Österreichischer Honig ist nicht belastet!
Honig in Österreich ist ein sicheres Lebensmittel. Jährliche Untersuchungen auf Tierarzneimittel, Umweltkontaminanten und Pflanzenschutzmittelrückstände, die seit 1998 im Rahmen des Tierarzneimittelkontrollprogramms der EU durchgeführt werden (Honigmonitoring), zeigen deutlich, dass es für die Bevölkerung keinen Grund zur Besorgnis gibt: So gab es z. B. im Jahr 2009 bei 177 untersuchten Honigprobenproben mit 844 Einzeluntersuchungen keine einzige Beanstandung.
Die im Jahr 2010 durchgeführten Untersuchungen von Honig, die im Rahmen des Forschungsprojekts MELISSA speziell im Zusammenhang mit gebeiztem Saatgut durchgeführt wurden, zeigen dasselbe Bild: 62 Schleuderhonigproben wurden auf Neonicotinoide untersucht; in keiner Probe waren Rückstände neonicotinoider Saatgutbeizmittel nachweisbar.
Die Aussage im Standard vom 01.03.2011 (Zitat: „Analysen der Agentur für Ernährungssicherheit machten Tonnen an kontaminiertem Honig ausfindig“) ist somit falsch und wurde von Seiten der AGES nie getätigt.
Sämtliche bisherige Ergebnisse des Projekts MELISSA („Untersuchungen zum Auftreten von Bienenverlusten in Mais und Rapsanbaugebieten Österreichs und möglicher Zusammenhänge mit Bienenkrankheiten und dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln“) sind publiziert und öffentlich zugänglich (AGES-Website bzw. Dafne - Datenbank für Forschung zur Nachhaltigen Entwicklung, bereitgestellt durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft). Die Bewertungen der Ergebnisse des österreichischen Rückstandskontrollplans sind auf der Website der AGES veröffentlicht.
Rückfragehinweis:
AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH
Unternehmenskommunikation:
Univ.-Doz. Dr. Ingrid Kiefer
Tel: 050 555-25000
E-Mail: ingrid.kiefer@ages.at
Fachlich:
DI Leopold Girsch, Bereichsleiter Landwirtschaft
Tel: 050 555-34000
E-Mail: leopold.girsch@ages.at
Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit