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Projekt Umbrella

UMBRELLA

Using microbes for the regulation of heavy metal mobility at ecosystem and landscape scale: an integrative approach for soil remediation by geobiological processes

In vielen Teilen Europas stellen Böden mit hohen Schwermetallgehalten ein komplexes Problem für ganze Ökosysteme und damit auch für die menschliche Gesundheit dar. Vor allem in Bergbaugebieten, auch wenn bereits vor langer Zeit der Förderbetrieb eingestellt wurde, sind diese Probleme von höchster Aktualität.

Neben den häufig punktuell auftretenden Kontaminationen, wie zum Beispiel an Orten ehemaliger Abraumhalden, deren Sicherung durch technische Maßnahmen mit einem überschaubaren Aufwand bewerkstelligt werden kann, treten etwa nach Erosion dieser räumlich relativ eng begrenzten Bereiche und anschließendem Transport sowie Verteilung über ganze Talniederungen, großflächige Bodenkontaminationen auf.

In letzteren Fällen versagen technische Sanierungsmaßnahmen bzw. sind diese zu teuer.

Eine alternative Möglichkeit zur technischen Sanierung von kontaminierten Böden stellt die Phytosanierung dar, bei der versucht wird, durch die gezielte Ansaat von geeigneten Pflanzenarten die im Boden vorhandenen Schwermetalle über die Wurzeln diesem zu entziehen. Durch die Ernte der oberirdischen Biomasse können die anorganischen Schadstoffe dem Naturkreislauf entnommen werden.

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Versuchsfeld „Gessenwiese“
Versuchsfeld „Gessenwiese“

Ziel des europäischen Forschungsprojektes war es, dieses sanfte Verfahren zu verbessern und damit den Sanierungsablauf zu beschleunigen. Dazu wurden schwermetallresistente Mikroorganismen (Bakterien, Mykorrhiza-Pilze) auf kontaminierten Standorten gesammelt, identifiziert und vermehrt.

Parallel dazu erfolgte ein ähnliches Vorgehen zur Identifizierung geeigneter Pflanzenarten, welche für die unterschiedlichen in Europa herrschenden klimatischen Bedingungen (atlantisch, mediterran, kontinental) geeignet sind.

Durch die Beimpfung der zu sanierenden Böden mit den ausgewählten Mikrobengesellschaften, auf denen vorher die passenden Pflanzen ausgesät wurden, kommt es zur Zusammenführung der beiden Sanierungshilfsmittel.

Aufgabe der AGES innerhalb des vielköpfigen Projektkonsortiums war es, auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse eine guideline zu erstellen, die zukünftig eine einheitliche Vorgehensweise bei der Durchführung von sanften Sanierungsmaßnahmen innerhalb Europas im Zusammenhang mit schwermetallbelasteten Böden erlaubt.

Autor: Hans-Peter Haslmayr

Weitere Informationen unter:
http://www.umbrella.uni-jena.de/
http://www.biotechnologie.de/

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Phone: +43(0)5 0555 34125
Fax: +43(0)5 0555 34101
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1220 Wien



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