Biogas und Biomethan

Laboranordnung zur Biogaserzeugung
Laboranordnung zur Biogaserzeugung

Lucy Montgomery, Ludek Kamarad, Lorenz Miller, Günther Bochmann
Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Umweltbiotechnologie, Konrad-Lorenz-Straße 20, A-3430 Tulln an der Donau
http://www.boku.ac.at , http://www.ing-aigner.at

Biogas wird derzeit in Österreich hauptsächlich durch die Vergärung von Maissilage und Gülle produziert. Auch andere Energiepflanzen wie z.B. Gras oder Roggen werden eingesetzt. Die frische Biomasse der Sida-Pflanze kann, wie Mais, auch siliert und zu Biogas vergärt werden. Die ökologischen Vorteile einer blühenden, mehrjährigen Pflanze, wie Sida, machen sie zu einem guten Ersatz-Biogassubstrat anstelle von Mais.

Das Institut für Umweltbiotechnologie (BOKU) hat untersucht, wie viel Methan aus dem Sida-Erntegut gewonnen werden kann, dass zweimal im Jahr (einmal im Juni, und ein weiteres Mal im Oktober) geerntet wurde. Dazu wurden Biomethanpotential-Tests mit einer Laufzeit von 35 Tagen durchgeführt.

Die Ergebnisse zeigen, dass die im Juni geerntete Sida-Biomasse gleich viel Methan produziert wie Maissilage. Aus der Biomasse der Oktoberernte wird 12% weniger Methan produziert. Im Durchschnitt beträgt das Biomethanpotential 312 Nl/kg oTS. Schwierigkeiten sind beim Rührverhalten im Biogasreaktor festgestellt worden. Lange, starke Fasern konnten nicht zersetzt werden und störten den Rührvorgang.

Derzeit laufen noch Versuche, die das Bioethanolpotential der Sida-Pflanze und den Einfluss der Bestandesdichte auf den Methanertrag messen.