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ERSTELLT: 19.11.2010

Gute Arbeit schafft Vertrauen

Wenn es um zuverlässige Informationen geht, die die Sicherheit von Lebensmitteln betreffen, dann vertrauen sieben von zehn ÖsterreicherInnen ihrer nationalen Agentur für Lebensmittelsicherheit, der AGES. Mit diesen 70 Prozent liegt Österreich sechs Prozentpunkte über dem europäischen Durchschnitt von 64 Prozent. Dieses Ergebnis einer europaweit durchgeführten Befragung (Eurobarometer) von ca. 27.000 EU-BürgerInnen aus den 27 Mitgliedstaaten bestätigt, dass die AGES ihren Auftrag, effiziente Risikobewertung und Risikokommunikation zu liefern, erfolgreich wahr nimmt.

Der Bedarf an derartigen Informationen besteht: Immerhin haben 61 Prozent der ÖsterreicherInnen Bedenken wegen der Lebensmittelsicherheit. Allerdings halten es nur fünf Prozent für sehr wahrscheinlich, dass ihre Gesundheit durch Essen geschädigt wird – doch ein deutlicher Gegensatz zu den 92 Prozent, die diese Begriffe mit „frisch und g`schmackig“ verbinden.

Obwohl bei Pestizidrückständen durch vielfältige Maßnahmen (Harmonisierung der gesetzlichen Höchstwerte innerhalb von Europa, Kontrollen der amtlichen Lebensmittelüberwachung, Aktivitäten von NGO’s, Pestizidreduktionsprogramme des Handels, verbesserte Agrarpraxis der Erzeuger) die Anzahl an Höchstmengen-Überschreitungen in Österreich stark gesunken ist, liegt dieses Thema mit 67 Prozent an der Spitze der Besorgnisskala – gleichauf übrigens mit der Sorge vor gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in Lebensmitteln. Diese Sorgen teilen die ÖsterreicherInnen in gleichem Maß wie die übrigen EuropäerInnen.

Wie unterschiedlich die Risiko-Wahrnehmung der Öffentlichkeit im Gegensatz zur tatsächlichen Situation ist, zeigt sich am Beispiel von Antibiotika- und Hormon-Rückständen im Fleisch: 63 Prozent der ÖsterreicherInnen halten diese Möglichkeit für besorgniserregend. Hingegen wurden im Jahr 2009 lediglich in 21 und damit 0,2 Prozent von 9359 untersuchten Proben Rückstände und Kontaminanten gefunden.

Weniger besorgt sind die ÖsterreicherInnen (57 Prozent gegenüber 62 Prozent im EU-Schnitt) über Lebensmittelvergiftungen, die durch Bakterien wie Salmonellen oder Listerien verursacht werden. Gerade in diesem Bereich verfügt Österreich mit entsprechenden gesetzlichen Regelungen (Zoonosegesetz, Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz), amtlichen Kontrollprogrammen und nicht zuletzt durch die gelungenen Ausbruchsabklärungen durch die AGES über beste Voraussetzungen zum Schutz der Bevölkerung. So ist z. B. die Zahl der Salmonellen-Erkrankungen seit dem Jahr 2002 um 70 Prozent gesunken.

Noch deutlicher ist der Unterschied bei der Besorgnis über das auftreten neuer Viren wie z. B. Vogel- oder Schweinegrippe: Liegt der EU-Schnitt bei 60 Prozent, sind es nur 41 Prozent der ÖsterreicherInnen, die sich darüber den Kopf zerbrechen – ein Zeichen, dass sich die Risikokommunikation durch Gesundheitsministerium und AGES (z. B. Telefon-Infolines bei Vogel- und Schweinegrippe) bewährt hat.

Das höchste Vertrauen in punkto Zuverlässigkeit von Informationen zu Gefahren genießen ÄrztInnen und Fachleute des Gesundheitswesens (91 Prozent), dicht gefolgt von Familie und Freunden (89 Prozent). Bei Informationen von WissenschafterInnen liegt dieser Prozentsatz bei 71 Prozent: Eine klarer Auftrag für die AGES, Informationen zur Lebensmittelsicherheit noch besser für die Öffentlichkeit aufzubereiten.

Einen wesentlichen Unterschied zum übrigen Europa zeigen die ÖsterreicherInnen auch im Bezug auf Informationen durch die Regierung: Während im EU-Schnitt nur 47 Prozent der Ansicht sind, dass Regierungsinformationen zur Sicherheit von Lebensmitteln zuverlässig sind, sind es hierzulande 73 Prozent der BürgerInnen.

Lediglich 13 Prozent der ÖsterreicherInnen zeigen sich „sehr besorgt“ über die möglichen Auswirkungen einer Gewichtzunahme. In Gegensatz dazu zeigen zahlreiche nationale und internationale Studien, dass gerade bei der Ernährung ein breiter Ansatz zur Veränderung hin zu einem ausgewogenen Ernährungsstil notwendig ist. Denn generell essen die ÖsterreicherInnen zu fett, zu süß und zu salzig mit der Folge, dass immer mehr Menschen aller Altersgruppen übergewichtig sind. Mit dem „Nationalen Aktionsplan Ernährung“ (NAP.e) sollen in Österreich praxisbezogene und realisierbare Maßnahmen entwickelt werden, durch die schrittweise eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten als Teil eines gesunden Lebensstils der Österreicherinnen und Österreicher erreicht wird. Bis 2020 soll die Häufigkeit von ernährungsassoziierten Erkrankungen reduziert und die Zunahme der Zahl von Übergewichtigen in Österreich zumindest gestoppt werden.

Rückfragehinweis:
AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH

Unternehmenskommunikation:
Univ.-Doz. Dr. Ingrid Kiefer
Tel: 050 555-25000
E-Mail: ingrid.kiefer@ages.at

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