Projekt CFP/EFSA/DATEX/2009/01: “Electronic Transmission of Chemical Occurrence Data”
Einer der wichtigsten Partner der AGES auf EU-Ebene ist die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA. Geregelt wird die Zusammenarbeit im wesentlichen über die EU-VO 178/2002. Dazu gehört auch die Übertragung von Daten der Lebensmitteluntersuchung der Mitgliedsstaaten an die EFSA.
Um die Qualität der Datenerhebungen zu verbessern und ihre Übermittlung zu beschleunigen wurden von der EFSA zahlreiche Standardisierungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsstaaten eingeleitet. Dazu hat die EFSA Projekte ausgeschrieben, an denen sich die AGES als eine der ersten europäischen Organisationen erfolgreich bewerben konnte. Die Projekte tragen den Titel „Electronic Transmission of Chemical Occurrence Data mit der der Projektbezeichnung: CFP/EFSA/DATEX/2009/01. Federführend seitens EFSA ist die Abteilung Data collection and exposure (DATEX), federführend seitens AGES ist die Abteilung Datenmanagement im Bereich Daten, Statistik und Risikobewertung (DSR), Mitglied der DATEX Arbeitsgruppe und Projektkoordinator ist Dr. Josef Wolf.
Projektziele
Ziel des DATEX-Projekts ist die standardisierte und automatisierte Datenübermittlung in allen Mitgliedsstaaten einzuführen. Dazu wird dem erfolgreichen Bewerber ein Kostenersatz in begrenzter Höhe für die erforderliche Adaptierung der Datenverarbeitungssysteme gewährt.
Im Einzelnen werden im Rahmen dieses Projekts folgende Leistungen seitens AGES erbracht:
- Eine eigene Datenbank, in der die Daten im EFSA-Format vorliegen wurde und wird im Rahmen der „Auswertedatenbank“ des DSR-Bereichs implementiert („EFSA-DataMart“)
- In dieser Datenbank können die Experten, welche für das Versenden der Daten an die EFSA zuständig sind, die erforderlichen Daten selektieren und im EFSA-Format exportieren.
- Die exportierten Daten werden in das von der EFSA gewünschte xml-Dateiformat gebracht.
- Die Übermittlung der generierten Files kann auf zwei Wegen erfolgen: einerseits besteht bereits die Möglichkeiten die xml-Datei manuell bei der EFSA hochzuladen, andererseits wird an der automatisierten elektronischen Übermittlung gearbeitet.
- Eine wesentliche und aufwändig zu wartende Voraussetzung für die erfolgreiche Funktion des Systems ist die Übersetzung der in Österreich üblichen Begriffe in die erforderlichen standardisierten Begriffe der EFSA. Dies betrifft alle von der EFSA benötigten Datenfelder von der Probenbeschreibung bis zur Darstellung der Ergebnisse.
Derzeit werden die ersten vorgesehenen Tests zur Datenübermittlung durchgeführt. Insgesamt ist eine Projektdauer von 16 Monaten seitens EFSA vorgesehen, die Arbeiten sind seitens der AGES weitgehend im Plan, sodass mit einem Projektende im März 2011 gerechnet werden kann.
Stand: November 2010
Datenmanagement
Institut: Datenmanagement
Ort: 1220, Spargelfeldstrasse 191
Dienstort: Wien
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Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit