Potential zur Nutzung als Brennstoff

Glutbett bei der Pelletsverbrennung
Glutbett bei der Pelletsverbrennung

Elisabeth Wopienka, Sabine Feldmeier, Manuel Schwabl
BIOENERGY2020+ GmbH, Gewerbepark Haag 3, A-3250 Wieselburg
http://www.bioenergy2020.eu , www.gilles.at

Die Brennstoffzusammensetzung von Pellets, die nicht aus rindenfreiem Nadelholz produziert wurden, kann für viele Feuerungsanlagen ein Problem darstellen. Die zentralen Herausforderungen bestehen daher im Umgang mit der Bildung von Schlacke und Ablagerungen, erhöhter Korrosionsgefahr sowie höheren Emissionswerten – welche sowohl brennstoffbedingt (SO2, NOx, HCl), aber auch als Folge einer nicht optimierten Verbrennungsregelung der Anlage auftreten können (CO).

Im Rahmen des Projektes SIDecA wurde das Potential von Sida als Brennstoff behandelt. Konkret wurde die Einsetzbarkeit von Sida-Pellets in Kleinfeuerungsanlagen untersucht und dadurch erste praktische Betriebserfahrungen gewonnen. Dabei zeigte sich der Rohstoff Sida als anlagenfreundlich, da trotz des relativ hohen Aschegehalts des Brennstoffes keine nennenswerte Verschlackungsneigung feststellbar war. Die Ergebnisse dieser Versuche dienen als Grundlage für die Bewertung der allgemeinen Einsetzbarkeit als Brennstoff für Kleinfeuerungsanlagen. Aus den Versuchsergebnissen lassen sich grundsätzliche technologische Anforderungen – vor allem im Bereich Asche-Management und Emissionen ableiten. Referenzversuche mit anderen Rohstoffen (z.B. Weide, Miscanthus) dienen einer ersten qualitativen Einordnung von Sida im Vergleich zu bereits erforschten Alternativ-Brennstoffen.

Die gemessenen NOx-Emissionen beim Betrieb mit Sida würden den aktuellen gesetzlichen Anforderungen genügen. Die Staubemissionen sind vergleichbar mit den Staubemissionen beim Betrieb mit Pellets aus Kurzumtrieb (Weide). Die bisherigen Daten lassen Sida als durchaus vielversprechenden Rohstoff für die Brennstoffproduktion erscheinen.