosäuremuster oder verändertem Protein- oder Zuckergehalt, Pflanzen mit geringerem Anteil an anti-nutritiven Substanzen, Pflanzen die industrielle Rohstoffe produzieren bzw. höhere Erträge liefern, oder auch länger haltbares Obst und Gemüse.

Die Analyse hinsichtlich Risikobewertung lässt ein Potenzial zur Verbesserung bestehender Risikobewertungsstrategien für GV-Pflanzen der zweiten Generation erkennen. Defizite wurden identifiziert hinsichtlich der Notwendigkeit der Erweiterung bestehender Endpunkte im Rahmen der vergleichenden Bewertungen ("Comparative Assessment"), um Änderungen der Stoffwechselprofile umfassend charakterisieren zu können.

Generell besteht auf Grund des hohen Potenzials für unbeabsichtigte Stoffwechselveränderungen die Notwendigkeit eines geeigneten ernährungs-toxikologischen Ansatzes. Besondere Beachtung erfordert dabei die unbeabsichtigte Erhöhung von Substanzen, für die keine toxikologischen Richtwerte vorliegen. Dies könnten z. B. sekundäre Pflanzenprodukte oder Nebenverbindungen des Pflanzenmetabolismus sein.

Es muss auch klargestellt sein, dass ein von einer GV-Pflanze stammender Inhaltsstoff oder neu exprimiertes Protein kein Risiko betreffend schädlicher Effekte auf Entwicklungs- und Reproduktionssysteme und Allergenität in sich birgt. Besondere Aufmerksamkeit muss möglichen negativen Langzeit-Effekten gewidmet werden.

Da viele GV-Pflanzen der zweiten Generation einen Mehrwert für den Konsumenten besitzen, kann eine Risiko-Nutzen-Bewertung prinzipiell als ein geeigneter Ansatz für die umfassende Beurteilung dieser GV-Pflanzen gesehen werden. Die Weiterentwicklung von Omics-Technologien (z. B. Metabolic Profiling) wird empfohlen, um eine solidere Basis für die Risikobewertung von GV-Pflanzen der zweiten Generation schaffen.

Eine Überwachung nach dem Inverkehrbringen von Lebensmitteln oder Futtermitteln (Post Market Monitoring) wird in vielen Fällen sinnvoll sein, um die Erkenntnisse der Risikobewertung zu überprüfen. Für Abschätzungen und Berechnungen der Exposition sollten immer Worst-Case-Szenarien Verwendung finden.

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich der Grünen Gentechnik und Bedürfnisse von Verbrauchern und Industrie haben zur Entwicklung von GV-Pflanzen der zweiten Generation geführt. Durch die geänderten Wirkungs- und Einsatzziele dieser Pflanzen ergeben sich besondere Aspekte bezüglich der Risikobewertung.

In einem einjährigen AGES-Forschungsprojekt wurden basierend auf wissenschaftlicher Literatur sowie Informationen aus Zulassungs- und Feldversuchsdatenbanken für GV-Pflanzen diese Besonderheiten der Risikobewertung ausführlich dargestellt und diskutiert. Auch wurden zukünftige Entwicklungen im Bereich der GV-Pflanzen der zweiten Generation abgeschätzt.

Studie: Risk Assessment of Second Generation Genetically Modified Organisms

Während die erste Generation der GV-Pflanzen Herbizidtoleranzen oder Schädlingsresistenzen besitzt, bietet die zweite Generation direkte Vorteile für Konsumenten oder hilft mit, industrielle Prozesse zu vereinfachen und Produktionskosten zu verringern. Beispiele dafür sind vitaminangereicherte Pflanzen, Pflanzen mit verändertem Fettsäure- oder Aminosäuremuster oder verändertem Protein- oder Zuckergehalt, Pflanzen mit geringerem Anteil an anti-nutritiven Substanzen, Pflanzen die industrielle Rohstoffe produzieren bzw. höhere Erträge liefern, oder auch länger haltbares Obst und Gemüse.

Die Analyse hinsichtlich Risikobewertung lässt ein Potenzial zur Verbesserung bestehender Risikobewertungsstrategien für GV-Pflanzen der zweiten Generation erkennen. Defizite wurden identifiziert hinsichtlich der Notwendigkeit der Erweiterung bestehender Endpunkte im Rahmen der vergleichenden Bewertungen ("Comparative Assessment"), um Änderungen der Stoffwechselprofile umfassend charakterisieren zu können.

Generell besteht auf Grund des hohen Potenzials für unbeabsichtigte Stoffwechselveränderungen die Notwendigkeit eines geeigneten ernährungs-toxikologischen Ansatzes. Besondere Beachtung erfordert dabei die unbeabsichtigte Erhöhung von Substanzen, für die keine toxikologischen Richtwerte vorliegen. Dies könnten z. B. sekundäre Pflanzenprodukte oder Nebenverbindungen des Pflanzenmetabolismus sein.

Es muss auch klargestellt sein, dass ein von einer GV-Pflanze stammender Inhaltsstoff oder neu exprimiertes Protein kein Risiko betreffend schädlicher Effekte auf Entwicklungs- und Reproduktionssysteme und Allergenität in sich birgt. Besondere Aufmerksamkeit muss möglichen negativen Langzeit-Effekten gewidmet werden.

Da viele GV-Pflanzen der zweiten Generation einen Mehrwert für den Konsumenten besitzen, kann eine Risiko-Nutzen-Bewertung prinzipiell als ein geeigneter Ansatz für die umfassende Beurteilung dieser GV-Pflanzen gesehen werden. Die Weiterentwicklung von Omics-Technologien (z. B. Metabolic Profiling) wird empfohlen, um eine solidere Basis für die Risikobewertung von GV-Pflanzen der zweiten Generation schaffen.

Eine Überwachung nach dem Inverkehrbringen von Lebensmitteln oder Futtermitteln (Post Market Monitoring) wird in vielen Fällen sinnvoll sein, um die Erkenntnisse der Risikobewertung zu überprüfen. Für Abschätzungen und Berechnungen der Exposition sollten immer Worst-Case-Szenarien Verwendung finden.

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