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Hitzetelefon: 050 555 555

Changed on: 16.08.2018

Informationen zum richtigen Umgang mit der Hitze unter

Tel: 050 555-555

Mo-Fr: 6 bis 22 Uhr, Sa: 8 bis 20 Uhr, So 8 bis 18 Uhr


Tipps gegen die Hitze

Mir ist von der Hitze schlecht/schwindlig. Was soll ich tun?

Sie sollten sofort

  • eine kühle Umgebung aufsuchen
  • Flüssigkeit zu sich nehmen
  • Körper mit feuchten Tüchern oder durch Duschen abkühlen

Falls sich ihre Symptome nicht bessern, rufen sie bitte Ihren Arzt oder die Rettung (Notfallnummer: 144)

Bei diesen Symptomen kann es sich um einen Hitzestau handeln: Ein Hitzestau kann bei großer Hitze vor allem in Zusammenhang mit körperlicher Anstrengung oder dem Tragen von zu enger und zu warmer Kleidung auftreten. Dadurch ausgelöstes, starkes Schwitzen kann zu hohem Mineralstoff- und Flüssigkeitsverlust und in weiterer Folge zu Kreislaufstörungen führen. Typische Symptome eines Hitze-staus sind Schwindel, Benommenheit und Übelkeit, ein erhöhter Puls sowie eine erhöhte Körpertemperatur (bis zu 41 °C).

Eine Person ist wegen der Hitze zusammengebrochen/bewusstlos. Was soll ich tun?

Sie sollten sofort folgendes machen:

  • Bringen Sie die betroffene Person wenn möglich in eine kühle Umgebung
  • Lockern Sie die Kleidung der Person
  • Legen Sie feuchte Tücher auf Kopf und Körper der Person
  • Ist die Person bei Bewusstsein, geben Sie ihr schluckweise Flüssigkeit
  • Ist die Person bewusstlos, bringen Sie sie in stabile Seitenlage
  • Rufen Sie unbedingt einen Arzt oder die Rettung (Notfallnummer: 144)

Es kann sich um einen Hitzschlag handeln. Ein Hitzschlag kann die Folge eines nicht ausreichend behandelten Hitzestaus sein. Neben den Symptomen eines Hitzestaus treten typischerweise auch Kopfschmerzen, Erbrechen und Muskelkrämpfe auf. Die Körpertemperatur kann auf bis zu 43 °C ansteigen.

In schweren Fällen kann es zu Verwirrtheit bis hin zu einer Bewusstseinstrübung und eventuell auch zu einer Bewusstlosigkeit kommen. Das ist dann eine sehr bedrohliche Situation, die besonders bei älteren und geschwächten Personen zu einem Versagen lebenswichtiger Organe und schließlich zum Tod führen kann.

Was kann ich tun, um einen Hitzestau/Hitzschlag zu verhindern?

Durch folgende Maßnahmen und Verhaltensregeln kann einem Hitzestau oder Hitzschlag relativ leicht und effektiv vorgebeugt werden:

  • Schaffen Sie eine erträgliche Raumtemperatur
  • Lüften Sie früh morgens, abends und möglichst auch nachts
  • Dunkeln Sie Räume tagsüber ab (am besten mit außenliegendem Sonnenschutz)
  • Hängen Sie feuchte Tücher zur Kühlung von Räumen auf
  • Tragen Sie wenn möglich leichte und luftdurchlässige Kleidung
  • Vermeiden Sie unnötige Anstrengungen
  • Meiden Sie dichte Menschenansammlungen
  • Halten sie sich wenn möglich nur kurz im Freien auf,  vor allem zur Mittagszeit
  • Vermeiden sie direkte Sonneneinstrahlung auf den Körper (Sonnenschirm oder Kopfbedeckung mit Nackenschutz verwenden, im Schatten gehen etc.)
  • Sie können wenn möglich Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern bedecken oder öfters duschen/baden bzw. die Unterarme in kaltes Wasser halten
  • Verwenden sie Ventilatoren
  • Suchen Sie wenn  möglich klimatisierte Räume auf
  • Trinken Sie ausreichend und bewusst, nicht erst bei Durstgefühl (1,5 bis 3 Liter täglich)

Was soll ich trinken?

Als Getränke eignen sich besonders:

  • Leitungs- und Mineralwasser
  • verdünnte Obst- und Gemüsesäfte
  • ungesüßte Früchte- und Kräutertees

Nicht geeignet sind stark gesüßte und alkoholische Getränke!

Wichtig: ausreichende Mengen trinken, mindestens 1,5 bis 3 Liter täglich. Bei Erwachsenen, die anstrengende Tätigkeiten durchführen, können auch weitaus größere Mengen erforderlich sein, bei Kindern können kleinere Mengen ausreichend sein.

Bei starkem Schwitzen kann der Körper auch erhebliche Mengen an Mineralstoffen verlieren. Dieser Verlust kann durch den Konsum von mineralstoffhaltigen Getränken ausgeglichen werden. Eine andere Möglichkeit ist die Zugabe von etwas Salz zu Getränken, die nur geringe Mengen an Mineralstoffen aufweisen.

Achtung: Personen mit Nieren- oder Herz-Kreislauferkrankungen sollten unbedingt ihre Ärztin/ihren Arzt hinsichtlich der geeigneten Flüssigkeitsmenge konsultieren. Dies gilt auch für Personen, die aus medizinischen Gründen die Flüssigkeitszufuhr beschränken müssen.

Was soll ich essen?

Bei Hitzeperioden sollten keine großen Mahlzeiten eingenommen werden. Bekömmlicher sind mehrere kleine Mahlzeiten verteilt auf den ganzen Tag. Zu bevorzugen sind leicht verdauliche und fettarme Nahrungsmittel mit hohem Wassergehalt. Dazu zählen insbesondere:

  • Obst und Gemüse (Melonen, Gurken, Tomaten etc.)
  • Kompotte
  • Salate
  • fettarme Fleisch- und Gemüsesuppen
  • fettarme oder verdünnte Milch und Milchprodukte (z.B. Buttermilch mit Mineralwasser)

Fette Speisen sollten bei großer Hitze nicht, Fleisch nur in geringen Mengen konsumiert werden.

Welche Personengruppen sind besonders gefährdet?

Vor allem Säuglinge, Kleinkinder, ältere und chronisch kranke Menschen sowie Menschen mit Behinderungen sind bei Hitzeperioden aus verschiedenen Gründen besonders gefährdet. So nimmt etwa im Alter das Durstgefühl ab, weshalb ältere Menschen häufig zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen. Säuglingen und Kleinkindern fehlt noch die Fähigkeit, sich entsprechend zu artikulieren.

Familienangehörige, Freunde, Nachbarn, Betreuerinnen/Betreuer etc. von besonders gefährdeten Personen sollten daher sorgfältig darauf achten, dass diese Personen ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen und auch die sonstigen zur Vorbeugung von Hitzeschäden jeweils in Betracht kommenden Maßnahmen getroffen bzw. Verhaltensregeln eingehalten werden.

Was ist bei Einnahme von Arzneimitteln zu beachten?

Die Einnahme bestimmter Arzneimittel kann einen negativen Einfluss auf die Hitzeverträglichkeit haben. Insbesondere folgende Arzneimittel sind hier zu erwähnen:

  • Diuretika (Entwässerungsmittel)
  • Benzodiazepine (Schlaf verursachende und stark betäubende Mittel)
  • Sedativa (Beruhigungsmittel)
  • Betarezeptorenblocker (oft als Kombinationspräparat mit Diuretika oder anderen blutdrucksenkenden Substanzen)

Wenn Sie solche Arzneimittel einnehmen müssen, sollten Sie bei Hitzeperioden unbedingt ihre Ärztin/ihren Arzt oder eine Apothekerin/einen Apotheker konsultieren

Fragen zu arbeitsrechtlichen Bestimmungen

Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK)
Tel. 0800 / 20 16 11

Arbeiterkammer (AK)
Tel. 01 501 65 – 208

BMASGK: Hitze- und Sonnenschutz

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