Update: AGES klärt Salmonellenausbruch ab
Das Bundesministerium für Gesundheit hat die AGES beauftragt, einen Ausbruch von Erkrankungsfällen, der durch den Salmonellenstamm Salmonella Mbandaka verursacht wird, abzuklären. Bis zum heutigen Datum gibt es 68 laborbestätigte Fälle in ganz Österreich, außer dem Burgenland. Bislang wurden 59 Personen befragt. Davon zeigten 39 Krankheitssymptome einer Darminfektion; 23 Personen mussten stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden fünf durch diesen Salmonellenstamm verursachte Erkrankungen registriert.
Bisherige Ergebnisse
In den meisten Fällen werden Salmonellen über kontaminierte Lebensmittel aufgenommen. Die epidemiologische Abklärung durch die Infektionsepidemiologen/-innen der AGES ergab Eier bzw. mit ungenügend erhitzten Eiern zubereitete Lebensmittel als wahrscheinliche Ursache. Mikrobiologische Untersuchungen haben Isolate von S. Mbandaka in einer Eischale-Eiinhalt-Probe und in Staubproben aus drei Legehennenbeständen identifiziert, die mit den Isolaten aus Stuhlproben von Erkrankungsfällen hochgradig übereinstimmen.
Da im aktuellen Fall Futtermittel die Quelle des Erreger-Eintrags sein könnte, wurden auch die Futtermittelexperten/-innen des Bundesamts für Ernährungssicherheit (BAES) aktiv und haben erste Kontrollen bei Mischfutterherstellern und Futtermittelhändlern durchgeführt. Ziel der noch laufenden Ermittlungen ist, das Vehikel von S. Mbandaka, d. h. den Eintragsweg des Ausbruchserregers, zu eruieren und zu entfernen.
Tipps für Verbraucher/-innen
Sehr oft treten Probleme mit Keimen erst bei zu langer oder falscher Lagerung auf oder wenn Hygieneregeln nicht eingehalten werden. Wichtig ist daher:
- Lebensmittel, insbesondere Fleisch, Geflügel, Eier gut abkochen und im gekochten Zustand nicht über mehrere Stunden bei Raumtemperatur aufbewahren.
- Schwangere sollten auf Speisen, die rohe Eier enthalten, generell verzichten.
- Auf durchgehende Kühlung der Rohprodukte achten: Kühlschranktemperatur nicht über +4° C einstellen, Kühlkette beim Transport nicht unterbrechen (im Sommer Kühltasche verwenden).
- Das Auftauwasser von gefrorenem Fleisch sofort in den Ausguss leeren und heiß nachspülen.
- Nach dem Hantieren mit rohem Geflügelfleisch gründlich Hände waschen, bevor andere Küchenarbeiten begonnen werden.
- Sämtliche Arbeitsflächen und -geräte, die mit rohem Geflügel oder rohen Eiern in Kontakt waren, mit Spülmittel und heißem Wasser reinigen.
- Frisch zubereitete Speisen, sofern sie nicht sofort verzehrt werden, abkühlen lassen und anschließend unverzüglich im Kühlschrank aufbewahren.
- Salmonellen werden durch Einfrieren nicht abgetötet. In sauren Medien sterben die Salmonellen rasch ab; gebräuchliche Desinfektionsmittel töten sie innerhalb weniger Minuten.
Rückfragehinweis: AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH
Unternehmenskommunikation:
Univ.-Doz. Dr. Ingrid Kiefer
Tel: 050 555-25000
E-Mail: ingrid.kiefer@ages.at
Fachlich:
Univ.-Prof. Dr. Franz Allerberger
Tel: 050 555-35500
E-Mail: franz.allerberger@ages.at
AGES
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