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Herstellung von bestandsspezifischen Impfstoffen und Autovakzinen

Das Angebot einer bestandsspezifischen Impfstoffproduktion durch die AGES am Standort Mödling sichert die heimische Produktion und Versorgung mit bestandsspezifischen Impfstoffen und Autovakzinen in hoher Qualität. Diese maßgeschneiderten Impfstoffe, die das aktuelle Keimspektrum des jeweiligen Betriebes umfassen, werden vom Tierarzt/von der Tierärztin zur gezielten Impfprophylaxe bei Rind, Schweinen, Geflügel, Ziegen, Schafen, Fischen und anderen Tierarten eingesetzt. Damit kann auch der Einsatz von Antibiotika im Veterinärbereich weiter reduziert werden.

Bei bestandsspezifischen bzw. stallspezifischen Vakzinen handelt es sich um einen inaktivierten Impfstoff (keine Lebendimpfstoffe), der unter Verwendung eines aus einem bestimmten Bestand oder von einem Tier isolierten Krankheitserregers (Viren, Bakterien, Pilze, Mycoplasma spp.) hergestellt wurde und nur in diesem Bestand oder an diesem Tier angewendet wird.

Die AGES bringt als nationales Referenzlabor zahlreicher meldepflichtiger Tierkrankheiten sowie als Überwachungs- und Forschungseinrichtung im Zusammenhang mit der Verminderung des Antibiotikaeinsatzes bzw. der Resistenzen großes fachliches und praktisches Knowhow bei bestandsspezifischer Diagnostik und fachlicher Beratung mit.

Kontakt:

Dr. med. vet. Astrid Weiss
AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH
Abteilungsleiterin Bestandsspezifische Impfstoffe (BSIM)
Robert-Koch-Gasse 17
A-2340 Mödling
Telefon: 050 555 38260
E-Mail: bsim@ages.at

BSIM-Folder:

    © AGES (278 K)
    Informationen zu Bestandsspezifischen Impfstoffen und Autovakzinen
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Bestellformular:

    Bestellformular Bestandsspezifische Impfstoffe und Autovakzinen (166 K)
    ausfüllbares Bestellformular im .pdf-Format
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Hintergrund: Am AGES Standort Mödling blickt man auf eine stolze veterinärmedizinische Geschichte zurück, wurde hier doch 1910 die „k.u.k. Tierimpfstoffgewinnungsanstalt“ errichtet und seit 1923 als "Bundesanstalt für Tierseuchenbekämpfung" mit eignen Abteilungen für Tierseuchen-Diagnostik, -Forschung und Tierimpfstoffgewinnung geführt. Ab 1946 wurden die staatlichen Veterinäruntersuchungsämter in Graz, Linz, Innsbruck und Salzburg in die „Bundesanstalt für veterinärmedizinische Untersuchungen“ übernommen. In Mödling wurden damals alle Impfstoffe für Schutz- und Heilimpfungen gegen bakterielle Infektionskrankheiten der Haustiere produziert. Auf Grund neuer Rechtsgrundlagen wurde die Impfstoffproduktion 2004 in der AGES eingestellt. Seit Juli 2021 werden in einer neu errichteten Produktionsstätte wieder bestandsspezifische Impfstoffe und Autovakzinen hergestellt.

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