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Richtig düngen für bessere Erträge

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Changed on: 15.12.2016

Eine wichtige Voraussetzung für eine gute Ernte ist der optimale Nährstoffgehalt in den Ackerböden.

Um eine nachhaltige Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, ist daher Düngung notwendig.

Langjährige Bodenuntersuchungen der AGES, der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, zeigen allerdings, dass die Düngung sehr oft nicht sachgerecht durchgeführt wird.

Eine wichtige Voraussetzung für eine gute Ernte ist der optimale Nährstoffgehalt in den Ackerböden.

Um eine nachhaltige Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, ist daher Düngung notwendig.

Langjährige Bodenuntersuchungen der AGES, der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, zeigen allerdings, dass die Düngung sehr oft nicht sachgerecht durchgeführt wird.

Gründe für eine Bodenuntersuchung

Die Standard-Grunddüngung nach Entzug ist nur auf rund einem Drittel der Standorte in den Marktfruchtregionen wirklich sachgerecht. Das bedeutet, dass die übrigen Flächen entweder über- oder unterversorgt sind.
Von Betrieben mit Tierhaltung werden eher selten Bodenuntersuchungen beauftragt, weil die Meinung vorherrscht, dass alles bestens sei.

Sehr häufig werden aber auf Standorten mit Tierhaltung oder Biogasgülleausbringung deutliche Ungleichgewichte in den Bodennährstoffgehalten gefunden, z.B. Versauerung oder sehr niedrigerer P-Gehalt bzw. sehr hoher K-Gehalt im Boden.

Bei der Ermittlung des Grunddüngeraufwands wird davon ausgegangen, dass die durch die Pflanzen entzogenen Nährstoffe und Nährstoffverluste, z. B. durch Auswaschung, dem Boden wieder zugeführt werden müssen. Diese Zufuhr von Grundnährstoffen kann allerdings wesentlich besser auf den voraussichtlichen Bedarf der Kultur abgestimmt werden, wenn die Nährstoffsituation der jeweiligen Ackerflächen bekannt ist.

Eine Bodenuntersuchung spart Geld

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Richtiges Düngen bedeutet bares Geld zu sparen!
Eine Hand führt Wasser, eine Münzen und eine Düngemittel zu einer Pflanze zu, die in Geld steckt.

Eine Bodenuntersuchung auf Phosphor, Kalium und Magnesium bei der AGES dient als Grundlage für Düngeempfehlungen für die kommenden fünf bis sechs Jahre. Bei diesen Empfehlungen werden sowohl betriebswirtschaftliche als auch umweltrelevante Aspekte mitbewertet. Die Grundlagen haben Experten der AGES aus vielen langjährigen Feldversuchen in allen landwirtschaftlichen Regionen Österreichs abgeleitet. Einige wenige stationäre Versuche laufen noch ununterbrochen seit 1976, um die geltenden Empfehlungen ständig zu überprüfen und bei Änderungen der Preise für Dünger und landwirtschaftliche Produkte anpassen zu können.

Die Kosten für eine derartige Untersuchung incl. einer detaillierten Nährstoffempfehlung nach den geltenden Richtlinien für die sachgerechte Düngung liegen bei 15 Euro (pH-Wert, Phosphor und Kalium) bzw. 20 Euro, wenn auch der Magnesiumgehalt untersucht werden soll.

Da die Ergebnisse für die kommenden sechs Jahre gelten, liegen bei einem Feld von drei Hektar die Kosten somit bei etwa 83 Cent bzw. 1,1 Euro pro Hektar und Jahr. Wenn durch die Bodenuntersuchung ein Nährstoffbedarf nachgewiesen wird, sollte die Grunddüngung gezielt zu Hackfrüchten und Sommerungen gegeben werden.

Landwirt düngt Weizenfeld mit NPK

Eine nicht sachgerechte Düngung kann mittel- bis langfristig die Erlöse um mehr als 100 Euro pro Jahr und Hektar vermindern.

Vor allem bei Phosphor wirkt sich sowohl eine Unterversorgung durch langjährigen Verzicht auf Düngung als auch die Überversorgung auf Grund der Düngerkosten negativ auf den Erlös aus.

Bei Kalium wiederum führt auch ein mittelfristiger Düngeverzicht zu keinen oder nur geringen Erlöseinbußen, wenn der Hackfruchtanteil in der Fruchtfolge ist gering. Das Einarbeiten von Ernterückständen, die viel Kalium enthalten (Stroh, Rübenblatt) lässt die Kalium-Gehalte im Boden leicht ansteigen. Bei einem hohen Anteil Kalium-sensibler Kulturen wie z. B. Kartoffel, Zwiebel, Rübe, empfiehlt sich eine Düngung, durch die die Nährstoffgehalte im Boden im optimalen Bereich gehalten werden. Zu hohe Kaliumgaben bleiben hingegen ohne Wirkung und sind lediglich mit erhöhten Kosten verbunden.

Hinweis für kalkbedürftige Kulturen

Ganz wesentlich ist eine gezielte Kalkung auf Grundlage einer Bodenuntersuchung: Wenn die pH-Werte unter kritische Bereiche absinken (z.B. unter 5,5 auf leichten Böden), dann reagieren kalkbedürftige Kulturen wie z.B. Luzerne, Raps, Zuckerrübe, Mais  und Gerste mit deutlichen Ertragseinbußen. Mit Ausnahme des Nordöstlichen Flach- und Hügellandes ist in allen anderen Regionen auf eine regelmäßige Kalkversorgung zu achten.

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