Forschungsprojekt "Bioenergy-Silphium"

Honigbiene bei einer Silphiumblüte
Honigbiene bei einer Silphiumblüte

Erhöhung der Biomasseproduktion durch Silphium perfoliatum L. zur energetischen Verwertung in Österreich

Silphium perfoliatum L. ist eine mögliche Alternative zu den bisher dominierenden Energiepflanzen. Ihr Potential wird im Projekt Bioenergy-Silphium unter österreichischen Bedingungen erforscht.

 

Projekthintergrund

Aufgrund der Energiepolitik der Europäischen Gemeinschaft gewinnt die Erzeugung von Energie aus nachwachsenden Rohstoffen an Bedeutung und führt zur Ausweitung der Anbauflächen dominierender Energiepflanzen. Die Folge sind vermehrter Schädlings- und Krankheitsbefall und erhöhte Umweltbelastungen. Der zwangsweise  Rückgang der Flächen für die Nahrungs- und Futtermittelproduktion  führt zu Spannungen am Lebensmittelmarkt. Um dieses zu minimieren, braucht es Alternativen.

Silphium perfoliatum L. könnte so eine Alternative sein, da sie eine ertragsstarke, mehrjährige, anspruchslose Pflanze ist die auch auf Nichtackerflächen (Brach-, Kommunalflächen, ehemaligen Abraum- bzw. Deponieflächen, etc.) und erosionsgefährdeten Flächen (u.a. Hanglagen) kultiviert werden kann. Damit ließen sich die verfügbaren Flächen für die Produktion von Biomasse-Rohstoffen erhöhen, ohne die Flächen für die Futter- und Nahrungsmittelproduktion einzuschränken.

Projektkurzbeschreibung

Bis dato liegen noch keine wissenschaftlich fundierten Ergebnisse aus Anbauversuchen von Silphium perfoliatum L. unter österreichischen Klimabedingungen vor. Aufbauend auf den Ergebnissen der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft wurden im Projekt Bioenergy-Silphium Lösungsansätze konzipiert, um die Potentiale hinsichtlich Biomasse- und Energieertrag vermehrt auszuschöpfen.  Gleichzeitig wird das Ziel der Minimierung des Bodenabtrags (Erosion), der Belastung der Grund- und Oberflächenwässer durch Nährstoffeintrag und Pflanzenschutzmittel, sowie  der Emissionsbelastungen verfolgt.

Projektdaten

Forschungsthema: Nachhaltige Pflanzenproduktion
Akronym: Bioenergy-Silphium
Projektlaufzeit: 04/2012 – 03/2016
Projektleitung: Dr. Josef Mayr, AGES
Förderstelle/Forschungsprogramm: Klima- und Energiefonds (FFG) / Neue Energien – 5. Ausschreibung

Logo der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG
Logo Klimaenergiefonds

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „NEUE ENERGIEN 2020“ durchgeführt.

Das Projektteam "Bioenergy-Silphium"

Team des Projekts "Bioenergy-Silphium" (v.l.): Bock Harald (AGES), Anton Brandstätter (LWK NÖ, Projektausschuss), Hösch Hannes (AGES), Roland Achatz (AGES), Peter Liebhard (BOKU), Wilfried Hartl (Bioforschung Austria, Projektausschuss), Philipp von Gehren (AGES), Lucy Montgomery (BOKU), Josef Mayr (AGES), Siegfried Legath (Biogas Strem), Markus Gansberger (AGES), Ferdinand Deim (BOKU), Michael Eder (BOKU), Josef Stich (Erwerbsimkerbund, Projektausschuss)
Team des Projekts "Bioenergy-Silphium" (v.l.): Bock Harald (AGES), Anton Brandstätter (LWK NÖ, Projektausschuss), Hösch Hannes (AGES), Roland Achatz (AGES), Peter Liebhard (BOKU), Wilfried Hartl (Bioforschung Austria, Projektausschuss), Philipp von Gehren (AGES), Lucy Montgomery (BOKU), Josef Mayr (AGES), Siegfried Legath (Biogas Strem), Markus Gansberger (AGES), Ferdinand Deim (BOKU), Michael Eder (BOKU), Josef Stich (Erwerbsimkerbund, Projektausschuss)