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Ungetrübte Weihnachtsfreude mit Punsch, Maroni und Keksen

(Wien, 01.12.2014) Punsch, Maroni und Kekse haben in der Vorweihnachtszeit Hochsaison. Die Lebensmittelkontrolleuren/-innen der Länder und die AGES kontrollieren daher regelmäßig Punsch, Maroni, Kekse, Nüsse und Lebkuchen auf lebensmittelrechtliche Vorschriften. Wie die Ergebnisse aus den vergangenen Jahren zeigen, gibt es kaum Grund zu Beanstandungen.

Punsch und Häferl hygienisch einwandfrei

Der Punsch ist gerade in der Weihnachtszeit das traditionelle alkoholische Heißgetränk. Die traditionellen fünf Zutaten sind Arrak, Zucker, Zitronen, Tee oder Gewürze und Wasser. Die Mixturen und Variationen sind unterschiedlich, für alle gilt aber: Sie müssen den lebensmittelrechtlichen Vorgaben entsprechen.

  • Wer nach einem ausgedehnten Christkindlmarkt-Besuch unter Kopfschmerzen leidet, hat wohl eher bei Punsch, Glühwein und Co. über die Stränge geschlagen. Denn schon bei zwei Punsch kommt man leicht über 0,5 Promille; der Alkoholgehalt von Punschen liegt im Schnitt zwischen vier und sieben Volumsprozent
  • Allerdings lässt sich der Alkohol wegen der Süße kaum herausschmecken. Der Zuckeranteil liegt bei bis zu zehn Prozent, das entspricht neun Zuckerwürfeln pro Häferl
  • Mikrobiologische Tests von Häferln bei verschiedenen Adventmärkten ergaben keine Probleme hinsichtlich Bakterien und Viren, wie z. B. Herpes- und Noroviren.
  • Bei der Untersuchung einer möglichen Abgabe der Schwermetalle Blei, Cadmium, Zink, Antimon und Barium aus der Keramikglasur der Häferl in den Punsch lagen alle Messdaten weit unter den festgelegten Grenzwerten.

Maroni

Hersteller bzw. „Inverkehrbringer“ müssen im Rahmen der Eigenverantwortung Kontrollen durchführen, um den Schlechtanteil gering zu halten.

  • Bei Maroni prüfen die LebensmittelexpertInnen der AGES ebenso wie bei Wal- und Haselnüssen, Mandeln, Datteln, Feigen oder Kletzen vor allem auf Schädlinge und Schimmel.
  • Im Österreichischen Lebensmittelbuch ist geregelt, wie hoch dieser so genannte „Schlechtanteil“ in diesen Warengruppen sein darf. Bei Maroni werden 20 Prozent Schlechtanteil toleriert, bei Nüssen (Walnüsse, Erdnüsse, Paranüsse, Haselnüsse, Cashewnüsse, Mandeln usw.) 15 Prozent.
  • Pro Maroni-Probe werden 100 Stück untersucht. Findet sich also in mehr als 20 von den 100 Stück Schlechtanteil, gilt die Probe als „nicht sicher – für den menschlichen Verzehr nicht geeignet“ bzw. verdorben.
  • Sollte man also beim Kauf entsprechend viele „verdorbene“ Maroni bekommen, ist es ratsam, sich gleich beim Verkäufer um einen kulanten Umtausch zu bemühen.

Untersuchung von Acrylamid in Weihnachtsgebäck

Die Acrylamidbelastung in Weihnachtsgebäck stellt in Österreich kein Problem dar. Ein entsprechendes Monitoring zeigte, dass keine Probe den jeweiligen „Signalwert“ der Produktkategorien überschritt.

  • Acrylamid ist ein unerwünschtes Reaktionsprodukt, das aus natürlichen Inhaltsstoffen in Lebensmitteln bei der Erhitzung (über 120 Grad Celsius) entstehen kann.
  • Acrylamid steht im Verdacht, eine krebserregende und erbgutverändernde Substanz zu sein und wird daher von der AGES in verschiedenen Warengruppen einem regelmäßigen Monitoring unterzogen.
  • Die bisher unzureichende Datenlage lässt jedoch keine abschließende Risikobewertung zum Gefahrdungspotenzial von Acrylamid beim Menschen zu.

Viele Hersteller haben bereits mit Änderungen in der Produktion oder bei der Rezeptur die Entstehung dieser Substanz begrenzt.

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