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Konsumentenschutzministerin Hartinger-Klein besucht AGES Linz

Changed on: 08.04.2019
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Sozialministerin Beate Hartinger-Klein übernimmt Pflanzenpatenschaft von Paul Freudentahler, dem Leiter der AGES-Genbank Linz

„Die AGES spielt in Österreich eine wichtige Rolle in den Bereichen Gesundheit und KonsumentInnenschutz“, betonte Sozialministerin Beate Hartinger-Klein bei ihrem heutigen Besuch am AGES-Standort Linz. Hier arbeiten ExpertInnen der Veterinärmedizin, Physik, Chemie, Mikrobiologie und Landwirtschaft sowie GutachterInnen und RisikobewerterInnen gemeinsam für den Schutz von Mensch, Tier und Pflanze. Die wissenschaftlichen Methoden und Leistungen umfassen u. a. Wasser- und Radonuntersuchungen, Diagnostik von Tierseuchen, Untersuchung von Schimmelpilzen in Ernteprodukten und Tierfutter, Honig-Qualitätskontrolle, Spielzeug-Analysen und die Erhaltung alter landwirtschaftlicher Sorten.

Ein Schwerpunkt in Linz liegt auf den Untersuchungen von Kinderspielzeug und Kindernahrung. Gerade Spielzeug ist oft mangelhaft oder gefährdet die Gesundheit. Um Kinder davor zu schützen, werden durch das Sozialministerium jährlich Schwerpunktaktionen angeordnet, um mangelhaftes Spielzeug aus dem Verkehr zu ziehen. Informationen über gesundheitsschädliches Spielzeug, gesundheitsschädliche Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände erhalten KonsumentInnen über das Produktwarnungsservice (Newsletter, App, Homepage), das die AGES im Auftrag des BMASGK anbietet. Ergebnisse der Schwerpunktaktionen sind ebenfalls auf der Website der AGES veröffentlicht.

Der Überwachung von Zoonosen, das sind Krankheitserreger, die zwischen Tier und Mensch ausgetauscht werden können, kommt besondere Bedeutung zu: Österreich nimmt in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle ein: In der AGES werden diese Erreger auf allen Stufen der Lebensmittelkette untersucht, beginnend bei Futtermitteln über Tiere und Lebensmittel bis hin zum Menschen. Das hohe Niveau in der Tierseuchen- und Zoonosenüberwachung zeigt, dass im heurigen Jahr ein Fall von Brucellose in Oberösterreich sicher festgestellt wurde, obwohl dieser Erreger seit Jahrzehnten in Österreich nicht mehr aufgetreten ist. In enger Zusammenarbeit mit den Veterinärbehörden konnte so sichergestellt werden, dass sich der Erreger nicht in andere Tierbestände und von dort in Lebensmittel ausbreitet.

Über das Informationsportal Trinkwasser, eine Kooperation von BMASGK, AGES und Österreichischer Vereinigung für das Gas- und Wasserfach, erhalten KonsumentInnen schnell und einfach Informationen über die Qualität ihres Trinkwassers. Das AGES-Institut für Hydroanalytik verfügt über modernste High-Tech-Analysegeräte zur Untersuchung von Rückständen und Kontaminanten in Trinkwasser, Grundwasser und Badewasser.

AGES Linz erhält genetische Vielfalt heimischer Heil- und Gewürzkräuter sowie Nahrungspflanzen

Die AGES betreibt am Standort in Linz Österreichs größte Genbank für pflanzengenetische Ressourcen: Seit 1968 wird hier die genetische Vielfalt heimischer Nahrungspflanzen sowie von Heil- und Gewürzkräutern vor dem Verlust bewahrt, um sie für Züchtung, Forschung und künftige Nutzungen gerade im Hinblick auf den Klimawandel bereit zu halten. Im Rahmen ihres Besuchs übernahm Sozialministerin Hartinger-Klein die Pflanzenpatenschaft für die Medizinalpflanze Echter Salbei (Salvia officinalis): „Es ist mir eine besondere Freude, Patin für diese seit alters her bekannte Arzneipflanze zu sein“, so Ministerin Hartinger-Klein.

In der AGES-Genbank lagern rund 5.000 Muster von landwirtschaftlich genutzten Pflanzenarten, die als Samen auch bei Temperaturen von minus 20 °C langfristig gesichert werden. Der Schwerpunkt liegt bei Getreide wie Weizen, Gerste, Hafer, Roggen und Bohnen sowie bei Heil- und Gewürzkräutern. Medizinal- und Aromapflanzen werden in extra angelegten Parzellen angebaut.

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1. Reihe (v. li.): Daniela Schachner (Leiterin Institut für Lebensmittelsicherheit), Sozialministerin Beate Hartinger-Klein, Charlotte Leonhardt (Leiterin Geschäftsfeld Ernährungssicherung) Paul Freudenthaler (Leiter Genbank Linz)
2. Reihe (v. li.): Norbert Inreiter (Leiter Institut für Hydroanalytik), Wolfgang Ringer (Leiter Abteilung Radon und Radioökologie), Michael Dünser (Leiter Institut für veterinärmedizinische Untersuchungen)
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