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Biogasgülle und Gärrückstände

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Changed on: 20.11.2018

Unterschied Biogasgülle/Gärrückstände

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Güllebehälter
Ein teilweise gefüllter Güllebehälter oder Gülletank

Biogasgülle stellt ein vergorenes Substrat (flüssig & fest) aus dem Biogaserzeugung dar, welches landwirtschaftlich als Düngemittel verwertet werden kann.

Die verwendeten Ausgangsmaterialien für Biogasgülle stammen hauptsächlich aus der land- und forstwirtschaftlichen Urproduktion (z.B. Mais, Grünschnittroggen, Klee usw.), Ernte- und Verarbeitungsrückstände landwirtschaftlicher Produkte finden ebenfalls Eingang.


Gärrückstände
werden gemäß dem Abfallwirtschaftsgesetz idgF definiert und werden bis zur zulässigen Verwertung als Abfall eingestuft (BMLFUW, 2007).

Gärrückstände beinhalten unter anderem Ausgangsmaterialien aus Rückständen der Be- und Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte und/oder anderer biogener Reststoffe wie aus der Nahrungs-, Genuss- und Futtermittelindustrie oder Großküchen und Kantinen (z.B. Speisereste, Fettabscheiderückstände usw.).

Herkunft, Qualität sowie Entstehung der Ausgangsmaterialen sind nicht eindeutig nachvollziehbar und mögliche Verunreinigungen mit Schwermetallen (Blei, Chrom, Cadmium, Nickel, Quecksilber usw.) bzw. organischen Schadstoffen, wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Dioxine (PCDD) können nicht ausgeschlossen werden.

Aspekt der Nachhaltigkeit

Entsprechend dem Prozess der Biogaserzeugung besteht die Absicht z.B. nachwachsende Rohstoffe aus der land- und forstwirtschaftlichen Urproduktion nach der Vergärung wieder der landwirtschaftlichen Nutzung zuzuführen. Dies ermöglicht die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft mit dem Ziel der Nährstoffrückführung und der Ressourcenschonung. Die Nährstoffe können nach der Vergärung in der Biogasanlage im gleichen Umfang wieder auf die landwirtschaftlichen Flächen zurückgeführt werden um einerseits eine Abfuhr an Nährstoffen andererseits eine „Überfrachtung“ mit Nährstoffen zu verhindern.

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