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Geografisches Informationssystem (GIS) in der AGES

First law of geography:
"Everything is related to everything else, but near things are more related than distant things." (Waldo Tobler 1930)

Für zahlreiche Fragestellungen spielt die räumlich-geografische Komponente eine besonders große Rolle, zum Beispiel bei Krankheitsausbreitungen oder räumlichen Schadstoffverteilungen.
Die kartografische Darstellung eröffnet dazu neue Perspektiven der Interpretation. Sie hilft, räumliche Trends im Vorfeld zu erkennen, um rechtzeitig entsprechende Maßnahmen zu setzen.

Dazu werden von der Gruppe Datenmanagment Geobasisdaten gesammelt und verwaltet. Beispiele dafür reichen von politischen Einheiten wie Gemeindegrenzen über Gewässernetze bis hin zu allen Straßennamen inklusive Hausnummern.

Weiters werden den, von der AGES erhobenen Fachdaten bestimmte räumliche Lagen zugewiesen (Geobezug) und diese dann zusammen mit Geobasisdaten in ein Geoinformationssystem geführt.
Durch Verschneiden der verschiedensten Daten und geostatistischer Auswertungen können neue Informationen und Zusammenhänge gefunden und mittels einer digitalen Karte aufgezeigt werden.

Abbildung 1: Verschneidung AGES-Fachdaten mit Geobasisdaten

Mit Hilfe von Geoinformationssystemen können somit:

  • Kontroll- und Stichprobenpläne geplant und verfeinert werden
  • Karten von Risikogebieten erstellt werden
  • Raum-Zeit-Analysen als Animation dargestellt werden
  • Ergebnisse von Monitoringprogrammen in Kartenform aufgezeigt werden 


Mit Hilfe der AGES-Akademie wird durch GIS-Schulungen, die speziell auf die Anforderungen der AGES zugeschnitten sind, ein Netzwerk von GIS-kundigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Fachbereichen aufgebaut, um so einen maximalen Schutz für Mensch, Tier und Pflanzen zu erreichen. 

Beispielhaft soll hier eine kleine Auswahl der Ergebnisse von geografischen Auswertungen, die vom Bereich DSR in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachbereichen erstellt wurde, gezeigt werden:

Abbildung 2: Ausbreitung des Maiswurzelbohrers (Diabrotica) von 2002 bis 2008 unterlegt mit den Anteilen der Maisflächen pro Ackerfläche. Animiertes Bild, bitte klicken.
Abbildung 3: Simulation eines Ausbruchs der klassischen Schweinepest in einem österreichischen Bezirk mit hohem Anteil an schweinehaltenden Betrieben. Animiertes Bild, bitte klicken.
Abbildung 4: Erster Ausbruch der Blauzungenkrankheit (Bluetongue) mit Tierdichten von Rindern und Schafen. Stand: 24.9.2009

Datenmanagement

Institut: Datenmanagement
Adresse: 1220 Wien, Spargelfeldstrasse 191

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