Zukunft Biene

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Zuletzt geändert: 10.05.2016

Das Projekt "Zukunft Biene" hat die Erforschung der Bienengesundheit in Österreich und den Einfluss der landwirtschaftlichen Produktion, der Imkerei und der Witterungsverhältnisse auf Völker- und Bienenverluste zum Ziel. Es ist auf drei Jahre angelegt (2014-2017) und soll durch angewandte Forschung und Grundlagenforschung die Ursachen von Bienenverlusten beleuchten bzw. identifizieren. Das langfristige Ziel ist es, die Verluste in Zukunft zu reduzieren sowie den allgemeinen Gesundheitszustand der Bienenvölker in Österreich zu verbessern.

2. Zwischenbericht Zukunft Biene

In den meisten Modulen des Projektes werden Imkerinnen und Imker intensiv eingebunden, um praxisbezogene und für die Imkerei relevante Ergebnisse zu erzielen. Das Projekt wird von Univ. Prof. Dr. Karl Crailsheim (Institut für Zoologie, Universität Graz) geleitet. Arbeitsschwerpunkte der AGES sind die Module "Landnutzung und Winterverluste", "Ursachenforschung zu Völker- und Bienenverlusten" und "Trachtpflanzendiversität" (Kontakt: bienen@ages.at)

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Das Projekt "Zukunft Biene" hat die Erforschung der Bienengesundheit in Österreich und den Einfluss der landwirtschaftlichen Produktion, der Imkerei und der Witterungsverhältnisse auf Völker- und Bienenverluste zum Ziel. Es ist auf drei Jahre angelegt (2014-2017) und soll durch angewandte Forschung und Grundlagenforschung die Ursachen von Bienenverlusten beleuchten bzw. identifizieren. Das langfristige Ziel ist es, die Verluste in Zukunft zu reduzieren sowie den allgemeinen Gesundheitszustand der Bienenvölker in Österreich zu verbessern.

2. Zwischenbericht Zukunft Biene

In den meisten Modulen des Projektes werden Imkerinnen und Imker intensiv eingebunden, um praxisbezogene und für die Imkerei relevante Ergebnisse zu erzielen. Das Projekt wird von Univ. Prof. Dr. Karl Crailsheim (Institut für Zoologie, Universität Graz) geleitet. Arbeitsschwerpunkte der AGES sind die Module "Landnutzung und Winterverluste", "Ursachenforschung zu Völker- und Bienenverlusten" und "Trachtpflanzendiversität" (Kontakt: bienen@ages.at)

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Winterverluste

Winterverluste

Erhebung Winterverluste 2014/2015

Seit dem Winter 2007/2008 untersucht das Institut für Zoologie der Universität Graz Völkerverluste von Honigbienen in Österreich. Verwendet wird dazu der von COLOSS, einem Zusammenschluss von Wissenschaftern zum Schutz der Biene, entwickelte internationale Fragebogen. Mit der Bereitstellung ihrer Daten helfen Imkerinnen und Imker entscheidend bei der Dokumentation und Ursachenforschung von Bienenverlusten.

Insgesamt sind 1.259 Antworten eingelangt. Diese Imkereien haben insgesamt 22.882 Bienenvölker eingewintert. Von diesen eingewinterten Bienenvölkern haben 6.518 (=28,5%, Konfidenzintervall: 27,1-30,0%) den Winter nicht überlebt oder hatten Königinnenprobleme.

Gesamtergebnis der Wintersterblichkeit von Bienenvölkern 2014/15

Presseaussendung der Universität Graz, Biene Österreich und AGES

Informationen zu Bienenverlusten der vergangenen Jahre

AGES-Fragebogen Bienenschäden 2015

Landnutzung

Landnutzung und Winterverluste

Ein Arbeitsschwerpunkt der AGES behandelt das Thema Landnutzung und Winterverluste (Projekt-Submodul 2b)

Hintergrund der Fragestellung sind die unterschiedlich hohen Winterverlustraten von Bienenvölkern in verschiedenen Gebieten Österreichs. Daraus leitet sich die Fragestellung dieses Arbeitspaketes ab: "Gibt es einen Zusammenhang zwischen Winterverlusten von Bienenvölkern und der Art der Landnutzung?"

Beobachtungsstudie

Ursachenforschung zu Völker- und Bienenverlusten

Bienen- und Völkerverluste gefährden nicht nur die Imkerei in Österreich, sondern auch die flächendeckende Bestäubung zahlreicher Kultur- und Wildpflanzen. Damit sind sie von beträchtlicher volkswirtschaftlicher Bedeutung. Über unterschiedliche Zugänge werden in diesem Modul mögliche Ursachen für Bienen- und Völkerverluste untersucht.

Berichte der ProjektmitarbeiterInnen

Startschuss der österreichweiten Beobachtungsstudie

Zwischenbericht zu Standbesuch und Probenbearbeitung

1. Zwischenergebnisse der Beobachtungsstudie

Arbeitspaket der AGES umfasst drei Submodule

  • Im Submodul 3a werden an einer Stichprobe von 200 über Österreich verteilten Bienenständen die Völkerverluste während der Überwinterung erfasst und Informationen zur Häufigkeit des Auftretens von Symptomen der wichtigsten Bienenkrankheiten gesammelt.
  • Das Ziel des Submoduls 3b ist es, kritische Überlebensparameter (Krankheitserreger, Parasiten, mögliche Rückstände bienengefährlicher Wirkstoffe) für das Überwintern der Bienenvölker zu identifizieren. Dies geschieht, indem im Nachhinein Probenmaterial aus über den Winter abgestorbenen und aus überlebenden Bienenvölkern untersucht und hinsichtlich des Vorkommens von Parasiten, Krankheitserregern und Rückständen verglichen wird.

Vergiftungsverdacht

Bienen Gesundheits- und Expositionsmonitoring

Im Rahmen von "Zukunft Biene" wird in den Jahren 2014-2016 ein "Bienen Gesundheits- und Expositionsmonitoring in Fällen mit Vergiftungsverdacht" durchgeführt. Für das Jahr 2014 liegen nun erste Zwischenergebnisse vor. Das Projekt-Submodul 3c beschäftigt sich mit akuten Vergiftungsverdachtsfällen, bei denen die Ursachen von Völkerverlusten und Bienenschäden durch Rückstandsuntersuchungen abgeklärt werden.

Trachtpflanzen

Trachtpflanzendiversität – Durchführung von Pollenanalysen

Bienen benötigen für ihre Entwicklung und Gesundheit eine ausreichende Versorgung mit Blütenpollen. Dieser wird in einem Flugkreis von mindestens 3 km Radius an blühenden Pflanzen gesammelt und in den Stock eingetragen. Sowohl die Menge als auch die Qualität des Pollens sind von entscheidender Bedeutung für die Gesundheit der Bienenvölker.

In der ersten Stufe des Moduls sammeln die teilnehmenden Imkerinnen und Imker mit Hilfe von Pollenfallen in vorab definierten Perioden den Pollen und sortieren diesen nach seinen unterschiedlichen Farben. Diese Ergebnisse werden in eine Datenbank übertragen.

Diese Stufe ermöglicht

  1. die zeitliche und räumliche Charakterisierung des Pollenangebots für Honigbienen
  2. die Identifikation besonders pollenartenarmer oder pollenartenreicher Lebensräume anhand einfacher Charakterisierung der Habitate (Stadt, Dorf, Auwald, Alm, Landwirtschaft etc.)
  3. die Korrelationen des Pollenangebots mit geographischen Parametern (Seehöhe etc.)
  4. die Erfassung von bienenvolkspezifischen Unterschieden der am selben Standort gesammelten Pollenarten
  5. eventuelle Zusammenhänge zwischen Pollendiversität und Winterverlusten zu erkennen.

Dieses Arbeitspaket steht in enger Verbindung mit dem vom Zoologischen Institut der Universität Graz koordinierten internationalen Projekt C.S.I.-Pollen.

Für die zweite Ebene der Datenerfassung werden Proben ausgewählter Standorte an die Abt. Bienenkunde und Bienenschutz der AGES geschickt. Diese Proben werden lichtmikroskopisch hinsichtlich der vorkommenden Pollenformen (= botanische Herkunft) und deren Häufigkeit analysiert. Damit ist eine vertiefende Aussage zu den tatsächlich im Flugkreis der Bienen genutzten Pollenquellen und den Unterschieden in der Nutzung zwischen den beprobten Völkern desselben Standes möglich.


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